Albern: Schotterbank oder Selbsterntegarten?

= Blütenpflanzen
Oliver Stöhr
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Re: Albern: Schotterbank oder Selbsterntegarten?

Beitragvon Oliver Stöhr » Samstag 10. November 2018, 19:57

Hallo Lorin!
Feine Funde - Gratulation!
Phytolacca americana und Salvia hispanica würde ich bestätigen, auch die Salix purpurea sollte passen.
Bei der Physalis halte ich mich vornehm zurück ;-)
Viele Grüße aus Lienz
Oliver

kurt nadler
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Re: Albern: Schotterbank oder Selbsterntegarten?

Beitragvon kurt nadler » Samstag 10. November 2018, 23:55

Lieber Lorin!

Da ich mich selber über Antworten freue, erlaub ich mir an meinem ersten Tag hier im Forum, mich auch zu äußern:
Also, Phytolacca gabs in Österreich vor Jahren americana mit hängenden Infloreszenzen und esculenta, die sehr viel häufigere Art, mit stehenden. Wie die heute heißen, weiß ich nicht auswendig, ich glaub, da wurde umgetauft. Ich hoff, ich hab die zwei nicht verwechselt. Die Gallen-Weide ist purpurea, charakteristisch die nach außen breiter werdenden, schmalen Blätter.

Herzliche Grüße
Kurt

kurt nadler
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Re: Albern: Schotterbank oder Selbsterntegarten?

Beitragvon kurt nadler » Sonntag 11. November 2018, 00:00

Nachtrag:

Großartiger Schauplatz zum Botanisieren, mich frisst der Neid.
Super die Essmelone!
Und ist Dir schon aufgefallen, dass Du da offensichtlich verschiedene Physalis- oder so-Sippen aufgenommen hast, eine behaarte im Sommer und eine glatte im Herbst?

Carnifex
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Re: Albern: Schotterbank oder Selbsterntegarten?

Beitragvon Carnifex » Sonntag 11. November 2018, 08:13

Servus Kurt,

das Habitat dort ist wirklich interessant, bin mal gespannt ob sich nächstes Jahr auch wieder eine solche Gesellschaft entwickeln kann, wenn die Überschwemmung lange genug ausbleibt.

Phytolacca americana hat hängende Fruchtstände, die Infloreszenzen können aber bei beiden Arten aufrecht sein. Was man auf dem Bild nicht sehen kann ist der rötliche Stängel, den sieht man hier und daran hab ich auch die Art festgemacht.
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Die beiden Physalis-Pflanzen gehören zu unterschiedlichen Spezies, die unbehaarte ist P. philadelphica/ixocarpa, kommt als Tomatillo auch (bisher selten) in den Handel.

Hier noch ein paar Bestimmungsfragen:
Als Laie fällt es mir schwer, Gräser im vegetativen Zustand zu bestimmen. Ich kann nur sehen, dass es sich um eine mehrjährige Art handelt.
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Hier wollte ich eigentlich ein Blütenköpfchen öffnen, wurde dann von einem Krabbeltier abgelenkt und hab dann auf die Kamille vergessen, lässt sie sich dennoch bestimmen?
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Inula britannica?
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Und hier bin ich ratlos was das werden soll - vielleicht Acer negundo?
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Die Moose pack ich in einen eigenen Beitrag, damit da auch mal was passiert :)

LG
Lorin
Zuletzt geändert von Carnifex am Sonntag 11. November 2018, 11:07, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Albern: Schotterbank oder Selbsterntegarten?

Beitragvon Carnifex » Sonntag 11. November 2018, 08:22

Carnifex hat geschrieben:Als Laie fällt es mir schwer, Gräser im vegetativen Zustand zu bestimmen. Ich kann nur sehen, dass es sich um eine mehrjährige Art handelt.


Jetzt hab ich doch eine Idee, könnte das Cynodon dactylon sein?

kurt nadler
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Re: Albern: Schotterbank oder Selbsterntegarten?

Beitragvon kurt nadler » Sonntag 11. November 2018, 08:41

lieber lorin

danke für die infos zu phytolacca, einem ziemlich wilden gartenunkraut, besonders lästig, wenn die samen in kakteentöpfen aufgehen ...
immerhin interessant die von dir aufgenommene blüte im keimungsjahr. hatte ich bei meinen nicht-americanas im garten noch nicht.

bitte rein intuitve tipps zum selber-nachschaun: entscheidende merkmale hab ich nicht im kopf:

agrostis stolonifera, weiche, lange, zarte stolonen, cynodon-ausläufer sind hingegen recht hart
tripleurospermum inodorum
inula sp., einmal britannica schaun, keine ahnung
acer negundo

beste grüße
kurt

Oliver Stöhr
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Re: Albern: Schotterbank oder Selbsterntegarten?

Beitragvon Oliver Stöhr » Sonntag 11. November 2018, 20:11

Liebe alle,

kann den Tipps von Kurt viel abgewinnen: Agrostis stolonifera und Acer negundo würde ich jedenfalls unterschreiben.

Viele Grüße
Oliver

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Jürgen Baldinger
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Re: Albern: Schotterbank oder Selbsterntegarten?

Beitragvon Jürgen Baldinger » Sonntag 11. November 2018, 21:37

Inula britannica sollte eigentlich auch passen.
"(...) gib ihnen noch zwei südlichere Tage (...)"

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Re: Albern: Schotterbank oder Selbsterntegarten?

Beitragvon Carnifex » Sonntag 11. November 2018, 21:57

Vielen Dank euch! :)
Agrostis schaut in der Tat sehr gut aus


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