"Phyteuma spicatum ssp. coeruleum" im Virgental
Verfasst: Freitag 7. Juli 2017, 21:45
Liebe alle,
hier noch ein kurzer kritischer Beitrag zu bläulich blühenden "Phyteuma spicatum"-Formen, die ich vorgestern in der hochmontanen Stufe im Virgental (Osttirol) am Aufstieg zur Bergersee-Hütte recht zahlreich in lichten Nadelwäldern angetroffen habe. Diese werden in der EFÖLS aufgund ihrer Blütenfarbe als "ssp. coeruleum " gegen die typische weißblühende ssp. spicatum abgetrennt.
Ich setze hier bewusst Phyteuma spicatum und diese Subspecies unter Anführungszeichen, da ich bei den angetroffenen Individuen eher an hybridogene Einflüsse (bzw. Hybridschwärme) glaube und weniger an diese (für mich zweifelhafte) Unterart. Zur Erläuterung: Im Gebiet kommt auch Phyteuma ovatum vor, die sich im Regelfall durch schwarzviolette Blüten von P. spicatum ssp. spicatum unterscheidet. Und jetzt wirds konfus: In der EFÖLS steht bei dieser Art, dass diese in Hochlagen auch gelblich-weiße Kronen haben kann. Diese Anmerkung dürfte noch auf A. Polatschek zurückgehen, der schon bei einer früheren Botanikertagung in Wien diese (seine) Geländeerfahrung angemerkt hat. Nun stellt sich aber die Frage, wie solche weißlich blühenden ovatum-Formen dann von typischem spicatum abzutrennen sind, zumal es außer der Blütenfarbe keine anderen Unterschiedungsmerkmale gibt bzw. mir bekannt sind. Und weiters: Warum sollte es nicht Kreuzungen zwischen ovatum und spicatum geben, die ev. als Resultat die "ssp. coeruleum" darstellen?
Bei den von mir angetoffenen Formen variiert der Blauton von hellblau bis lila (siehe Bilder), was für mich die Hybridthese erhärtet. Habt ihr Erfahrungen mit diesen Formen?
Viele Grüße
Oliver
hier noch ein kurzer kritischer Beitrag zu bläulich blühenden "Phyteuma spicatum"-Formen, die ich vorgestern in der hochmontanen Stufe im Virgental (Osttirol) am Aufstieg zur Bergersee-Hütte recht zahlreich in lichten Nadelwäldern angetroffen habe. Diese werden in der EFÖLS aufgund ihrer Blütenfarbe als "ssp. coeruleum " gegen die typische weißblühende ssp. spicatum abgetrennt.
Ich setze hier bewusst Phyteuma spicatum und diese Subspecies unter Anführungszeichen, da ich bei den angetroffenen Individuen eher an hybridogene Einflüsse (bzw. Hybridschwärme) glaube und weniger an diese (für mich zweifelhafte) Unterart. Zur Erläuterung: Im Gebiet kommt auch Phyteuma ovatum vor, die sich im Regelfall durch schwarzviolette Blüten von P. spicatum ssp. spicatum unterscheidet. Und jetzt wirds konfus: In der EFÖLS steht bei dieser Art, dass diese in Hochlagen auch gelblich-weiße Kronen haben kann. Diese Anmerkung dürfte noch auf A. Polatschek zurückgehen, der schon bei einer früheren Botanikertagung in Wien diese (seine) Geländeerfahrung angemerkt hat. Nun stellt sich aber die Frage, wie solche weißlich blühenden ovatum-Formen dann von typischem spicatum abzutrennen sind, zumal es außer der Blütenfarbe keine anderen Unterschiedungsmerkmale gibt bzw. mir bekannt sind. Und weiters: Warum sollte es nicht Kreuzungen zwischen ovatum und spicatum geben, die ev. als Resultat die "ssp. coeruleum" darstellen?
Bei den von mir angetoffenen Formen variiert der Blauton von hellblau bis lila (siehe Bilder), was für mich die Hybridthese erhärtet. Habt ihr Erfahrungen mit diesen Formen?
Viele Grüße
Oliver