Segetalflora 2019

= Blütenpflanzen
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Jürgen Baldinger
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Re: Segetalflora 2019

Beitragvon Jürgen Baldinger » Sonntag 18. August 2019, 09:58

Die unteren Laubblätter mit ihrem abgerundeten Grund haben mich somit auf eine falsche Spur gebracht, die Blütenstiele waren nämlich auch behaart wie für spuria angegeben.
kickxia spuria enzersdorf an der fischa terrassen NW königsberg_20190817_083745.jpg
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kickxia spuria enzersdorf an der fischa terrassen NW königsberg_20190817_084046.jpg
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Stefan Lefnaer
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Re: Segetalflora 2019

Beitragvon Stefan Lefnaer » Sonntag 29. September 2019, 20:49

Zur Zeit kann man in Sonnenblumen-, Erdäpfel-, Mais- und Kürbisäckern (noch) schön botanisieren. Am Rand eines solchen Kürbisackers bei Hollabrunn war ich heute unterwegs.

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Eine relative neue Art, die tatsächlich erst 1992 beschrieben wurde, ist Panicum miliaceum subsp. agricola. Nun scheint sie sich rasend schnell auszubreiten und ist bereits vielfach in Äckern zu finden. In Jedlersdorf habe ich mir unlängst eine Brache angesehen, wo letztes Jahr P. m. subsp. miliaceum kultiviert worden ist. Heuer fand ich dort Individuen die ich weitgehend P. m. subsp agricola zugeordnet hätte aber teilweise mit unterschiedlichsten Merkmalen: manche mit dichten überhängenden Rispen aber schwarzgrünen Früchten. Andere mit ganz locker aufrechten und an P. m. subsp ruderale erinnernden Rispen aber hellgelben Früchten. An manchen Rispen fand ich Früchte verschiedener Farbe, von hellgelb über goldgelb und grau bis schwarz. Manche Früchte waren sogar gescheckt. Es ist also stark davon auszugehen, dass es sich bei P. m. subsp agricola um verwilderte Nachkommen von P. m. subsp. miliaceum handelt, die Schritt für Schritt die angezüchteten Kulturmerkmale verlieren, in P. m. subsp agricola übergehen und sich vielleicht letztlich P. m. subsp ruderale annähern(?). Hier jedenfalls ein Foto von dem kräftigen, hohen Gras:

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Ein weiterer Neubürger, den ich immer häufiger finde, siehe meine früheren Einträge, ist Solanum nitidibaccatum. Habt ihr die Art auch schon öfters gefunden und könnt ihr bestätigen, dass sie sich ausbreitet?

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Jürgen Baldinger
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Re: Segetalflora 2019

Beitragvon Jürgen Baldinger » Sonntag 13. Oktober 2019, 15:21

Solanum nitidibaccatum habe ich noch nicht gesehen. – Heute auf einem Kürbisacker in der Nähe des Bahnhofs Götzendorf/Leitha standen randlich etwa 40 Exemplare von Abutilon theophrasti, am Acker könnten noch weitaus mehr vorhanden sein.
abutilon theophrasti bei bhf götzendorf_20191013_142631.jpg
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Nachzügler blühen noch.
abutilon theophrasti bei bhf götzendorf_20191013_111735.jpg
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Auch Hyoscyamus niger, die mir sonst nur als Einzelpflanze unterkommt, gedeiht hier gut, gezählt habe ich 6 Exemplare.
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Xanthium strumarium s. str. fand sich randlich an einem Mais- und ebenso am oben genannten Kürbisacker. Es müssen mindestens 30 Exemplare gewesen sein, auch hier insgesamt möglicherweise wesentlich mehr.
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xanthium strumarium s. str. bei bhf götzendorf_20191013_113837.jpg
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xanthium strumarium s. str. bei bhf götzendorf_20191013_113837.jpg (1.9 MiB) 291 mal betrachtet
Auf einem Rübenacker trat Kickxia elatine auf,...
kickxia elatine bei bhf götzendorf_20191013_115959.jpg
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kickxia elatine bei bhf götzendorf_20191013_115959.jpg (1.82 MiB) 291 mal betrachtet
...und auf einer Brache gab es dann noch mindestens 60 Pflanzen der mediterranen Helminthotheca echioides.
helminthotheca echioides bei bhf götzendorf_20191013_121349.jpg
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helminthotheca echioides bei bhf götzendorf_20191013_121006.jpg
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Am Bhf hat auch dieses aus einer kaum wahrnehmbaren Betonritze sprießende Solanum nigrum seine heurige Mission erfüllt.
solanum nigrum bei bhf götzendorf_20191013_102852.jpg
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Sorghum halepense übrigens an allen Ecken und Enden.
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Jürgen Baldinger
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Re: Segetalflora 2019

Beitragvon Jürgen Baldinger » Montag 14. Oktober 2019, 05:55

Nachdem in diesem Beitrag meist seltene Arten genannt werden, könnten wir ihn auch zu den Interessanten Funden stellen. Was meinst Du, Stefan?
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Stefan Lefnaer
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Re: Segetalflora 2019

Beitragvon Stefan Lefnaer » Montag 14. Oktober 2019, 06:52

Ja, Jürgen, kannst du gerne machen. Und schöne Funde, die du da gepostet hast!

kurt nadler
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Re: Segetalflora 2019

Beitragvon kurt nadler » Samstag 2. November 2019, 23:35

Zum Thema passend, wenn auch keine "interessanten Funde": heute am 2.11.2019, eineinhalb Tage nach dem ersten leichten Nachtfrost, nordwestlich Prellenkirchen, Nähe Flugfeld Spitzerberg.
Teil 1
Dateianhänge
DSC05016-kopie.JPG
Am Fuß des Spitzerbergs lokal reichlich Urtica urens. Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
DSC05016-kopie.JPG (718.36 KiB) 178 mal betrachtet
DSC05018-kopie.JPG
Ebendort Chenopodium hybridum, Capsella bursa-pastoris, Stellaria media agg. und Lamium amplexicaule. Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
DSC05018-kopie.JPG (866.67 KiB) 178 mal betrachtet
DSC05022-kopie.JPG
Rätsel-Chenopodien: C. hybridum und album s.l.? Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
DSC05022-kopie.JPG (913.78 KiB) 178 mal betrachtet
DSC05065-kopie.JPG
Soja-Stoppelfeld mit Massenbestand von Artemisia absinthium. Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
DSC05065-kopie.JPG (1.02 MiB) 178 mal betrachtet
DSC05071-kopie.JPG
Soja-Stoppelfeld mit Massenbestand von Amaranthus albus; umgebend viele derartige Steppenroller. Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
DSC05071-kopie.JPG (975.58 KiB) 178 mal betrachtet
DSC05073-kopie.JPG
Soja-Stoppelfeld mit Rosetten von Tripleurospermum inodorum, Anthemis austriaca und Descourainia sophia. Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
DSC05073-kopie.JPG (946.74 KiB) 178 mal betrachtet
DSC05075-kopie.JPG
Soja-Stoppelfeld mit Senecio vulgaris, Viola arvensis s.l., Artemisia absinthium, Carduus acanthoides u.a. Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
DSC05075-kopie.JPG (1.13 MiB) 178 mal betrachtet
DSC05085-kopie.JPG
Lückige (mausreiche) Brache mit Setaria sp. div., Rumex crispus und Anagallis arvensis. Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
DSC05085-kopie.JPG (1.09 MiB) 178 mal betrachtet
DSC05087-kopie.JPG
Anagallis arvensis ist auch auf den wenigen Stoppelfeldern häufig. Gut zu sehen: schwärzliche Mausbemmerl. Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
DSC05087-kopie.JPG (1009.92 KiB) 178 mal betrachtet

kurt nadler
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Re: Segetalflora 2019

Beitragvon kurt nadler » Sonntag 3. November 2019, 00:01

Teil 2
Dateianhänge
DSC05105-ausschnitt.jpg
Thlaspi arvense blüht (und fruchtet ganz vereinzelt schon) an fetten Ackerrändern. Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
DSC05105-ausschnitt.jpg (1.31 MiB) 177 mal betrachtet
DSC05109-kopie.JPG
Rosetten von Papaver rhoeas, Anthemis austriaca und Tripleurospermum inodorum. Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
DSC05109-kopie.JPG (1.1 MiB) 177 mal betrachtet
DSC05115-kopie.JPG
Herbstbegrünung/Zwischenfrucht aus blütenreicher Mehrkomponentenmischung aus leider gerade abgefrorener, zuvor noch prächtigst blühender Guizotia abyssinica, mit Fagopyrum esculentum, Phacelia tanacetifolia, Lepidium sativum (schmackhaft!), reduziert den autochthonen Beikrautwuchs gegen null. Lediglich einzelne Datura stramonium, ein lokal sehr häufiges Beikraut, waren im Bestand. Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
DSC05115-kopie.JPG (1.08 MiB) 177 mal betrachtet
DSC05124-kopie.JPG
Herbstbegrünung/Zwischenfrucht wie vor. Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
DSC05124-kopie.JPG (1 MiB) 177 mal betrachtet
DSC05130-kopie.JPG
Herbstbegrünung/Zwischenfrucht wie vor: erst am Feldrand treten heimische Segetalpflanzen hinzu. Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
DSC05130-kopie.JPG (1018.62 KiB) 177 mal betrachtet
DSC05148-kopie.JPG
Im Gegensatz dazu das nicht herbstbegrünte Nebenfeld ohne Stoppelsturz - mit viel "Unkrautwuchs" und reicher Mauspopulation - nicht so "bienenfreundlich", aber viel ökologischer, braucht aber vielleicht in der Folgekultur mehr Herbizid. Dominanzbestand von Setaria cf. italica? (siehe http://forum.flora-austria.at/viewtopic.php?f=4&t=1799&start=10#p8493). Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
DSC05148-kopie.JPG (1 MiB) 177 mal betrachtet
DSC05180-kopie.JPG
Gleich gegenüber: Rätselpflanzenrosette. Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
DSC05180-kopie.JPG (1.04 MiB) 177 mal betrachtet
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Selbe Rätselpflanze, mit Geranium pusillum, Euphorbia cf. esula u.a. Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
DSC05183-kopie.JPG (938.09 KiB) 177 mal betrachtet
DSC05186-kopie.JPG
Luzernefeld (Gründüngung bzw. Bodenerholung in der Fruchtfolge, mangels Viehbestand praktisch keine Futternutzung) mit viel Chenopodium album s.l. und etwas Sinapis arvensis. Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
DSC05186-kopie.JPG (1.02 MiB) 177 mal betrachtet

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Re: Segetalflora 2019

Beitragvon kurt nadler » Sonntag 3. November 2019, 00:07

Teil 3
Dateianhänge
DSC05193-kopie.JPG
Rapsfeld mit Chenopodium ficifolium. Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
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DSC05194-kopie.JPG
Rapsfeldrand mit Chenopodium cf. album s.l. und Geranium pusillum. Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
DSC05194-kopie.JPG (509.4 KiB) 176 mal betrachtet
DSC05201-kopie.JPG
Rapsfeld mit Chenopodium sp. (?hybridum?: siehe Fotos Teil 1). Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
DSC05201-kopie.JPG (408.72 KiB) 176 mal betrachtet
DSC05202-kopie.JPG
Rapsfeldrand mit Descourainia sophia. Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
DSC05202-kopie.JPG (796.26 KiB) 176 mal betrachtet
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Subspontane Sinapis arvensis-Pflanzen in Acker. Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
DSC05209-kopie.JPG (798.75 KiB) 176 mal betrachtet

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Re: Segetalflora 2019

Beitragvon Stefan Lefnaer » Sonntag 3. November 2019, 08:22

Ich tendiere dazu die Rätselpflanze für Capsella zu halten.

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Re: Segetalflora 2019

Beitragvon Stefan Lefnaer » Sonntag 3. November 2019, 19:04

Hier Helminthotheca echioides, heute auf einer Ackerbrache nächst Niederhollabrunn, Bezirk Korneuburg. Ich habe das Gefühl, diese mediterrane Art breitet sich bei uns aus.

20191103_150703.jpg
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