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Lathyrus hirsutus et al. im Seewinkel

Verfasst: Dienstag 6. Juni 2017, 22:01
von Jürgen Baldinger
Wieder eine Woche im geliebten Seewinkel! Wie immer faszinierend, dass Raritäten wie Silene viscosa hier in Massenbeständen neben der (Schotter-)Straße wachsen
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oder unweit von Weingärten und deren nitrophytisch geprägten Grünschnitt-Haufen Artemisia santonicum (am Fundpunkt bei der Neubruchlacke var. erecta). Die faszinierende Flora des Gebiets ist ja bekannt, ich beschränke mich daher auf Anthyllis vulneraria subsp. polyphylla, der Steppen-Echt-Wundklee, von den anderen Unterarten des Echt-Wundklees unter anderem unterschieden durch die 8 bis 12 mm lange, nicht rauchgraue Krone und eine abstehende Behaarung im unteren Teil des Stängels; die Blättchen der oberen Stängelblätter sind linealisch.
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Am Zaun des Apetloner Badeteiches Richtung Neubruchlacke einige wenige Exemplare Lathyrus hirsutus, im Pannonikum selten auf Getreideäckern, Ruderalstellen und in Steinbrüchen.
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Bei der Rosaliakapelle sollen Trifolium striatum, T. retusum und T. angulatum vorkommen, ich habe heute allerdings nur, neben T. pratense, T. repens und T. incarnatum, abblühendes T. striatum und T. arvense gefunden.

Re: Lathyrus hirsutus et al. im Seewinkel

Verfasst: Mittwoch 7. Juni 2017, 14:00
von Jürgen Baldinger
Ich sehe gerade, dass angulatum von der Rosaliakapelle nicht bekannt ist - jedes weitere Vorkommen wäre ja auch eine kleine Sensation. Habe ich falsch in Erinnerung gehabt:
www.zobodat.at/pdf/NEIL_7_0103-0117.pdf

Der Vollständigkeit halber sei noch kurz nachgetragen, dass auch campestre dort wuchs.