Weinviertler Feuchtwiesen
- Stefan Lefnaer
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Weinviertler Feuchtwiesen
Heute möchte ich einen Sammelthread über Weinviertler Feuchtwiesen erstellen. Diese wurden bekanntlich in den letzten Jahrzehnten drastisch reduziert und trocken gelegt. Die Reste, die ich noch aufspüren kann, will ich hier darstellen.
- Stefan Lefnaer
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Re: Weinviertler Feuchtwiesen
Anfangen möchte ich mit einer kleinen Feuchtwiese nördlich der Leiser Berge. Es handelt sich um einen schmalen Streifen der zwischen Wäldern liegt und von einem zeitweise Wasser führenden Gerinne umflossen wird. Direkt daneben befindet sich ein kleiner Teich, siehe hier. Der schmale Wiesenstreifen wird regelmäßig gemäht, wohl von den Jägern die dort Wildfütterungsstellen und Hochstände aufgestellt haben. Daneben befindet sich noch ein ungemähter Streifen der zunehmend zuwächst. Auf dieser Fläche konnte ich heute erfreulicher Weise Veronica maritima EN nachweisen. Diese Art ist bisher im Weinviertel unbekannt. Nur an der March gibt es bekannte Vorkommen. Ich konnte die Art in den letzten Jahren zudem an den neu angelegten Teichen bei Michelstetten und Zwentendorf finden. Dort wurde sie jedoch angeböhmert (vgl. hier) und daher handelt es sich vermutlich dort um keine natürlichen Vorkommen. Auszuschließen wäre das nach dem heutigen Fund auch nicht, was wieder einmal zeigt wie schädlich solche Ansalbungsaktionen sind, weil man dann unmöglich wissen kann was natürlich ist und was nicht. Hier jedenfalls Fotos von der Feuchtwiese und Veronica maritima:
Re: Weinviertler Feuchtwiesen
Sehr schöne Art, gratuliere!
Naja dort wo sie andernorts "angeböhhmert" wurde, wenn man es weiß, ist es gut und dann kein Problem, oder?
Naja dort wo sie andernorts "angeböhhmert" wurde, wenn man es weiß, ist es gut und dann kein Problem, oder?
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Onlinekurt nadler
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Re: Weinviertler Feuchtwiesen
die "schädlichkeit" ist in diesem zusammenhang ein sehr subjektives empfinden ...
ich kann das problem gut nachempfinden. ich erlebe genau solche situationen, doch sollte dies ein wenig differenzierter gesehen werden: was ist so schädlich, wenn wo eine gefährdete art leben kann? was den floristen in einem stört, mag ja den naturschützer in einem freuen ...
ich kann das problem gut nachempfinden. ich erlebe genau solche situationen, doch sollte dies ein wenig differenzierter gesehen werden: was ist so schädlich, wenn wo eine gefährdete art leben kann? was den floristen in einem stört, mag ja den naturschützer in einem freuen ...
- Stefan Lefnaer
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Re: Weinviertler Feuchtwiesen
Wenn man Schnittgut von einer Fläche auf die daneben liegende transferiert, damit die Diasporen dort aufgehen, ist das aus meiner Sicht i.O. Aber für mich hat das nichts mit Naturschutz zu tun, wenn Saatgut über große Distanzen transportiert und ausgebracht wird. Zumal auf den neu angelegten Teichen so viele, auch seltene Arten spontan aus der Samenbank im Boden aufgegangen sind, dass solche "Begrünungen" bestenfalls Geldverschwendung, eher aber Florenverfälschung sind.
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