Servus Daniel!
Wahrscheinlich handelt es sich bei diesen Pflanzen um
Muscari armeniacum, einem Gartenflüchtling.
Diese Art ist wahrscheinlich häufiger als angegeben, bekannt ist sie beispielsweise vom Zillingdorfer Wald bei Pöttsching im Burgenland (Till 2009), in Haslau an der Donau in Niederösterreich (Essl & Stöhr 2006), Obernberg am Inn, Bahnhof Ried im Innkreis und Ebelsberg in Linz (Hohla 2000, Essl & Rabitsch 2002, Essl 2006), Golling, Kuchl, Bischofshofen, Straßwalchen, Oberndorf und Itzling in Salzburg (Schröck & al. 2004, Pilsl & al. 2002), Zeltweg, Graz, Leoben, Frohnleiten, Graz und Grambach in der Steiermark (Melzer & Bregant 1993, Essl & Rabitsch 2002, Maurer 2006) und Debant, Tristach und Dölsach in Osttirol (Stöhr 2011).
Die südosteuropäisch-vorderasiatische Art ist 1877 nach England gekommen und wurde ein Jahr später beschrieben. Möglicherweise ist sie aber auch schon früher nach Mittel- und Westeuropa gelangt und wurde bis dahin unter dem Namen Muscari neglectum geführt (Krausch 2003). Verwildert vor allem auf Friedhöfen, Bahnhöfen, an Uferverbauungen, Parkanlagen und ähnlichen Standorten und ist gegenwärtig im Gebiet weit verbreitet, lokal auch eingebürgert und in weiterer Ausbreitung begriffen. In England hat sich die Art seit ihrem ersten verwilderten Auftreten 1892 in zahlreichen Gebieten völlig eingebürgert.
Quellen:
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ESSL F. (2006): Floristische Beobachtungen aus dem östlichen Oberösterreich und dem angrenzenden Niederösterreich, Teil V – Beitr. Naturk. Oberösterreichs 16: 161–195.
ESSL F. & STÖHR O. (2006): Bemerkenswerte floristische Funde aus Wien, Niederösterreich, dem Burgenland und der Steiermark, Teil III – Linzer biol. Beitr. 38_1: 121–163.
HOHLA M. (2000): Beiträge zur Kenntnis der Flora des Innviertels und des angrenzenden Bayerns – Beitr. Naturk. Oberösterreichs 9: 251–307.
HOHLA M. (2014): Zobodat-Herbarbelege –
http://www.zobodat.at/belege.php?id=100396737KRAUSCH H.-D. (2003): Kaiserkron und Päonien rot - Von der Entdeckung und Einführung unserer Gartenblumen – Dölling und Galitz-Verlag. 536 S.
MAURER W. (2006): Flora der Steiermark. Band II/2. Einkeimblättrige Blütenpflanzen (Monocotyledoneae). – Eching: IHW-Verlag; 324 S.
MELZER H. & BREGANT E. (1993): Bemerkenswerte Funde von Gefäßpflanzen in der Steiermark. – Mitteilungen des naturwissenschaftlichen Vereins für Steiermark 123: 183–205.
PILSL P., WITTMANN H. & NOWOTNY G. (2002): Beiträge zur Flora des Bundeslandes Salzburg III – Linzer biol. Beitr. 34/1: 5–165.
SCHRÖCK C., STÖHR O., GEWOLF S., EICHBERGER C,. NOWOTNY G., MAYR A. & PILSL P. (2004): Beiträge zur Adventivflora von Salzburg I. — Sauteria 13: 221–237.
STÖHR O. (2011): Notizen zur Flora von Osttirol IV – nago Osttirol.www.nago-osttirol.at
TILL W. (2009): Virtual Herbaria JACQ – Muscari armeniacum –
https://herbarium.univie.ac.atLG
Norbert