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Kollateralbotanik bei der Vogelrunde um Breitenbrunn
Verfasst: Mittwoch 22. April 2020, 15:48
von kurt nadler
Das BirdLife-Brutvogelmonitoring ist auch botanisch sehr interessant, zumal es tages- und jahreszeitlich standardisiert stattfindet: man geht jedes Jahr zweimal - im April und Mai - dieselbe Strecke. Also ein toller langjähriger Vergleich, was sich im Lauf der Zeit und auch abhängig von Niederschlag und Phänologie jeweils sich so tut bzw. auch ändert. An der seit 2009 gemonitorten Strecke im Seevorland zwischen Jois und Purbach (den letzten Teil musste ich heute abbrechen, soll übermorgen nachgeholt werden) ändert sich auch je nach Wissensstand, was man beiläufig betrachtet (eigentlich feststellt, zum Betrachten ist keine Zeit) und was nicht. Einiges nachfolgend Präsentierte kommt im Forum schon vor, anderes ist neu. Bspw. habe ich diesmal erstmals bewusst zur Kenntnis genommen, dass ich am mir bislang größten bekannten österreichischen Bestand von Arundo donax Jahr für Jahr vorbeigehe - neben fast massenhaft versamtem Cercis siliquastrum. Calepina irregularis, erst im Vorjahr für die Exkursionsvorbeitung für die Oberösterreicher kennengelernt, steht auch rum; desgleichen Erysimum repandum, im Vorjahr bei Prellenkirchen kennengelernt. Anderes ist ein alter Hut und freut einen jährlich wie der weiße Papaver dubium. Oder Equisetum ramosissimum.
Re: Kollateralbotanik bei der Vogelrunde
Verfasst: Mittwoch 22. April 2020, 15:57
von kurt nadler
Teil 2 mit ein wenig Zoologie
Re: Kollateralbotanik bei der Vogelrunde
Verfasst: Mittwoch 22. April 2020, 16:09
von kurt nadler
So der Teil 3. Noch wesentlich unscheuer war vor ein paar Jahren ein Rallenreiher; diesmal Purpurreiher. Heuer ists´s trocken wie noch nie auf meiner Tour, dementsprechend schlecht für Limikolen (Watvögel).
Es ist zu hoffen, dass die "Wiesenrückführungen" im Seevorland formalen Grünlandstatus haben, sonst schreibt die EU-Bürokratie vor, dass sie alle paar Jahre umzubrechen sind (wenn formal Ackerstatus vorliegt; den kann man für einen gewissen Teil seiner Grundstücksfläche auch aktiv aus Wiesenwidmung umwandeln; es gibt nach wie vor kein durchgehendes Wiesenumbruchsverbot).
Re: Kollateralbotanik bei der Vogelrunde um Breitenbrunn
Verfasst: Donnerstag 30. April 2020, 07:55
von kurt nadler
Es gibt auch eine "obere" Monitoringrunde, Erstbegehung heuer am 23.4.:
Re: Kollateralbotanik bei der Vogelrunde um Breitenbrunn
Verfasst: Donnerstag 30. April 2020, 08:06
von kurt nadler
Teil 2 - Leithagebirge oberhalb von Breitenbrunn
Re: Kollateralbotanik bei der Vogelrunde um Breitenbrunn
Verfasst: Donnerstag 30. April 2020, 08:16
von kurt nadler
Teil 3 - Leithaberg Breitenbrunn rund um die Kulturland-Exklave "Hoadl".
Re: Kollateralbotanik bei der Vogelrunde um Breitenbrunn
Verfasst: Donnerstag 30. April 2020, 08:40
von kurt nadler
Teil 4 - Leithagebirgsabhang Breitenbrunn - Winden, hier liegt
viewtopic.php?f=23&t=2028&hilit=gr%C3%BC%C3%9Fe+aus+dem+fr%C3%BChlingswald (Bild 4). Die ersten drei Bilder an zuwachsenden Niederwaldwegen - wohl alle schon im Kalkgebiet.
Re: Kollateralbotanik bei der Vogelrunde um Breitenbrunn
Verfasst: Donnerstag 30. April 2020, 08:48
von kurt nadler
Teil 5 - rein nach Winden (oberer Ortsrand) zur Mühle des Künstlers Wander Bertoni.
Re: Kollateralbotanik bei der Vogelrunde um Breitenbrunn
Verfasst: Donnerstag 30. April 2020, 22:24
von Stefan Lefnaer
Die Brassicacee ganz oben sieht mir nach Sinapis arvensis aus.
Bunias orientalis ist übrigens leicht, weil die hat wohl als einzige purpurne Stieldrüsen.
Re: Kollateralbotanik bei der Vogelrunde um Breitenbrunn
Verfasst: Donnerstag 30. April 2020, 23:02
von kurt nadler
wär eine - noch nicht überlegte - option, wiewohl ich senf niemals (sub)ruderal gesehen hab, nur segetal und die blattln gerundeter sind. auch noch nie staudenartig mehrtriebig aufwachsend gesehen, sondern eher einzeln und dann schräg verzweigend.