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Seggen im Weinviertel (Marchfeld)

Verfasst: Freitag 5. Mai 2017, 21:56
von Jürgen Baldinger
Bei Seggen, gerade bei den gleichährigen, fehlt mir einfach noch die Übung. Was ist denn davon zu halten:

Carex #1 gleich neben dem Bhf Breitensee am sandigen, nährstoffreichen Rand eines unbefestigten Fahrwegs, daneben u. a. Buglossoides arvensis. 2 Narben, Ähren an der Spitze männlich,
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der Ährenstand im Schnitt etwa 1,5 cm lang, was ab Punkt 35 im Schlüssel natürlich wieder zwei Wege offenlässt. Ich würde meinen, dass allerdings Standort, Verbreitung, Deckblattfarbe, Schlauchlänge und Laubblattbreite gegen C. chordorrhiza, C. maritima, C. stenophylla, C. foetida, C. disticha und C. repens sprechen, ich kenne diese Arten aber auch nicht. Die Segge wuchs lockerrasig, die Schläuche mit längsnerviger Außenseite sind knapp 3 mm lang,
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Deckblätter, Laubblattbreite,
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Ährenstanddimensionen würden auch passen - kann das C. divisa sein (die ich ebenfalls nicht kenne)? Die Stängel waren auffallend dick, starr und dunkelgrün.
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Bei Carex #2 würde ich meinen C. praecox,
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aber die Flügelung der Schläuche fängt schon weit unten an, oder? Sollte ja erst in oder über der Mitte beginnen.
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Re: Seggen im Weinviertel (Marchfeld)

Verfasst: Samstag 6. Mai 2017, 23:14
von Stefan Lefnaer
Hallo Jürgen,

Carex #1 sagt mir nicht viel. Laut deiner Beschreibung und dem Schlüssel käme eigentlich nur C. stenophylla in Frage, da alle anderen in dem Zweig nur in Mooren, Schneetälchen der alpinen Stufe usw. auftreten.

Carex #2 würde ich auch für C. praecox halten. Die ist auch im Weinviertel auf Halbtrockenrasen, Böschungen, trockenen Wiesen, Wegrändern usw. sehr häufig.

Schöne Grüße,
Stefan

Re: Seggen im Weinviertel (Marchfeld)

Verfasst: Sonntag 7. Mai 2017, 20:10
von Jürgen Baldinger
stenophylla würde hinsichtlich des dicken Stängels passen, sieht man sich Fotos von Herbarbelegen an. Die Laubblattbreite liegt mit 2 mm jedenfalls über dem Wert im Schlüssel. Der divisa-Stängel scheint dünner zu sein.

Auch Franz berichtet in http://www.zobodat.at/pdf/CAR_186_106_0535-0549.pdf von bis zu 2,6 mm bzw. 2,8 mm breiten Laubblättern und führt dies auf edaphische Bedingungen zurück.

Ich finde die verstärkten, beinahe geflügelten Kanten der Schläuche interessant, habe aber noch keine stenophylla-Beschreibung gefunden, wo darauf eingegangen würde. Diese Kanten geben ihnen ein beinahe dreieckiges Aussehen.