Chrysopogon gryllus

= Blütenpflanzen
kurt nadler
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Chrysopogon gryllus

Beitragvon kurt nadler » Mittwoch 1. April 2020, 18:40

Diese (?zurecht) als hochgradig gefährdet geltende Art kommt an höchst wärmebegünstigten, tiefgründigen, stickstoffreichen Halbtrockenrasenstandorten (Brometen bis hin zu Arrhenathereten) an den südlichen Flanken der Hainburger Berge vor und ist recht konkurrenzfähig. Einige Vorkommen kennen wir am Hundsheimer Berg, und die SSW-Flanke des Spitzerbergs wird weithin besiedelt, dort tritt sie auch als "Störzeiger" nach bodenbearbeitenden Gehölzrodungseingriffen verstärkt auf.
Die Frage an Euch: Kommt die Art auch im Weinviertel, in der Wachau und an der Thermenlinie vor? Am Leithagebirgsabhang ist sie mir noch nicht untergekommen.
Die Art ist mit ihren eineinhalb Metern Höhe und ihren charakteristischen Fruchtständen sehr auffällig. (In den Südwestkarpaten ist sie in Trockengrünlandbrachen stellenweise großflächig dominant.)
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DSC02352-kopie chryso.JPG
12.9.2019, Hundsheim.
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DSC05678-kopie chryso.JPG
8.8.2019, Hundsheim.
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DSC08474-kopie chryso.JPG
17.8.2019, Hundsheim. Monodominanzbestände links vorne im Bild.
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Re: Chrysopogon gryllus

Beitragvon Stefan Lefnaer » Mittwoch 1. April 2020, 18:42

Im Weinviertel habe ich sie noch nie gesehen. Ich kenne auch keine Angaben von dort.

kurt nadler
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Re: Chrysopogon gryllus

Beitragvon kurt nadler » Mittwoch 1. April 2020, 18:57

vielen dank für die erste rückmeldung. bin ja sehr gespannt, welche noch kommen. (so ist das,wenn für ein land keine arealkarten vorliegen ...)

noch ein bild gefunden: nahaufnahme vom letzten bestand:
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DSC01875-kopie chryso.JPG
Chrysopogon gryllus in Brometum am Hundsheimer Berg/Hexenbergfuß, 12.9.2019.
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Re: Chrysopogon gryllus

Beitragvon Oliver Stöhr » Mittwoch 1. April 2020, 20:34

Von dieser Art gibt es lt. inoff. Karte aus dem RL-Projekt nur sehr wenige Punkte in Österreich, die sich auf den Bereich Hainburger Berge, Seewinkel und Wulkagebiet bei Eisenstadt verteilen. Schaut insofern nach "hochgradig bedroht" aus. Ich kenne sie u.a. von der Siegendorfer Puzta.
LG
Oliver

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Re: Chrysopogon gryllus

Beitragvon Michael » Mittwoch 1. April 2020, 21:10

Vielleicht passend zum 1. April:
In Virtual Herbaria JAQU findet sich ein Beleg, der aufgrund der Fundortsangabe "Haimburger Berge" dem Bundesland Kärnten, Bezirk Völkermarkt, zugeordnet wurde. Als Sammler ist Maximilian Matz angeführt. Es liegt offenbar eine Verwechslung mit "Hainburger Berge" (Niederösterreich und Burgenland) vor. Matz war Pfarrer in Höbersbrunn und wird als solcher in Neilreichs Flora von Niederösterreich genannt.

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Re: Chrysopogon gryllus

Beitragvon Stefan Lefnaer » Mittwoch 1. April 2020, 21:29

In Stammersdorf gibt es sogar eine Pfarrer-Matz-Gasse, die nach ihm benannt sein dürfte. Es gab allerdings zwei Mätze, beide waren Geistliche und Botaniker:

  • Maximilian Matz, Capitular des Stiftes Schotten, früher Pfarr-cooperator in Gumpendorf, nun Pfarrer in Hebertsbrunn U. M. B.
  • Alexander Matz, Pfarrer zu Angern, um die Flora des Marchthales höchst verdient und der vorzüglichste Botaniker dieser Gegend.

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Re: Chrysopogon gryllus

Beitragvon kurt nadler » Mittwoch 1. April 2020, 23:10

nochmals danke an alle - vergangen und zukünftig!
Zuletzt geändert von kurt nadler am Donnerstag 2. April 2020, 18:27, insgesamt 1-mal geändert.

Jonas
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Re: Chrysopogon gryllus

Beitragvon Jonas » Donnerstag 2. April 2020, 10:46

Hallo zusammen

Ich kenne die Art beispielsweise auch von einer Stelle an der Langen Lacke in der Nähe der Informationstafeln (das war 2017 mein Erstfund dieser hübschen Art).

Beste Grüsse
Jonas


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