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Re: "Ein Ring sie zu knechten ..."

Verfasst: Donnerstag 3. Dezember 2020, 07:02
von 2045
Lieber Kurt!

Wie schon von Hermann beantwortet, bilden auch verschiedene Pilze im Wald Ringähnliche Strukturen. So schön wie in freien Wiesen sind die aber meistens nicht ausgebildet bzw. halt nicht erkennbar, da je nach Waldzustand Jungbäume/Altbäume oder sonstiger Bewuchs "im Weg stehen" (und sei es nur dem Fotografen).
Bei den abgebildeten Mönchsköpfen war als natürliche Begrenzung im Hintergrund ein Bach.
Häufiger recht schöne Ringstrukturen macht der Semmelstoppelpilz.
Parasol habe ich noch nie ringförmige Ausbildungen gesehen, die sind in der Regel im Wald meistens eher Einzelpilze oder kleine Grüppchen.
Es gibt aber allerdings "Parasolähnliche" Doppelgänger, z.B. Chlorophyllum olivieri - Olivbrauner Safran-Schirmling, der ganz gerne Linien oder Kreisartige Gebilde macht.
Beiliegend noch 3 Bilder von Kreisförmigen (zumindest in Andeutungen) Ausbildungen von Pilzen im Wald.

LG Markus

Re: "Ein Ring sie zu knechten ..."

Verfasst: Samstag 5. Dezember 2020, 16:20
von Jürgen Baldinger
Hallo Markus,

zu Infundibulicybe geotropa, weil ich heute dort war und Du da ja auch öfter unterwegs sein dürftest: Ist es diese Art, die am Wiener Eichkogel derzeit allgegenwärtig große Hexenringe bildet, vor allem nördlich der Steinbrüche?

Re: "Ein Ring sie zu knechten ..."

Verfasst: Samstag 5. Dezember 2020, 17:53
von 2045
Hallo Jürgen!

Ich war leider jetzt schon einige Zeit nicht mehr dort. Ohne Bild traue ich mir hier keine Aussage zu. Die Ringbildung ist kein charakteristische Merkmal, eine halbwegs schöne Ringbildung ist eher etwas besonderes, ganz egal bei welcher Pilzart.
Vielleicht schaffe ich es in den nächsten Tagen hinzuschauen, kommt auf das Wetter an.

Im Wienerwald allgegenwärtig bis vor wenigen Tagen, dann durch den Schnee verdeckt, der heute ja wieder Großteils verschwunden ist, war Clitocybe nebularis - Herbstblattl. Der hat gewisse Ähnlichkeiten mit dem Mönchskopf. der tritt häufig in größerer Anzahl auf.

So große Mengen an Mönchsköpfen auf einmal an einem Platz habe ich bis jetzt nur das eine Mal gesehen.

LG Markus

Re: "Ein Ring sie zu knechten ..."

Verfasst: Sonntag 6. Dezember 2020, 11:05
von Jürgen Baldinger
Sie sahen eigentlich so aus wie auf Deinen Mönchskopf-Fotos, nicht wie die Herbstblattln.

Re: "Ein Ring sie zu knechten ..."

Verfasst: Dienstag 8. Dezember 2020, 09:50
von 2045
Hallo Jürgen!

Die Mönchsköpfe in dem von Dir erwähnten Bereich kann ich bestätigen, ich war heute in der Früh eine Runde dort. In großer Anzahl an diversen Punkten, immer wieder auch Ringe erahnbar. Die meisten Pilzkörper inzwischen aber umgekippt.

LG Markus

Re: "Ein Ring sie zu knechten ..."

Verfasst: Montag 15. Februar 2021, 13:27
von Peter Pilsl
Passt vielleicht nicht ganz zu dem Thema aber ich hab durch Zufall am Luftbild des Welser Flughafens auch so kreisförmige Strukturen entdeckt. Ich vermute am ehesten dass es sich um clonale Pflanzen handelt!?!?
Flugplatz_Wels.JPG
Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Flugplatz_Wels.JPG (75.63 KiB) 97 mal betrachtet

Wobei der größte Ring einen Durchmesser von 30 Metern hätte.
Oder har jemand eine andere Idee?

Re: "Ein Ring sie zu knechten ..."

Verfasst: Dienstag 16. Februar 2021, 18:53
von kurt nadler
die grünen ringe sind klare pilzringe - wie man sie (wie oben erwähnt) rel. verbreitet von oben sieht.

Re: "Ein Ring sie zu knechten ..."

Verfasst: Freitag 19. Februar 2021, 20:00
von Stefan Lefnaer
Mir ist gerade in meinen Kartierungsdaten aufgefallen rund um Hollabrunn einen Neslia paniculata-Riesenhexenhalbring kartiert zu haben:

Neslia paniculata s. str..jpg
Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
Neslia paniculata s. str..jpg (617.9 KiB) 48 mal betrachtet

Re: "Ein Ring sie zu knechten ..."

Verfasst: Sonntag 21. Februar 2021, 11:26
von Oliver Stöhr
Vielleicht schließt sich der noch ;-)