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Hainburg - Röthelstein
Verfasst: Dienstag 9. Juli 2019, 00:51
von kurt nadler
Grüß Euch!
Hitzewelle vorbei und eine kleine Stadterledigung in Hainburg - beste Gelegenheit zum bissl Botanisieren, diesmal ausnahmsweise mitm Fischadler im Gepäck und Lupe!
Nun Bilder Teil 1, 8.7.2019, zuerst Altstadt / Ungartor, dann Runde von Hainburg am Donaubegleitweg zum Röthelstein und am Oberhangweg wieder zurück zum Uferparkplatz.
Re: Hainburg - Röthelstein
Verfasst: Dienstag 9. Juli 2019, 01:04
von kurt nadler
Bilder Teil 2:
Geranium sibiricum (danke an Jock und Norbert S.) gibt´s hier am ungefähren G. divaricatum-Fundort (nach mündlicher Mitteilung von Prof. Fischer) kleinflächig in ziemlichem Massenbestand beim Standort des historischen Gasthauses vorm Röthelsteinanstieg.
Dann Röthelsteiner (von verschiedneen Hügeln) Verbascum lychnitis, ?? mit austriacum-Einschlag?? Jedenfalls Staubblätter nicht rot.
Re: Hainburg - Röthelstein 8.7.2019
Verfasst: Dienstag 9. Juli 2019, 01:27
von kurt nadler
Bilder Teil 3:
Röthelsteiner Felskuppen:
Orobanche - kennt sich wer aus? Wirte unbekannt.
Gelbe blühende niedrig, braune verdorrte knapp 0,5 m groß.
Siehe Bildbeschriftungen.
Re: Hainburg - Röthelstein
Verfasst: Dienstag 9. Juli 2019, 01:56
von kurt nadler
Teil 4:
Elymus cf. hispidus, Thalictrum minus ohne für Fischadler passende Merkmalskombi für Unterart: frühblühend, 150 cm hoch, Stängel relativ gerad, schwach gerillt, kahle Pflanze,; ein paar Details siehe Bilder.
Parietaria officinalis in einem der größten mir bekannten Vorkommen:
Verzweigungen sind eine extreme Ausnahme, jedoch gibt es regelmäßig im unteren Pflanzenteil Achselkurztriebe, 60-80 cm Höhe werden kaum überschritten, Samengröße (Länge) etwa 1,1-1,2 mm (bei Bedarf Belegfoto lieferbar), (was ist Fruchtgröße im Fischadler??), Blattglanz ist schwach.
Re: Hainburg - Röthelstein
Verfasst: Dienstag 9. Juli 2019, 02:00
von kurt nadler
Teil 5 von 5:
Felstrockenrasen mit Allium flavum in Vollblüte.
Wirklich bemitleidenswert und kaum zu erkennen: Campanula bononiensis.
Re: Hainburg - Röthelstein
Verfasst: Dienstag 9. Juli 2019, 06:24
von Stefan Lefnaer
Hallo Kurt,
die karottenrote Sommerwurz sieht nach Orobanche kochii aus. War Centaurea scabiosa (Wirt) in der Nähe?
Schöne Grüße
Stefan
Re: Hainburg - Röthelstein
Verfasst: Dienstag 9. Juli 2019, 06:51
von Stefan Lefnaer
Und die Früchte (=Nüsse) von
Parietaria sind die kleinen schwarzgrünen Dinger:

1,1-1,2 mm ist natürlich viel zu klein für
P. officinalis. Vielleicht ist das doch kein gutes Merkmal? Bei meinen Floridsdorferinnen passte es.
Re: Hainburg - Röthelstein
Verfasst: Dienstag 9. Juli 2019, 07:19
von Hermann Falkner
Hallo Kurt,
bei Viola hätt ich am Bild zumindest V. hirta erkannt, bild ich mir ein, odorata und suavis gibts dort aber natürlich auch.
War gestern, im Vorbeifahren, auch ganz kurz am Braunsberg, der ist dzt wirklich ganz unglaublich dürr! Sehr aktive Gelsen haben mich aber rasch verjagt.
Re: Hainburg - Röthelstein
Verfasst: Dienstag 9. Juli 2019, 08:11
von kurt nadler
vielen dank für bestimmungshilfe und kritische beiträge!
ad viola: kann gut sein, tatsächlich hält die abgebildete viola cf. od. dem reinzoomen nicht gut stand. ich werd die beschriftung korrigieren.
siehe nun neues foto, wo´s glaub ich passt (bild ist eigentlich hochformat).
gelsen ja, aber aushaltbar, kaum auf den offenflächen.
ad orobanche cf. kochii: ja, reichlich centaurea scabiosa, aber etwas entfernt!
so sollen die samen also, weil hartschalig, auch gleichzeitig (oder präziser) früchte sein. akzeptiert. auch ich hatte an einer pflanze einen schwarzen und einen "grünbauchigen". am foto - unten angehängt - gäbe es größenmäßig noch spielraum nach oben. unter der lupe - na ja. genug auftrag, mir das hinkünftig öfter anzuschaun. und auf die judaica-samen bin ich gespannt.
bei teil 5 hab ich zuvor noch campanula bononiensis ergänzt. vorm bücken hatte ich mir schon gedacht, ich hätte da lithospermum off. vor mir.
Re: Hainburg - Röthelstein
Verfasst: Dienstag 9. Juli 2019, 08:23
von Stefan Lefnaer
Die Parietaria-Früchte muss man wohl der Länge nach messen. Dann könnte es auch passen.
O. kochii ist es dann ziemlich sicher. Es blühen auch kaum andere z.Z.