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Pannonische Sippe von Crepis biennis

Verfasst: Dienstag 9. Juli 2019, 20:13
von kurt nadler
Als zuagroaster Pannonier mit herzynisch-oberösterreichischem Migrationshintergrund hat mich immer schon die wochenlang spätere Blütezeit von Crepis biennis in der pannonischen Niederung im Vergleich mit submontanen bis montanen nordwestösterreichischen Vorkommen höchstgradig verwundert.
Nun möchte ich die mir geläufige östliche Tieflagensippe mit ein paar Grobmerkmalen präsentieren. Vielleicht steuert wer weitres Merkmalsmaterial bei. Ich weiß nicht, ob es markantere Unterschiede zu den "typischeren" Formen gibt. Mir kommt unsre östliche aber ein wenig gar "borstig" vor.
Gemeinsam mit der Intensiv- und Fettwiesensippe der subatlantischen Grünlandregionen hat die Art ihr erhöhtes Wasserbedürfnis, wenigstens in Form von ausreichender Luftfeuchte. Ihr Standort ist aber gut durchlüftet und grundsätzlich "frisch", nie feucht; jedenfalls ziemlich stickstoffreich und kaum oder nie vollsonnig. In unsrem Hintaus lässt sie hinten in freierer, baumärmerer Lage schnell aus.
Hier Fotos vom 3.7.2019 aus Prellenkirchen - Ortsmitte, unsrem Hof (in Breitenbrunn gedeiht sie genauso konkurrenzkräftig); gestern auch entlang des Röthelsteinwegs bei Hainburg blühend.
Die Blattspreitenform ist auch innerhalb der Mikropopulation höchst variabel.

Re: Pannonische Sippe von Crepis biennis

Verfasst: Dienstag 9. Juni 2020, 09:21
von kurt nadler
Vorgestern (7.6.2020) öffnete sich unter dichtem Blütenbesucherandrang der allererste Blütenkopf unserer pannonischen Crepis biennis - vgl. dazu viewtopic.php?f=4&t=2180&p=10754&hilit=crepis+biennis#p10754 - diesmal in der Breitenbrunner, nicht Prellenkirchner Population, die aber der gleichen Sippe angehört. Dazu noch ein paar Bilder: