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Platanus x hispanica und Scleranthus cf. polycarpos in Mörbisch

Verfasst: Mittwoch 2. Juni 2021, 21:15
von Oliver Stöhr
Hier noch zwei Funde von Pfingsten nahe der Seebühne Mörbisch, die ev. interessant sind:
- Platanus x hispanica verwildert am Bootshafen, lt. „Burgenlandflora“ im Netz „nur kultiviert“, im Atlas zu RLÖ ist diese Hybride gar nicht verzeichnet.
- Scleranthus cf. polycarpos nur wenige Meter davon entfernt, von dieser Art gibt es nur rel. wenige Nachweise im RLÖ-Atlas für das Burgenland - wie häufig ist sie im Osten tatsächlich?

Lg
Oliver

Re: Platanus x hispanica und Scleranthus polycarpos in Mörbisch

Verfasst: Donnerstag 3. Juni 2021, 10:35
von Stefan Lefnaer
Bewusst habe ich S. polycarpos noch nie wahrgenommen. Bei stark geknäuelten Pflanzen waren trotzdem immer die Scheinfrüchte zu lang (4 mm). Auf deinem Foto scheinen die Stängelglieder länger als 8mm zu sein. Die Periogonzipfel richten sich dann später bei der Fruchtreife nach vorne? Die stehen ja am Foto seitlich ab.

Re: Platanus x hispanica und Scleranthus polycarpos in Mörbisch

Verfasst: Donnerstag 3. Juni 2021, 15:10
von Oliver Stöhr
Danke Stefan für deinen kritischen Blick! Die Stängelglieder erscheinen tatsächlich etwas lang, jedoch die Blütenstände doch dichter geknäuelt und die Deckblätter die Blüten nicht überragend. Ob sich die Perigonblattspitzen noch spreizen, ist unklar, denn eine Fruchtreife ist nicht gegeben. Ich lege das mal vorsichtshalber unter Scleranthus annuus agg. ab und habe den Titel angepasst.
Viele Grüße
Oliver

Re: Platanus x hispanica und Scleranthus cf. polycarpos in Mörbisch

Verfasst: Donnerstag 3. Juni 2021, 18:30
von Stefan Lefnaer
Vielleicht ist ja auch der Schlüssel tlw. falsch, was erklären würde, dass die Art selten gefunden wird.

Re: Platanus x hispanica und Scleranthus cf. polycarpos in Mörbisch

Verfasst: Freitag 4. Juni 2021, 09:06
von Peter Pilsl
Ja, die Schlüsselmerkmale sind nicht immer ganz "im Rahmen". Mir ist aufgefallen, dass Scleranthus polycarpos eine recht typische, fast kandelaberartige Wuchsform hat. So gehen die Triebe in der Regel von der Wurzel wenige Zentimeter flach auf die Seite und seigen dann senkrecht auf
Hier zur Illustration ein paar Belege aus Salzburg:
http://131.130.131.10/herbaria/jacq-vie ... lsl_010554
http://131.130.131.10/herbaria/jacq-vie ... lsl_013354
http://131.130.131.10/herbaria/jacq-vie ... lsl_019300
http://131.130.131.10/herbaria/jacq-vie ... lsl_021244