Stotzing - Besucherprobleme
Verfasst: Montag 29. April 2024, 07:52
Nachdem auch heuer wieder in diesem Forum ein Bildbericht über Stotzing eingestellt wurde, einige Anmerkungen, hoffentlich auch zum Nachdenken.
viewtopic.php?f=38&t=4055&start=10#p25151
Stotzing ist ein geschützter Lebensraum, dementsprechend gelten dort besondere Regeln. Eine der Hauptregeln ist, Betreten nur auf Wegen gestattet. Es gibt dort aber nur einen offiziellen Weg, und der verläuft von unten nach oben blickend relativ weit rechts am Rand der Wiese.
Seit rund 4 Jahren gibt es auf diesem Standort einen sehr starken Besucherandrang. Zur Hochsaison der Orchideen tummeln sich dort zahlreiche Besucher, die kreuz und quer durch die Wiese marschieren. Dementsprechend gibt es zahlreiche Trittschäden, um besondere Pflanzen sind schon mehrmals Meterbreite „Flachstellenkreise“ zum Beobachten gewesen. Das von Besonderheiten auch noch die Blütenstängel nach der Reihe verschwinden, ist ein eigenes Phänomen.
Öfter wurden Familiengruppen beobachtet, wo eine Person Orchideenfotos macht, und die restlichen Personen (Kinder und teilweise auch Hunde) herumspielen, ohne irgendeinen Blick auf den Boden.
Das um „besondere“ Pflanzen keine Rücksicht auf alles andere daneben genommen wird, ist jetzt leider keine Spezialität von Stotzing, aufgrund der Dichte sind aber leider in Stotzing dann zum Beispiel gleich zahlreiche Ophrys holoserica Kollateralschäden.
Abseits der Orchideen gibt es aber natürlich noch viele weitere botanische Arten, von den Insekten ganz zu schweigen. Es gibt dort auch eine hochinteressante und absolut schützenswerte Schmetterlingsfauna.
Das Ganze wurde dann auch der Naturschutzbehörde zu viel. Im Juni 2022 hat es eine Begehung mit Behördenvertretern gegeben. Seit vorigem Jahr gibt es nun eine relativ strenge Überwachung durch die Berg- und Naturwacht. Personen die abseits der Wege angetroffen werden, werden angesprochen, einsichtige im Normalfall ermahnt, uneinsichtige oder Wiederholungstäter werden zur Anzeige gebracht.
Die Behörde kennt natürlich auch die Standorte von besonderen Pflanzen, und keine dieser Besonderheiten steht direkt neben dem offiziellen Weg.
Es ist daher schon allgemein nicht mehr besonders ideal Fundberichte aus Stotzing im Internet zu veröffentlichen. Wenn man dann noch Fotos einstellt, aus denen klar ersichtlich ist (aufgrund der Gegend weil zum Bsp. der linke Wiesenrand klar ersichtlich ist oder aufgrund der Pflanzen) dass man abseits des Weges unterwegs war, ist das nicht mehr sehr schlau.
Die Behörde fühlt sich dadurch bestätigt, dass die Orchideenbeobachter sich nicht an die Regeln halten wollen. Sehr vielen Orchideeninteressierten ist die Problematik inzwischen bekannt, durch den Bericht von heuer dürften aber noch nicht Alle die Problematik dort erkannt haben.
Ausnahme von den Wegegebot gibt es nur für Besitzer von einer offiziellen Ausnahmegenehmigung. Für Orchideen“forscher“ gibt es so eine Ausnahmebewilligung meines Wissens nach aber derzeit nicht, und mit dem gezeigten Verhalten wird es so etwas vermutlich auch nie geben. Die Artenvielfalt ist inzwischen auch der Behörde bekannt (Daten wurde aber im Wesentlichen nur durch eine Person an die Behörde weitergegeben). Neuheiten bei den Orchideen sind nicht mehr im Großen zu erwarten (wobei voriges Jahr doch wieder etwas Neues wiederentdeckt wurde).
Wenn jemand dort einen Besuch macht, kann und muss jeder selbst entscheiden, wo er unterwegs ist. Aber es wäre mehrfach zu überlegen, ob man das gesehene dann auch unbedingt im Internet präsentieren muss, bzw. ob unbedingt die Lokalität genannt werden muss.
Wobei bei einzelnen "Amtsbekannten" Pflanzen auch ohne Fundortnennung sofort klar ist, wo die steht, selbst wenn man nur Burgenland als Fundpunkt angibt.
LG Markus
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Stotzing ist ein geschützter Lebensraum, dementsprechend gelten dort besondere Regeln. Eine der Hauptregeln ist, Betreten nur auf Wegen gestattet. Es gibt dort aber nur einen offiziellen Weg, und der verläuft von unten nach oben blickend relativ weit rechts am Rand der Wiese.
Seit rund 4 Jahren gibt es auf diesem Standort einen sehr starken Besucherandrang. Zur Hochsaison der Orchideen tummeln sich dort zahlreiche Besucher, die kreuz und quer durch die Wiese marschieren. Dementsprechend gibt es zahlreiche Trittschäden, um besondere Pflanzen sind schon mehrmals Meterbreite „Flachstellenkreise“ zum Beobachten gewesen. Das von Besonderheiten auch noch die Blütenstängel nach der Reihe verschwinden, ist ein eigenes Phänomen.
Öfter wurden Familiengruppen beobachtet, wo eine Person Orchideenfotos macht, und die restlichen Personen (Kinder und teilweise auch Hunde) herumspielen, ohne irgendeinen Blick auf den Boden.
Das um „besondere“ Pflanzen keine Rücksicht auf alles andere daneben genommen wird, ist jetzt leider keine Spezialität von Stotzing, aufgrund der Dichte sind aber leider in Stotzing dann zum Beispiel gleich zahlreiche Ophrys holoserica Kollateralschäden.
Abseits der Orchideen gibt es aber natürlich noch viele weitere botanische Arten, von den Insekten ganz zu schweigen. Es gibt dort auch eine hochinteressante und absolut schützenswerte Schmetterlingsfauna.
Das Ganze wurde dann auch der Naturschutzbehörde zu viel. Im Juni 2022 hat es eine Begehung mit Behördenvertretern gegeben. Seit vorigem Jahr gibt es nun eine relativ strenge Überwachung durch die Berg- und Naturwacht. Personen die abseits der Wege angetroffen werden, werden angesprochen, einsichtige im Normalfall ermahnt, uneinsichtige oder Wiederholungstäter werden zur Anzeige gebracht.
Die Behörde kennt natürlich auch die Standorte von besonderen Pflanzen, und keine dieser Besonderheiten steht direkt neben dem offiziellen Weg.
Es ist daher schon allgemein nicht mehr besonders ideal Fundberichte aus Stotzing im Internet zu veröffentlichen. Wenn man dann noch Fotos einstellt, aus denen klar ersichtlich ist (aufgrund der Gegend weil zum Bsp. der linke Wiesenrand klar ersichtlich ist oder aufgrund der Pflanzen) dass man abseits des Weges unterwegs war, ist das nicht mehr sehr schlau.
Die Behörde fühlt sich dadurch bestätigt, dass die Orchideenbeobachter sich nicht an die Regeln halten wollen. Sehr vielen Orchideeninteressierten ist die Problematik inzwischen bekannt, durch den Bericht von heuer dürften aber noch nicht Alle die Problematik dort erkannt haben.
Ausnahme von den Wegegebot gibt es nur für Besitzer von einer offiziellen Ausnahmegenehmigung. Für Orchideen“forscher“ gibt es so eine Ausnahmebewilligung meines Wissens nach aber derzeit nicht, und mit dem gezeigten Verhalten wird es so etwas vermutlich auch nie geben. Die Artenvielfalt ist inzwischen auch der Behörde bekannt (Daten wurde aber im Wesentlichen nur durch eine Person an die Behörde weitergegeben). Neuheiten bei den Orchideen sind nicht mehr im Großen zu erwarten (wobei voriges Jahr doch wieder etwas Neues wiederentdeckt wurde).
Wenn jemand dort einen Besuch macht, kann und muss jeder selbst entscheiden, wo er unterwegs ist. Aber es wäre mehrfach zu überlegen, ob man das gesehene dann auch unbedingt im Internet präsentieren muss, bzw. ob unbedingt die Lokalität genannt werden muss.
Wobei bei einzelnen "Amtsbekannten" Pflanzen auch ohne Fundortnennung sofort klar ist, wo die steht, selbst wenn man nur Burgenland als Fundpunkt angibt.
LG Markus