spät blühende Formen von Gymnadenia conopsea
Verfasst: Samstag 17. September 2022, 11:35
Ich stelle hier ein Thema vor, welches mich immer wieder bei Orchideenbeobachtungsexkursionen einholt und bis jetzt für mich nicht lösbar ist, bzw. aus meiner Sicht auch bis jetzt nur selten in der Literatur dargestellt wird.
Es sind die später blühende Formen von Gymnadenia conopsea.
Die „Ideensammlung“ zu diesem Beitrag wurde ab Juni 2022 gestartet. Inzwischen habe ich mitbekommen, das im Herbst 2022 ein Buch über die Gattung Gymnadenia erscheinen wird. Möglicherweise wird dort auf die diversen Sippen eingegangen.
Es wäre trotzdem interessant, ob und wie andere Orchideenfreunde diese Pflanzen bis jetzt behandeln, bzw. ob es weitere Literatur zu diesen Sippen inzwischen gibt, eventuell auch mit Österreichbezug.
Interessant wäre auch, wie das (oder ob das überhaupt) in der Neuauflage der EXFLÖ gehandhabt wird.
Von mir sind solche Pflanzenbilder inzwischen mit dem eigen erfundenen (Arbeitsnamen) Gymnadenia conopsea f. odorata beschriftet.
Basis dafür ist eine Arbeit aus dem Jahr 2001 von Dworschak, welche aktualisiert inzwischen auch im Internet als Zusammenfassung hinterlegt ist.
DWORSCHAK, W. (2001): Versuch einer Gliederung der verschiedenen Erscheinungsformen von Gymnadenia conopsea in Südbayern – Ber. Arbeitskrs. Heim. Orchid. 18 (1): 193-207.
http://www.aho-bayern.de/pdf_docs/gymnadenia.pdf
Darin wird die stark duftende und nach der normalen Gymnadenia conopsea blühende Art als Gymnadenia splendida var. odorata vorgestellt.
Gymnadenia splendida ist aber aus Österreich meines Wissen nicht nachgewiesen. Die Art wird im Buch Orchideen Europas als kritische Sippe geführt. Gymnadenia splendida var. odorata ist als Synonym bei Gymnadenia densiflora geführt.
Und somit schließt sich eigentlich der Kreis der Unklarheiten bei mir.
Eine „Lösungsidee“ für die später blühenden Gymnadenia ist ja die inzwischen in den Artrang erhobene Gymnadenia densiflora. Die hat gemäß dem Buch Orchideen Europas Pflanzenhöhen von 40 bis 100cm (Gymnadenia conopsea bis 55cm), sollten aber wohl dichtblühend und vielblütig sein.
Die Erstbeschreibung von Gymnadenia densiflora stammt offenbar aus dem Jahr 1839 (A.Dietr., Allg. Gartenzeitung 7: 170 (1839), , ist dort aber relativ „spartanisch“ angeführt.
Einige Beispiele aus der aktuellen Beobachtungungen von mir:
Wenn die „normale“ Gymnadenia conopsea in Vollblüte steht, erscheinen in gleichen Habitaten oft knospige Pflanzen. Diese Pflanzen blühen dann, wenn G. conopsea verblüht ist, bzw. kann man in gleichen Habitaten komplett verblühte Gymnadenia Fruchtstände und blühende Gymnadeniapflanzen beobachten.
Der Blütezeitpunkt schwankt natürlich bei Gymnadenia conopsea je nach Lage (Höhenlage) gewaltig.
Im Wienerwaldraum blüht die „normale“ G. conopsea in etwa Mitte bis Ende Mai /Anfang Juni.
Die spätere Sippe blüht dann in etwa ab Mitte Juni bis Anfang Juli.
Im Voralpinen Bereich (nicht auf den Bergen selbst) rund um Lilienfeld ist die „normale“ Gynmadenia conopsea ab Mitte Juni in Blüte und verblüht in etwa Anfang Juli, die später blühende Sippe ist erst Mitte Juli in Vollblüte und Ende Juli im Verblühen.
Ideal zum Beobachten der später blühenden Sippe sind natürlich Punkte, bei denen beide Sippen, oft direkt nebeneinander vorkommen.
Beobachtungen in Nasswiesen von mir zeigen, dass in extrem trockenen Jahren alle Pflanzen dort dann auch wesentlich kleiner sind und nicht mehr als typische Gymnadenia densiflora durchgehen würden. Absolute Sicherheit würde aber nur markierte Pflanzen geben, die in trockenen und nassen Jahren (soweit es die zukünftig überhaupt noch gibt) beobachtet werden.
Manche Beobachtungspunkte von mir sind aber auch ganz normale Wiesen, keinesfalls nass, und die Exemplare entsprechen natürlich auch bei den Größen nicht (immer) Gymnadenia densiflora. Es gibt aber in diesen Wiesen eine Sippe, die klar nach Gymnadenia conopsea blüht, in der Regel auch sichtbar höher wird, und vor allem sehr stark und angenehm duftet.
Anmerkungen Hinweis und Diskussion wären erwünscht.
Die Bildblöcke sind soweit möglich sortiert.
Danke im Vor aus, Liebe Grüße Markus
Es sind die später blühende Formen von Gymnadenia conopsea.
Die „Ideensammlung“ zu diesem Beitrag wurde ab Juni 2022 gestartet. Inzwischen habe ich mitbekommen, das im Herbst 2022 ein Buch über die Gattung Gymnadenia erscheinen wird. Möglicherweise wird dort auf die diversen Sippen eingegangen.
Es wäre trotzdem interessant, ob und wie andere Orchideenfreunde diese Pflanzen bis jetzt behandeln, bzw. ob es weitere Literatur zu diesen Sippen inzwischen gibt, eventuell auch mit Österreichbezug.
Interessant wäre auch, wie das (oder ob das überhaupt) in der Neuauflage der EXFLÖ gehandhabt wird.
Von mir sind solche Pflanzenbilder inzwischen mit dem eigen erfundenen (Arbeitsnamen) Gymnadenia conopsea f. odorata beschriftet.
Basis dafür ist eine Arbeit aus dem Jahr 2001 von Dworschak, welche aktualisiert inzwischen auch im Internet als Zusammenfassung hinterlegt ist.
DWORSCHAK, W. (2001): Versuch einer Gliederung der verschiedenen Erscheinungsformen von Gymnadenia conopsea in Südbayern – Ber. Arbeitskrs. Heim. Orchid. 18 (1): 193-207.
http://www.aho-bayern.de/pdf_docs/gymnadenia.pdf
Darin wird die stark duftende und nach der normalen Gymnadenia conopsea blühende Art als Gymnadenia splendida var. odorata vorgestellt.
Gymnadenia splendida ist aber aus Österreich meines Wissen nicht nachgewiesen. Die Art wird im Buch Orchideen Europas als kritische Sippe geführt. Gymnadenia splendida var. odorata ist als Synonym bei Gymnadenia densiflora geführt.
Und somit schließt sich eigentlich der Kreis der Unklarheiten bei mir.
Eine „Lösungsidee“ für die später blühenden Gymnadenia ist ja die inzwischen in den Artrang erhobene Gymnadenia densiflora. Die hat gemäß dem Buch Orchideen Europas Pflanzenhöhen von 40 bis 100cm (Gymnadenia conopsea bis 55cm), sollten aber wohl dichtblühend und vielblütig sein.
Die Erstbeschreibung von Gymnadenia densiflora stammt offenbar aus dem Jahr 1839 (A.Dietr., Allg. Gartenzeitung 7: 170 (1839), , ist dort aber relativ „spartanisch“ angeführt.
Einige Beispiele aus der aktuellen Beobachtungungen von mir:
Wenn die „normale“ Gymnadenia conopsea in Vollblüte steht, erscheinen in gleichen Habitaten oft knospige Pflanzen. Diese Pflanzen blühen dann, wenn G. conopsea verblüht ist, bzw. kann man in gleichen Habitaten komplett verblühte Gymnadenia Fruchtstände und blühende Gymnadeniapflanzen beobachten.
Der Blütezeitpunkt schwankt natürlich bei Gymnadenia conopsea je nach Lage (Höhenlage) gewaltig.
Im Wienerwaldraum blüht die „normale“ G. conopsea in etwa Mitte bis Ende Mai /Anfang Juni.
Die spätere Sippe blüht dann in etwa ab Mitte Juni bis Anfang Juli.
Im Voralpinen Bereich (nicht auf den Bergen selbst) rund um Lilienfeld ist die „normale“ Gynmadenia conopsea ab Mitte Juni in Blüte und verblüht in etwa Anfang Juli, die später blühende Sippe ist erst Mitte Juli in Vollblüte und Ende Juli im Verblühen.
Ideal zum Beobachten der später blühenden Sippe sind natürlich Punkte, bei denen beide Sippen, oft direkt nebeneinander vorkommen.
Beobachtungen in Nasswiesen von mir zeigen, dass in extrem trockenen Jahren alle Pflanzen dort dann auch wesentlich kleiner sind und nicht mehr als typische Gymnadenia densiflora durchgehen würden. Absolute Sicherheit würde aber nur markierte Pflanzen geben, die in trockenen und nassen Jahren (soweit es die zukünftig überhaupt noch gibt) beobachtet werden.
Manche Beobachtungspunkte von mir sind aber auch ganz normale Wiesen, keinesfalls nass, und die Exemplare entsprechen natürlich auch bei den Größen nicht (immer) Gymnadenia densiflora. Es gibt aber in diesen Wiesen eine Sippe, die klar nach Gymnadenia conopsea blüht, in der Regel auch sichtbar höher wird, und vor allem sehr stark und angenehm duftet.
Anmerkungen Hinweis und Diskussion wären erwünscht.
Die Bildblöcke sind soweit möglich sortiert.
Danke im Vor aus, Liebe Grüße Markus