Ligustrum vulgare `Atrovirens`

= Blütenpflanzen
Oliver Stöhr
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Ligustrum vulgare `Atrovirens`

Beitragvon Oliver Stöhr » Sonntag 28. Januar 2018, 21:04

Liebe alle,

ihr alle kennt Ligustrum vulgare als heimische Art wärmeliebender Säume und Gebüsche und wisst, dass die Art auch vielfach als Heckengehölz in Gärten gepflanzt wird. Im Gartenhandel existieren neben dem "echten" Liguster aber auch Zuchtformen von Ligustrum vulgare. So werden nach Roloff & Bärtels 1996 (Gehölzflora, Bd. 1) die Sorten `Atrovirens` und `Lodense` angeboten (vgl. auch Internet), wobei erstere durch einen straff aufrechten Wuchs und lange in den Winter hinein am Trieb haftende Blätter, die sich dann rötlich bis violettbraun verfärben, gekennzeichnet ist. Diese Form wird bei uns in Osttirol, wo auch Ligustrum vulgare in der Reinform heimisch ist, nicht selten als Heckengehölz kultiviert und fällt eben durch jetzt noch vorhandene, dunkle Blätter auf.

Bemerkenswerterweise verwildert diese Sorte aber auch, denn ich habe heute in Dölsach an einem Waldrand ein Individuum entdeckt, das ich euch nachfolgend mittels Fotobeleg zeigen möchte und das die oben genannten Blattmerkmale erfüllt. In der Schnelle habe ich übrigens noch keine Publikationen gefunden, die über Verwilderungen dieser Zuchtform berichten. Oder ist euch dazu ewas bekannt? Das Ganze ist nicht ganz unspannend, denn ein Einfluss der Kultursippe auf unsere heimische (echte) Wildsippe mittels Kreuzung / Introgression ist wohl nicht restlos auszuschließen ...

Viele Grüße
Oliver
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