Phänologie 2023
Re: Phänologie 2023
Corydalis cava und Anemone nemorosa Blühbeginn, Ficaria verna braucht noch - eine Blüte gefunden, erste schöne Lathraea squamaria, ein Ausnahmeexemplar von Gagea lutea - ansonsten durchaus schon mit 1-2 Blüten, Waldhänge mit Hepatica nobilis Kolonien, Blühbeginn Mercurialis sp., alles Heiligenkreuz Umgebung, Wienerwald.
Helleborus viridis steht in Vollblüte und ist aus dem Triestingtal.
Im Vergleich zur Leithagebirge Nordseite ein phänologischer Vorsprung.
Helleborus viridis steht in Vollblüte und ist aus dem Triestingtal.
Im Vergleich zur Leithagebirge Nordseite ein phänologischer Vorsprung.
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- Hermann Falkner
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Re: Phänologie 2023
Gestern MI 09.03. war ich nach der Arbeit auf eine Stunde im Liechtensteinpark in Wien IX., was sich zu meiner Überraschung als durchaus lohnend herausgestellt hat.
Phänologisch ist der Standort sehr viel weiter als zB die Lobau; auf einem kleinen, relativ naturbelassenen Hügel gibt es ein kleines Vorkommen von Galanthus nivalis (ob natürlich oder verwildert sei mal dahingestellt) - schon am Verblühen, während in der Au noch Vollblüte herrscht.
Dieser kleine Hügel ist auch mit Abstand der interessanteste Teil des Parks - stark eutrophiert, wirkt dennoch aber ziemlich naturnah:
Viola odorata ist hier nicht bloss "in Blüte", sondern bildet schon ganze Blühteppiche:
Selbst Ficaria verna beginnt schon zu blühen:
Sehr hübsch Cornus mas vor der Parkmauer:
Mindestens 2 Dachse (? hätte ich halt gesagt) hausen hier, das ist eines der beiden Löcher:
Das Highlight ist aber ganz unerwarteterweise das hier:
Mit so breiten, gefingerten Deckblättern, geradem Sporn und überhängenden Trauben (sowie natürlich Niederblatt, im Bild gut erkennbar) kann das nur Corydalis pumila sein - ich hab zwar noch nie so üppige Exemplare gesehen, aber der Standort ist wie gesagt sehr eutroph, also so richtige Mastexemplare.
Ich hab in der Wien-Flora nachgesehen - in diesem Stadtraum = Innere Stadt gibt's die Art zwar, zB im Theresianum (dort war ich noch nie bzw ist der Hof glaub ich auch nicht öffentlich), aber nicht in Wien IX.
Der Standort wirkt durchaus natürlich, und Corydalis pumila ist jetzt auch nicht so die "Ansalberpflanze" (und schon gar nicht Kulturpflanze). Das Vorkommen ist zwar kleinräumig, aber üppig - hunderte Individuen. Werde ich jedenfalls für die Florenkartierung melden.
Ausserdem sind in den Parkrasen zwei Scillen verwildert, die auch nicht ganz unintressant sind:
Die grössere, helle Pflanze ist eine "Chionodoxa", die Gattung ist von Speta mit Scilla vereint worden: ganz helles Perigon, max. zu ca. 20% verwachsen, mit bläulicher Rippe auf der Unterseite und Laubblätter zur Spitze hin nicht breiter werdend, sondern keilig verschmälert: das passt auf keine der in der Exkursionsflora angeführten Arten, kann ich also nicht bestimmen.
Die zweite, kleinere Art kommt sowohl in (blauer) Normalform als auch als Albino vor (am 2. Bild einige Albinos); auch das halte ich für eine Kulturform, möglicherweise Scilla nivalis - jedenfalls aber keine der heimischen Arten.
Phänologisch ist der Standort sehr viel weiter als zB die Lobau; auf einem kleinen, relativ naturbelassenen Hügel gibt es ein kleines Vorkommen von Galanthus nivalis (ob natürlich oder verwildert sei mal dahingestellt) - schon am Verblühen, während in der Au noch Vollblüte herrscht.
Dieser kleine Hügel ist auch mit Abstand der interessanteste Teil des Parks - stark eutrophiert, wirkt dennoch aber ziemlich naturnah:
Viola odorata ist hier nicht bloss "in Blüte", sondern bildet schon ganze Blühteppiche:
Selbst Ficaria verna beginnt schon zu blühen:
Sehr hübsch Cornus mas vor der Parkmauer:
Mindestens 2 Dachse (? hätte ich halt gesagt) hausen hier, das ist eines der beiden Löcher:
Das Highlight ist aber ganz unerwarteterweise das hier:
Mit so breiten, gefingerten Deckblättern, geradem Sporn und überhängenden Trauben (sowie natürlich Niederblatt, im Bild gut erkennbar) kann das nur Corydalis pumila sein - ich hab zwar noch nie so üppige Exemplare gesehen, aber der Standort ist wie gesagt sehr eutroph, also so richtige Mastexemplare.
Ich hab in der Wien-Flora nachgesehen - in diesem Stadtraum = Innere Stadt gibt's die Art zwar, zB im Theresianum (dort war ich noch nie bzw ist der Hof glaub ich auch nicht öffentlich), aber nicht in Wien IX.
Der Standort wirkt durchaus natürlich, und Corydalis pumila ist jetzt auch nicht so die "Ansalberpflanze" (und schon gar nicht Kulturpflanze). Das Vorkommen ist zwar kleinräumig, aber üppig - hunderte Individuen. Werde ich jedenfalls für die Florenkartierung melden.
Ausserdem sind in den Parkrasen zwei Scillen verwildert, die auch nicht ganz unintressant sind:
Die grössere, helle Pflanze ist eine "Chionodoxa", die Gattung ist von Speta mit Scilla vereint worden: ganz helles Perigon, max. zu ca. 20% verwachsen, mit bläulicher Rippe auf der Unterseite und Laubblätter zur Spitze hin nicht breiter werdend, sondern keilig verschmälert: das passt auf keine der in der Exkursionsflora angeführten Arten, kann ich also nicht bestimmen.
Die zweite, kleinere Art kommt sowohl in (blauer) Normalform als auch als Albino vor (am 2. Bild einige Albinos); auch das halte ich für eine Kulturform, möglicherweise Scilla nivalis - jedenfalls aber keine der heimischen Arten.
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kurt nadler
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Re: Phänologie 2023
sehr interessante geophyten! auch in hundsheim hatte ich so eine weiße "scilla".
und endlich einmal eine wirklich ganz echte ficaria verna!
und endlich einmal eine wirklich ganz echte ficaria verna!
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Re: Phänologie 2023
Schlossberg Hainburg, 10.03.2023
Alyssum montanum - Bergsteinkraut (Vollblüte)
Primula veris - Himmelschlüssel (Blühbeginn)
Corydalis cava - Hohl-Lerchensporn (starker Blühbeginn)
LG Markus
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LG Markus
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Re: Phänologie 2023
Stopfenreuter Au, 10.03.2023
Scilla bifolia - Zweiblatt-Blaustern
Scilla vindobonensis - Wien-Blaustern
Gagea lutea - Wald-Gelbstern
Alle 3 Arten in sehr schöner Blüte an verschiedenen Punkten.
Und auch uns ist es in diesem Gebiet trotz genauer Suche in den Beständen entlang des Weges nicht gelungen, auch nur eine Scilla Pflanze mit Antherenbrandpilz zu entdecken. Das ist schon interessant, weil in Summe an verschiedenen Plätzen von beiden Arten beim Besuch doch 100e Pflanzen in schöner Blüte vorhanden waren.
Die in der Exkursionsflora angeführte unterschiedliche Färbung der Stängel (purpurrot versus grün /S. bifolia) konnte nicht beobachtet werden. Das dürfte kein gutes oder gar ein falsches (?) Kriterium sein.
LG Markus
Scilla bifolia - Zweiblatt-Blaustern
Scilla vindobonensis - Wien-Blaustern
Gagea lutea - Wald-Gelbstern
Alle 3 Arten in sehr schöner Blüte an verschiedenen Punkten.
Und auch uns ist es in diesem Gebiet trotz genauer Suche in den Beständen entlang des Weges nicht gelungen, auch nur eine Scilla Pflanze mit Antherenbrandpilz zu entdecken. Das ist schon interessant, weil in Summe an verschiedenen Plätzen von beiden Arten beim Besuch doch 100e Pflanzen in schöner Blüte vorhanden waren.
Die in der Exkursionsflora angeführte unterschiedliche Färbung der Stängel (purpurrot versus grün /S. bifolia) konnte nicht beobachtet werden. Das dürfte kein gutes oder gar ein falsches (?) Kriterium sein.
LG Markus
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