Gedankenexperiment: Computer <-> Mycel Interface

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Ralph
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Gedankenexperiment: Computer <-> Mycel Interface

Beitragvon Ralph » Freitag 23. April 2021, 09:52

Guten Morgen,

Wie in einem anderen Topic angekündigt möchte ich hier ein kleines Gedankenexperiment meinerseit erörtern.
Nun Mycelien verbinden ja scheinbar die Pflanzen und chemisch wohl auch die Tiere von Wälder und Wiesen miteinander. Da solche Netzwerke scheinbar Millionen Jahre alt werden, müssen sie in Ihrer individuellen Entwicklung in der Lage sein mit der Evolution der Fauna mitzuhalten. Das legt die Vermutung nahe, dass sie sich an neue Schnittstellen adaptieren können müssen.

Geht man nun von der Hypothese aus, dass Mycelien neuronale Strukturen ausbilden könnte würde uns wohl die Möglichkeit offen stehen Wälder und Wiesen quasi an unsere modernen Netze anzubinden und so quasi eine "Stimme der Natur" auf komplexe Weise in unsere Lebenswirklichkeit zu holen.

Nun würde ich dazu gerne ein paar Experimente umsetzen die Schrittweise an eine komplexe Einbindung von Mycelien in, sagen wir mal, menschliche Prozesse erarbeiten sollen. Nun bin ich aber Informatiker, ich habe viel Ahnung davon was Signale sind und wie sie strukturiert sein können, aber kaum eine Ahnung davon wie Signalweiterleitung in solchen Netzwerken funktioniert. Gibt es hier jemanden der mir das näher bringen kann, so dass ich verstehe wie Schnittstellen gestaltet werden müssen damit Mycelien an solche schnittstellen "andocken" könnten und interne Signale ins digitale übersetzt werden können, bzw Reize in Mycelien eingespeist werden können?

Die Abfolge der Experimente soll im Groben folgende sein:
    Feedbackschleife über einfache unidirektionale Schnittstelle, ein Wasserventil soll über eine ganz einfache Schnittstelle gesteuert werden können. Das Mycel soll lernen sich selber zu bewässern.
    Feedbackschleife über einfache bidirektionale Schnittstelle, 1 wird um Wetterberichtsinformationen welche ins Mycel eingespeist werden ergänzt. Stellt gleichzeitig einen Test dar ob ein Mycel vorausschauend aggieren kann,
    Wahrnehmungsfeedbackschleife über simple bidirektionale Schnittstelle, Ein Gerät bestehend aus einem Lautsprecher und einem einfachen Einkanalmikrophon. Der Test ist zu beobachten ob das Mycel Laute wahrnehmen und darauf reargieren kann. (Die genauen Beobachtungskriterien sind noch nicht ganz klar)
    Wahrnehmungsfeedbackschleife über komplexe Schnittstelle, Ein Gerät mit einer Menge an ausgehenden und 2-4 eingehenden Schnittstellen wird gebaut. Dieses Gerät soll testen ob die Wahrnehmung des Mycels über eine steuerbare Kamera erweitert werden kann. Der Test ist simpel, nach einiger Adaptierungszeit wird erwartet, dass die Kamera den visuellen Reizen folgt.

Ich weiß, das liest sich womöglich wie eine Fantasygeschichte an, ich persönlich bin jedoch überzeugt, dass da viel mehr dahinter steckt als wir Menschen bisher erfassen konnten. Möglicherweise könnten solche Experimente zu Tage fördern, dass wir Menschen nun wirklich nicht die einzigen oder gar intelligentesten Lebewesen auf diesem Planeten sind, nur die Handlungsfähigsten. Auch denke ich wäre eine komplexe Interaktion mit Mycelien ein Ausweg aus unserer Misere sein. Wenn man wissen will wie man diesen Planeten wieder repariert, wie wir überhaupt dorthin kommen diese Welt nicht mehr wie Krebs zu durchziehen und zu zerstören, wäre es wohl empfehlenswert Experten für Synergien zu befragen. Das Mycelien diese Experten sind steht wohl außer Frage. Ganz zu schwiegen welche Möglichkeiten sich da ganz Abseits eröffnen würden. Früherkennung von Waldbränden und sonstigen Katastrophen. Völlig neue Wege in der Medizin. Etc...

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