Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die von mir als Cotoneaster apiculatus vorgestellten Pflanzen von Gaspoltshofen sind Cotoneaster hjelmqvistii zuzuordnen, wie eine genauere Beschäftigung mit diesem Vorkommen ergeben hat. Vergangene Woche besuchte ich das Vorkommen, um die Herbstfärbung der Blätter, deren Zustand und die Früchte prüfen zu können. Alles spricht für Cotoneaster hjelmqvistii, was mir auch von Filip Verloove bestätigt wurde.
Die Zweige sind weniger dicht mit Blättern bestückt, kein auffallendes Frischgrätmuster, Blätter sind dünner als bei C. horizontalis, rundlich bis fast kreisrund, z.T. mit aufgesetzten Spitzen, Früchte orange-rot, ca. 7 mm groß, Blätter Mitte Oktober leuchtend rot, bereits im Abfallen begriffen, ... So lassen sich diese Pflanzen von Cotoneaster horizontalis gut abgrenzen.
Und von Cotoneaster apiculatus? Nach dem Bestimmungsschlüssel in Stace (2019) sollte C. apiculatus eher spitz auslaufende bis zugespitze Blätter besitzen und leuchtend rote, 10-12 mm große Früchte.
Also bitte prüft besonders große (1 m bis 1,5 m hohe) "Cotoneaster horizontals"-Pflanzen, die kein eindeutiges "Fischgrätmuster" besitzen auf Cotoneaster hjelmqvistii (siehe auch die Webseite von Filip Verloove
https://alienplantsbelgium.myspecies.in ... elmqvistiiLiebe Grüße und allen einen schönen, leuchtenden Herbst
Michael