Die Wälder der Hollabrunn-Mistelbach-Formation
- Hermann Falkner
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Re: Die Wälder der Hollabrunn-Mistelbach-Formation
Die Bilder vom naturnahen Mittelwald vs. Douglasienforst erinnern mich an den Hochleithenwald bei Wolkersdorf im Weinviertel, wo man dasselbe auch an mehreren Stellen beobachten kann - im Hochleithenwald gibts sowohl alte Douglasienbestände wie diese hier als auch neu aufgeforstete Parzellen.
Tut regelrecht weh, sowas beobachten zu müssen.
Tut regelrecht weh, sowas beobachten zu müssen.
- Stefan Lefnaer
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Re: Die Wälder der Hollabrunn-Mistelbach-Formation
Heute habe ich mir den westlichen Hollabrunner Wald (Schwarzwald) in Qu. 7462-2, das ist ungefähr der Bereich zwischen Mariathal und Weyerburg, angesehen. Eigentlich wollte ich dort den Diptam nachweisen, da ich und auch die Karte der FKÖ ihn dort bisher nicht verzeichnet haben. Zuerst sah ich mir die westexponierten, bewaldeten Hänge an. Die schauen zwar zur Zeit wunderschön aus...
..., die Krautschicht hat aber außer Maiglöckchen nicht viel zu bieten. Viele Bodenstellen sind völlig kahl. Möglicherweise liegt es am dort meist vorherrschenden Westwind, der den Waldboden austrocknet sowie das Laub wegbläst und so eine Bodenbildung behindert. Östlich des Hügelkamms fand ich dann jedoch einen ostexponierten Hügelrücken, der eine offene, grasige Fläche aufweist. Ich finde diese Stelle bemerkenswert, weil sie wohl zeigt, wie die Landschaft natürlicherweise (also zwischen dem Ende der letzten Eiszeit und dem Neolithikum) im Pannonikum ungefähr aussah.
..., die Krautschicht hat aber außer Maiglöckchen nicht viel zu bieten. Viele Bodenstellen sind völlig kahl. Möglicherweise liegt es am dort meist vorherrschenden Westwind, der den Waldboden austrocknet sowie das Laub wegbläst und so eine Bodenbildung behindert. Östlich des Hügelkamms fand ich dann jedoch einen ostexponierten Hügelrücken, der eine offene, grasige Fläche aufweist. Ich finde diese Stelle bemerkenswert, weil sie wohl zeigt, wie die Landschaft natürlicherweise (also zwischen dem Ende der letzten Eiszeit und dem Neolithikum) im Pannonikum ungefähr aussah.
- Stefan Lefnaer
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Re: Die Wälder der Hollabrunn-Mistelbach-Formation
In der Krautschicht einige typische Arten der Waldsteppe. Wobei man genaugenommen davon ausgehen muss, dass alle im Pannonikum ureinheimischen Arten (außer solche, die Sonderstandorte besiedelt) Arten der Waldsteppe sind bzw. diese zumindest auch besiedeln können. Im folgenden alphabetisch, Carex michelii NT — L6 T6 K6 F3 R7 N4 S0 :
Nun auch die gesuchte Zielart, Dictamnus albus VU — L7 T8 K7 F3 R8 N2 S0 :
Iris variegata VU — L7 T7 K6 F2 R8 N3 S0 :
Veronica vindobonensis NT — L7 T6 K7 F4 ~ R7 N4 S0 :
Ich möchte nochmals hinschauen, wenn der Diptam und die Iris blühen und Fotos machen.
Nun auch die gesuchte Zielart, Dictamnus albus VU — L7 T8 K7 F3 R8 N2 S0 :
Iris variegata VU — L7 T7 K6 F2 R8 N3 S0 :
Veronica vindobonensis NT — L7 T6 K7 F4 ~ R7 N4 S0 :
Ich möchte nochmals hinschauen, wenn der Diptam und die Iris blühen und Fotos machen.
- Stefan Lefnaer
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Re: Die Wälder der Hollabrunn-Mistelbach-Formation
Heute habe ich mir nächst Kiblitz (westsüdwestlich von Hollabrunn) einen lichten, trocken-warmen Eichenwald angesehen. Dieser stockt auf einem südexponierten Hügelrücken der HMF. In der Baumschicht dominiert die Trauben-Eiche; v.a. Stockausschläge, nur wenige Kernwüchse sind vorhanden. Es sind erfreulicherweise keine Robinien vorhanden und der Waldboden ist ziemlich nährstoffarm. Der Wald dürfte extensiv und traditionell bewirtschaftet werden. Nachfolgend ein paar Habitatfotos:
- Stefan Lefnaer
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Re: Die Wälder der Hollabrunn-Mistelbach-Formation
In der Krautschicht dann einmal die übliche Garnitur, u.a. Carex michelii NT — L6 T6 K6 F3 R7 N4 S0 ...
...Dictamnus albus VU — L7 T8 K7 F3 R8 N2 S0 ...
...Euphorbia epithymoides VU — L7 T7 K6 F3 R8 N4 S0 ...
...Galium boreale s.str. NT , im PA VU — L7 T6 K6 F6 ~ R7 N3 S0 :
...Dictamnus albus VU — L7 T8 K7 F3 R8 N2 S0 ...
...Euphorbia epithymoides VU — L7 T7 K6 F3 R8 N4 S0 ...
...Galium boreale s.str. NT , im PA VU — L7 T6 K6 F6 ~ R7 N3 S0 :
- Stefan Lefnaer
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Re: Die Wälder der Hollabrunn-Mistelbach-Formation
Hieracium maculatum LC , im PA VU — L6 T7 K4 F4 R5 N3 S0 ...
...Iris variegata VU — L7 T7 K6 F2 R8 N3 S0 ...
...Potentilla alba VU — L6 T6 K6 F4 ~ Ri N4 S0 :
...Iris variegata VU — L7 T7 K6 F2 R8 N3 S0 ...
...Potentilla alba VU — L6 T6 K6 F4 ~ Ri N4 S0 :
- Stefan Lefnaer
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Re: Die Wälder der Hollabrunn-Mistelbach-Formation
Aber auch seltenere Arten gibt es: Viola canina subsp. canina DD — L7 T5 K3 F4 ~ R3 N3 S0 ...
...sowie ein Pflänzchen von Lathyrus pannonicus subsp. collinus EN — L8 T7 K7 F4 ~ R8 N3 S0 :
...sowie ein Pflänzchen von Lathyrus pannonicus subsp. collinus EN — L8 T7 K7 F4 ~ R8 N3 S0 :
- Stefan Lefnaer
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Re: Die Wälder der Hollabrunn-Mistelbach-Formation
Das Highlight war aber sicherlich diese kleine Schönheit des Waldes: Pulmonaria angustifolia EN — L6 T7 K6 F4 ~ R6 N3 S0 (neu für Qu. 7461-4):
Vielleicht können meine Berichte - falls sie wer liest - ein Bewusstsein für den Wert und die Notwendigkeit des Schutzes solcher lichter, trocken-warmer Wälder und Waldsteppen schaffen. Leider spielen sie im Naturschutz, so wie ich das beurteilen kann, zur Zeit eher keine Rolle bzw. werden gar nicht wahrgenommen. Der Fokus liegt hier mehr auf Halbtrockenrasen, Weiden oder "Urwäldern" etc. Dabei stehen diese Wälder den "Urwäldern" und der natürlichen Vegetation des Pannonikums sehr nahe. Von manchen "Naturschützern", die es vorziehen "Blühstreifen" anzusalben und für Naturschutz und "Renaturierung" zu halten, rede ich lieber gar nicht. Dabei hätten gerade solch naturnah erhaltenen Flächen, wie z.B. die hier beschriebene, großes Potential mit relativ geringen Mitteln seltene Arten und eine große Artenvielfalt erhalten zu können.
Vielleicht können meine Berichte - falls sie wer liest - ein Bewusstsein für den Wert und die Notwendigkeit des Schutzes solcher lichter, trocken-warmer Wälder und Waldsteppen schaffen. Leider spielen sie im Naturschutz, so wie ich das beurteilen kann, zur Zeit eher keine Rolle bzw. werden gar nicht wahrgenommen. Der Fokus liegt hier mehr auf Halbtrockenrasen, Weiden oder "Urwäldern" etc. Dabei stehen diese Wälder den "Urwäldern" und der natürlichen Vegetation des Pannonikums sehr nahe. Von manchen "Naturschützern", die es vorziehen "Blühstreifen" anzusalben und für Naturschutz und "Renaturierung" zu halten, rede ich lieber gar nicht. Dabei hätten gerade solch naturnah erhaltenen Flächen, wie z.B. die hier beschriebene, großes Potential mit relativ geringen Mitteln seltene Arten und eine große Artenvielfalt erhalten zu können.
- Stefan Lefnaer
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Re: Die Wälder der Hollabrunn-Mistelbach-Formation
Am Waldrand übrigens ein stattliches Vorkommen von Cytisus procumbens EN — L8 T8 K7 F2 R7 N2 S0 :
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