Heute konnte ich im Langen Thale östlich von Hollabrunn einen weiteren Fundort von
Orobanche picridis CR ausmachen. Also eigentlich fand ich schon Ende letzten Jahres abgestorbene Pfanzen, die mir interessant vorkamen, und habe heute Nachschau gehalten.
Orobanche picridis galt bereits in Österreich als verschollen und wurde vor einigen Jahren von Bruno Wallnöfer am Sauberg bei Haslach, rund 1,3 km vom hier vorgestellten Fundort, wiederendeckt. Ich konnte sie dann später an drei weiteren Stellen im Weinviertel nachweisen, siehe
Lefnaer (2021).

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Wie man sieht, kommt die sonst seltene Art hier sehr zahlreich, in insgesamt wohl mehreren Hundert Exemplaren vor:

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Man kann die schöne Sommerwurzart eigentlich recht einfach an den lang fädig ausgezogenen Kelchzipfeln und den zarten lila Streifen auf der Krone erkennen:

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Noch besser ist es natürlich, wenn man den Wirt ausfindig machen kann. In diesem Fall ist das kein Problem. Man sieht sehr schön, wie eng umschlungen die beiden,
Orobanche picridis und
Picris hieracioides, miteinander wachsen. Wobei es sich um eine ziemlich toxische, einseitig besitzergreifende Beziehung handelt.

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Hier dürfte überhaupt ein ziemlich hartes Pflaster für Nichtparasiten vorherrschen. Auch
Melampyrum arvense VU , ein Halbschmarotzer und ebenfalls zu Familie der Orobanchaceen zugehörig, ist reichlich vertreten:

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