Cyperaceae rund um den Schwarzsee/Turrach
Verfasst: Freitag 28. Juli 2023, 17:24
Liebe Forumsgemeinschaft,
mein diesjähriges botanisches Großereignis - ein weiterer Streifzug durch die Flora der Turracher Höhe - liegt schon hinter mir mit reicher Beute. Ein wenig will ich Euch daran teilhaben lassen und dachte mir, ich stelle Euch hier den doch beachtlichen Bestand an Seggen und Juncaceen vor allem um das Naturjuwel Schwarzsee (ca 1850 m See-H. inmitten der Wintersport- und Chalet-Gräuel ohne Naturschutz) vor. Ich möchte Euch bitten, meine Bestimmungen kritisch zu sehen und ggf. zu korrigieren. Das Material ist so umfangreich, dass ich es in drei Portionen aufteile.
Dieser erste Beitrag kreist um die beiden Trichophoren-Arten in Ö., Trichophorum alpinum, die Alpen-Haarbinse, die ziemlich selten zu sein scheint (Fotos 1a-c), und Trichophorum cespitosum, die Rasen-Haarbinse, das sich in allen Winkeln der Moore, Schwingrasen, Feucht- und Quellwiesen findet (Fotos 2a-c, b fälschl. 7). Hauptunterschied zwischen den beiden Arten ist die Blütenform: bei T. alpinum ähnlich den Wollgräsern pro Blüte ein Büschel weißer Perigonborsten, T.c. dagegen aus dem braunen Stängelkopf nur zwei, drei gelbliche Fädchen. T. a. schien mir letztes Jahr eher rasig zu stehen, T.c. immer horstig (Foto 2c). Auch die Stängel sollen unterschiedlich sein, T.a. dreikantig, T.c rund-rillig. Und genau das konnte ich heuer nicht verifizieren: T.a. fand ich an einem anderen Standort, horstig und in Habitus genau wie T.c, auch die Stängel eher gerillt als kantig, aber eben mit weißem Wuschelkopf. Ein botanisches Problem? Dazu habe ich noch Bilder von Carex nigra gestellt (Fotos 3a-c), weit verbreitet, aber sehr variabel in der Ährenform. Ende von Teil 1, LG RT
mein diesjähriges botanisches Großereignis - ein weiterer Streifzug durch die Flora der Turracher Höhe - liegt schon hinter mir mit reicher Beute. Ein wenig will ich Euch daran teilhaben lassen und dachte mir, ich stelle Euch hier den doch beachtlichen Bestand an Seggen und Juncaceen vor allem um das Naturjuwel Schwarzsee (ca 1850 m See-H. inmitten der Wintersport- und Chalet-Gräuel ohne Naturschutz) vor. Ich möchte Euch bitten, meine Bestimmungen kritisch zu sehen und ggf. zu korrigieren. Das Material ist so umfangreich, dass ich es in drei Portionen aufteile.
Dieser erste Beitrag kreist um die beiden Trichophoren-Arten in Ö., Trichophorum alpinum, die Alpen-Haarbinse, die ziemlich selten zu sein scheint (Fotos 1a-c), und Trichophorum cespitosum, die Rasen-Haarbinse, das sich in allen Winkeln der Moore, Schwingrasen, Feucht- und Quellwiesen findet (Fotos 2a-c, b fälschl. 7). Hauptunterschied zwischen den beiden Arten ist die Blütenform: bei T. alpinum ähnlich den Wollgräsern pro Blüte ein Büschel weißer Perigonborsten, T.c. dagegen aus dem braunen Stängelkopf nur zwei, drei gelbliche Fädchen. T. a. schien mir letztes Jahr eher rasig zu stehen, T.c. immer horstig (Foto 2c). Auch die Stängel sollen unterschiedlich sein, T.a. dreikantig, T.c rund-rillig. Und genau das konnte ich heuer nicht verifizieren: T.a. fand ich an einem anderen Standort, horstig und in Habitus genau wie T.c, auch die Stängel eher gerillt als kantig, aber eben mit weißem Wuschelkopf. Ein botanisches Problem? Dazu habe ich noch Bilder von Carex nigra gestellt (Fotos 3a-c), weit verbreitet, aber sehr variabel in der Ährenform. Ende von Teil 1, LG RT