Flora Rom und Neapel

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Jürgen Baldinger
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Flora Rom und Neapel

Beitragvon Jürgen Baldinger » Mittwoch 29. Juli 2026, 11:00

Wir sind gerade in Rom und Neapel. Punkto Ruderalflora fallen mir in der Ewigen Stadt keine großen Unterschiede zur provencalischen und ligurischen Küste auf. Zwischen Meer und Stadt, entlang der Bahntrasse, gibt es weitläufig monodominante Arundo donax-Bestände wie eh überall in Mittelitalien, zahlreich auch Robinien und Götterbäume. Erstere habe ich innerhalb der Stadt noch nicht gesehen, zweitere dürften etwa so verbreitet wie in Wien sein. Tribulus terrestris und Heliotropium europaeum sind häufig, ebenso wie eine meiner absoluten mediterranen Lieblingsarten, Capparis spinosa – für mich immer wieder ein Wunder, wie diese üppig sprießende Pflanze auf heißen, sogar verfugten Mauern gedeihen kann.
tribulus terrestris und heliotropium europaeum rom latium italien_20260728_173657.jpg
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capparis spinosa rom latium italien_20260728_173919.jpg
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Verbascum sinuatum
verbascum sinuatum rom latium italien_20260728_173850.jpg
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Und selbst auf ausgedörrten Parkrasen...
giardini di via sannio_20260728_163124.jpg
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...findet sich gelegentlich noch pflanzliches Leben, etwa Centaurea calcitrapa.
centaurea calcitrapa rom latium italien_20260728_163257.jpg
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Die ruderale Zukunft auch bei uns, was Sorghum halepense betrifft?
sorghum halepense rom latium italien_20260728_174455.jpg
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Solanum cf. villosum
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Hier in Rom scheint Cichorium intybus nicht selten zu sein.
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"(...) gib ihnen noch zwei südlichere Tage (...)"

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Jürgen Baldinger
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Re: Flora Rom und Neapel

Beitragvon Jürgen Baldinger » Freitag 31. Juli 2026, 22:24

hier auf den Außenmauern der Vatikanischen Museen noch die häufige Ruderalart Sonchus tenerrimus
sonchus tenerrimus rom latium italien_20260729_152702 21.31.02.jpg
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Wenn meine Beobachtung stimmt, dass Robinien offenbar in der Provence Richtung Westen langsam seltener werden, hat das anscheinend nichts mit der Sommerhitze zu tun, sondern eher mit dem Niederschlag, wie ich auf der Fahrt Richtung Kampanien feststellen musste (Marseille: 544 mm Jahresniederschlag; Neapel 895 mm): Entlag der Bahntrasse stehen jedenfalls noch genug herum. Übrigens habe ich in Aversa (gepflanzt) neben dem Bahnhof eine Linde und eine Fichte gesehen, das war doch eher unerwartet.

In Pompeii gab es für mich heute jedenfalls zwei neue Arten. Zum einen meine dritte Phagnalon-Art, Ph. rupestre...
phagnalon rupestre pompeii kampanien italien_20260731_093726.jpg
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...wie auch die Lippenblütlerin Micromeria graeca. Kann jemand die beiden vielleicht bestätigen?
micromeria graeca pompeii kampanien italien_20260731_093648.jpg
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in einem Schacht Adiantum capillus-veneris
adiantum capillus-veneris pompeii kampanien italien_20260731_101926.jpg
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Arundo donax Ipomoea-dekoriert
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"(...) gib ihnen noch zwei südlichere Tage (...)"


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