Unglaublich - Todesfall Gudula Haug
Verfasst: Freitag 23. Januar 2026, 16:48
Liebe Freunde, Bekannte und Kolleg(inn)en!
Heute nacht hat uns meine vielgeliebte Gudula viel zu früh verlassen.
Wiederholt litt sie an umfangreichen Gewebswucherungen im Bauchraum und musste über die Jahrzehnte einige Operationen über sich ergehen lassen. In den letzten Jahren traten jene als unheilbares Leiomyosarkom in Erscheinung, an dessen Folgen sie nach länger fortschreitender, wenn auch an sich schmerzfreier Behinderung nun recht plötzlich in meinem Beisein verstarb. Nach außen unterließ sie die Kommunikation über ihren gesundheitlichen Zustand konsequent.
Dipl.-Ing. Gudula Haug wurde am 2.12.1965 als Tochter des akademischen Malers Egon Haug, einem passionierten Naturschützer von zipserdeutscher Herkunft, und Edeltraud Haug, einer Kosmetikerin, in Wien als einziges Kind geboren. Aufgewachsen ist sie im auennahen grünen 22. Bezirk. Ihr Dasein war von starker Naturliebe geprägt, wohl hervorgerufen durch intensive Jugenderlebnisse auf unzähligen familiären Exkursionen und Reisen und beeinflusst durch die Werthaltungen ihres Vaters und ihrer besonders tierliebenden Mutter. So schienen ihr Ausbildungsweg und ihre Berufslaufbahn trotz vielseitiger anderer Interessen vorgezeichnet. Sie studierte Landschaftsökologie und -gestaltung auf der BOKU. Ihre Schulausbildung auf einer „Knödelakademie“ vermittelte ihr umfangreiche Qualifikationen in Haushalts-, praktischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten, von denen sie dann auch in der Etablierung ihres Technischen Büros für Landschaftsplanung profitierte. Ausgehend von studienzeitlichen Naturerhebungs- und Umsetzungsprojekten etablierte sich vorerst eine innige Zusammenarbeit mit ihrer Studienkollegin DI Andrea Gross, vorm. Koller. Sie können mit ihren kommunalen Projekten ab 1989 als Pionierinnen der Biotopkartierung gelten, wobei ihre Projekte wesentlich umfangreicher als einfache Kartierungen auch raumordnerisch begründet und in gemeindepolitische Prozesse eingebunden waren. Später war sie jahrelang in der angewandten Agrarökologie vor allem in der Betreuung von ÖPUL-Naturschutzflächen sowie in naturkundlichen Erhebungen des damaligen Ökopunkteprogramms tätig, welche sie alle niederösterreichischen Landesteile naturkundlich kennenlernen ließen. Persönliche Fachexpertise wurden vor allem im Fachbereich Botanik aufgebaut. Am weiteren Lebensweg erfolgte seit 1997 eine private wie auch berufliche Partnerschaft mit mir im Rahmen diverser Aufträge im weiten Themenbereich Naturschutz, zuletzt etwa im Rahmen des Natura 2000-Schutzgutmonitorings und des österreichischen Biodiversitätsmonitorings. Der letzte Karriereabschnitt stand langjährig im Zeichen von in verschiedenen Gebieten ausgeführten botanisch begründeten Biotopkartierungen, welche umfassender Artenkenntnis bedurften. Ihr Wissen artikulierte sie nur in bescheidener und zurückhaltender Weise; es floss aber in etliche Naturschutzprojekte und in Rotlistenerstellungen ein. Ich konnte viel von ihr lernen, und sie gab mir mit ihrer intuitiven, treffsicheren Auffassungsgabe bis zuletzt zahlreiche Pflanzenbestimmungstipps. Ihr Blick für die Natur, u.a. Pflanzen und Vögel betreffend, war großartig. Abseits des Fachbereichs war es ein Genuss, von ihrer hohen praktischen Intelligenz profitieren zu können.
In intensiver Trauer:
Kurt Nadler, langjähriger Partner
Heute nacht hat uns meine vielgeliebte Gudula viel zu früh verlassen.
Wiederholt litt sie an umfangreichen Gewebswucherungen im Bauchraum und musste über die Jahrzehnte einige Operationen über sich ergehen lassen. In den letzten Jahren traten jene als unheilbares Leiomyosarkom in Erscheinung, an dessen Folgen sie nach länger fortschreitender, wenn auch an sich schmerzfreier Behinderung nun recht plötzlich in meinem Beisein verstarb. Nach außen unterließ sie die Kommunikation über ihren gesundheitlichen Zustand konsequent.
Dipl.-Ing. Gudula Haug wurde am 2.12.1965 als Tochter des akademischen Malers Egon Haug, einem passionierten Naturschützer von zipserdeutscher Herkunft, und Edeltraud Haug, einer Kosmetikerin, in Wien als einziges Kind geboren. Aufgewachsen ist sie im auennahen grünen 22. Bezirk. Ihr Dasein war von starker Naturliebe geprägt, wohl hervorgerufen durch intensive Jugenderlebnisse auf unzähligen familiären Exkursionen und Reisen und beeinflusst durch die Werthaltungen ihres Vaters und ihrer besonders tierliebenden Mutter. So schienen ihr Ausbildungsweg und ihre Berufslaufbahn trotz vielseitiger anderer Interessen vorgezeichnet. Sie studierte Landschaftsökologie und -gestaltung auf der BOKU. Ihre Schulausbildung auf einer „Knödelakademie“ vermittelte ihr umfangreiche Qualifikationen in Haushalts-, praktischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten, von denen sie dann auch in der Etablierung ihres Technischen Büros für Landschaftsplanung profitierte. Ausgehend von studienzeitlichen Naturerhebungs- und Umsetzungsprojekten etablierte sich vorerst eine innige Zusammenarbeit mit ihrer Studienkollegin DI Andrea Gross, vorm. Koller. Sie können mit ihren kommunalen Projekten ab 1989 als Pionierinnen der Biotopkartierung gelten, wobei ihre Projekte wesentlich umfangreicher als einfache Kartierungen auch raumordnerisch begründet und in gemeindepolitische Prozesse eingebunden waren. Später war sie jahrelang in der angewandten Agrarökologie vor allem in der Betreuung von ÖPUL-Naturschutzflächen sowie in naturkundlichen Erhebungen des damaligen Ökopunkteprogramms tätig, welche sie alle niederösterreichischen Landesteile naturkundlich kennenlernen ließen. Persönliche Fachexpertise wurden vor allem im Fachbereich Botanik aufgebaut. Am weiteren Lebensweg erfolgte seit 1997 eine private wie auch berufliche Partnerschaft mit mir im Rahmen diverser Aufträge im weiten Themenbereich Naturschutz, zuletzt etwa im Rahmen des Natura 2000-Schutzgutmonitorings und des österreichischen Biodiversitätsmonitorings. Der letzte Karriereabschnitt stand langjährig im Zeichen von in verschiedenen Gebieten ausgeführten botanisch begründeten Biotopkartierungen, welche umfassender Artenkenntnis bedurften. Ihr Wissen artikulierte sie nur in bescheidener und zurückhaltender Weise; es floss aber in etliche Naturschutzprojekte und in Rotlistenerstellungen ein. Ich konnte viel von ihr lernen, und sie gab mir mit ihrer intuitiven, treffsicheren Auffassungsgabe bis zuletzt zahlreiche Pflanzenbestimmungstipps. Ihr Blick für die Natur, u.a. Pflanzen und Vögel betreffend, war großartig. Abseits des Fachbereichs war es ein Genuss, von ihrer hohen praktischen Intelligenz profitieren zu können.
In intensiver Trauer:
Kurt Nadler, langjähriger Partner