Heute war ich in den Leiser Bergen unterwegs und fand im Schnee eine Brassicacee mit auffälligen Hörnern am Ende der Schoten:
Meines Erachtens muss es sich um Matthiola longipetala oder Matthiola lunata handeln. Eine genaue Bestimmung dürfte anhand der Gerippe schwierig sein. Laut Neophytencheckliste ist Matthiola longipetala subsp. bicornis für Österreich bekannt, nicht aber für Niederösterreich. Matthiola lunata wäre ganz neu. Wobei solche Arten gerne in "Begrünungsansaaten" zur Behübschung angesalbt werden und es daher immer fraglich ist, ob es sich tatsächlich um eine Verwilderung handelt und sich die Art tatsächlich über einen bestimmten Zeitraum reproduzieren konnte oder jemand einfach dort Samen hingestreut hat, von denen ein paar aufgegangen sind und ein paar Pflanzen hervorgebracht haben. Der Fundort sieht eigentlich recht natürlich aus:
Das will aber nichts heißen. Am Buschberg gibt es auch einen "Alpengarten", vielleicht haben diesselben oder andere "Naturliebhaber" auch einen "Mediterrangarten" angelegt. Ich werde mir die Stelle im Sommer nochmals anschauen und über die Verwilderung bzw. Ansalberei berichten.
Matthiola cf. longipetala/lunata
- Stefan Lefnaer
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