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Salix sp. - Obere Lobau, Panozzalacke

Verfasst: Sonntag 26. März 2017, 11:26
von Hermann Falkner
Mit Weiden hab ich mir immer schon schwer getan ...
Folgende blühende Exemplare, 1x männlich, 1x weiblich (von gestern Samstag, 26.03.17 - schotteriger Trockenrasen zwischen Parkplatz Panozzalacke und Würstlstand Knusperhäuschen):

- jeweils kleine Bäume (3-5 m hoch)
- Staubfäden schon miteinander verwachsen, aber weniger als die geforderte "halbe Länge", hätte ich gesagt
- Äste nicht wirklich brüchig, sondern biegsam und fest wie bei Salix alba, nur abgestorbene Äste brechen sofort
- Blüte nur knapp vorlaufend bzw. beim Weiblein schon erste Blätter, die jungen Blätter sind aber noch schwer zu beurteilen (Blattnerven könnten leicht eingesenkt sein, oder auch nicht, Blattrand eher nicht umgerollt etc.), der Blattrand ist jedenfalls nicht gezähnt

Eigentlich wär ich trotz der elastischen Äste eher bei Salix eleagnos - weil die Deckblätter beim Weiblein den Fruchtknoten abdecken, der Stempel ragt deutlich darüber hinaus, wie im Bild erkennbar.
Salix purpurea scheidet jedenfalls sicher aus (Staubfäden klar nicht bis zu den Antheren verwachsen).

Re: Salix sp. - Obere Lobau, Panozzalacke

Verfasst: Sonntag 26. März 2017, 21:37
von Oliver Stöhr
Hallo Hermann,

mit deiner Einschätzung als Salix eleagnos dürftest du richtig liegen. Nach dem Schlüssel in EFÖLS 2008 und auch nach den Zeichnungen des Schweizer Salix-Kenners Lautenschlager ist die "Halbverwachsung" der Staubfäden ja fast ein Exklusivmerkmal dieser Art, das bei keiner anderen heimischen Weide außer S. caesia auftritt. Und letzte wird ja als alpine Strauchweide nicht in der Lobau vorkommen ;-) ...
Viele Grüße
Oliver

Re: Salix sp. - Obere Lobau, Panozzalacke

Verfasst: Sonntag 26. März 2017, 21:46
von Hermann Falkner
Danke für die Bestätigung, Oliver ;-)