Doislau - Amstetten: Gentianella et al.
Verfasst: Sonntag 12. Oktober 2025, 21:50
Die Doislau bei Amstetten hab ich weder gekannt noch am Radar gehabt, bin zufällig über die Facebook-Gruppe "Wildpflanzen Österreichs" drauf gestossen, weil eine Gentianella gezeigt worden ist - im Flachland ja durchaus was besonderes.
Der Standort ist offenbar schon länger bekannt und auch in der provisorischen Niklfeld-Karte verzeichnet, allerdings unspezifisch als Gentianella germanica agg., wohl als Alpenschwemmling geht Gentianella hier bis in den Bereich der Doislau.
Hab mir die kurz entschlossen am Wochenende angesehen.
Die Doislau ist ein recht grosses Ybbs-Augebiet südöstlich von Amstetten, das durch Kanalisierung der Ybbs allerdings so wie grosse Teile der Donau-Auen von der natürlichen Au-Dynamik abgekoppelt ist: früher war die Ybbs hier bis zu einen Kilometer breit, steht auf einer Info-Tafel, heute gibt es auf den ehemaligen Schotterbänken der Ybbs noch Heissländen - nicht unähnlich jenen der Donau-Auen.
Ich hab dann auch tatsächlich auf gut Glück und ohne Ortskenntnis einen Standort gefunden - mit mind. 200 Ind.: alle überprüften Individuen waren für mich eindeutig Gentianella aspera, obwohl fallweise etwas spärlicher mit länglichen Papillen besetzt, Kelchblattränder und vielfach auch Mitteladern oft aber regelrecht übersät mit walzlichen Papillen:
Vom Schutzstatus her ist die Doislau ein Europaschutzgebiet, das leider nicht "viel heisst"; laut Schautafel gibt es Pflegemassnahmen für die Heissländen und die - einige, die ich gesehen habe - schaun auch ganz OK aus; auf den Wald dehen sich die aber wohl eher nicht aus, gepflanzt wird hier alles mögliche, was nicht in ein Schutzgebiet passt, Quercus rubra & Juglans sind da noch die harmlosesten, an mehreren Stellen war dieses G'lump aufgeforstet - ich hätt gesagt Gleditsia triacanthos, aber die Blättchen so lang gestielt, kann das stimmen?!: - Kurt korr. auf Robinia pseudoacacia:
Im Auwald gibt's natürlich auch Acer negundo und an trockeneren Standorten Robinia pseudoacacia, im Unterwuchs uferbegleitend stellenweise massenhaft Fallopia japonica und Impatiens glandulifera.
Ausserdem eine Jungfernrebe, die ich noch nicht gekannt habe - das sollte wohl Parthenocissus quinquefolia sein - stellenweise sehr üppig wuchernd:/Kurt: P. inserta!-?
Parthenocissus inserta ist auch vorhanden, aber viel dezenter und gar nicht invasiv wirkend.
Rhus typhina gibt's auch, wenn auch nur geringe Bestände:.
Der Standort ist offenbar schon länger bekannt und auch in der provisorischen Niklfeld-Karte verzeichnet, allerdings unspezifisch als Gentianella germanica agg., wohl als Alpenschwemmling geht Gentianella hier bis in den Bereich der Doislau.
Hab mir die kurz entschlossen am Wochenende angesehen.
Die Doislau ist ein recht grosses Ybbs-Augebiet südöstlich von Amstetten, das durch Kanalisierung der Ybbs allerdings so wie grosse Teile der Donau-Auen von der natürlichen Au-Dynamik abgekoppelt ist: früher war die Ybbs hier bis zu einen Kilometer breit, steht auf einer Info-Tafel, heute gibt es auf den ehemaligen Schotterbänken der Ybbs noch Heissländen - nicht unähnlich jenen der Donau-Auen.
Ich hab dann auch tatsächlich auf gut Glück und ohne Ortskenntnis einen Standort gefunden - mit mind. 200 Ind.: alle überprüften Individuen waren für mich eindeutig Gentianella aspera, obwohl fallweise etwas spärlicher mit länglichen Papillen besetzt, Kelchblattränder und vielfach auch Mitteladern oft aber regelrecht übersät mit walzlichen Papillen:
Vom Schutzstatus her ist die Doislau ein Europaschutzgebiet, das leider nicht "viel heisst"; laut Schautafel gibt es Pflegemassnahmen für die Heissländen und die - einige, die ich gesehen habe - schaun auch ganz OK aus; auf den Wald dehen sich die aber wohl eher nicht aus, gepflanzt wird hier alles mögliche, was nicht in ein Schutzgebiet passt, Quercus rubra & Juglans sind da noch die harmlosesten, an mehreren Stellen war dieses G'lump aufgeforstet - ich hätt gesagt Gleditsia triacanthos, aber die Blättchen so lang gestielt, kann das stimmen?!: - Kurt korr. auf Robinia pseudoacacia:
Im Auwald gibt's natürlich auch Acer negundo und an trockeneren Standorten Robinia pseudoacacia, im Unterwuchs uferbegleitend stellenweise massenhaft Fallopia japonica und Impatiens glandulifera.
Ausserdem eine Jungfernrebe, die ich noch nicht gekannt habe - das sollte wohl Parthenocissus quinquefolia sein - stellenweise sehr üppig wuchernd:/Kurt: P. inserta!-?
Parthenocissus inserta ist auch vorhanden, aber viel dezenter und gar nicht invasiv wirkend.
Rhus typhina gibt's auch, wenn auch nur geringe Bestände:.