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Hylotelephium - Spitzerberg

Verfasst: Dienstag 12. September 2023, 19:00
von 2045
Ich wollte den Beitrag von Stefan nicht "verwässern", daher mein Hylotelephium nun extra.
Beobachtet am 05.09.2023 am Spitzerberg (aber schon im Burgenland).
Ich habe das für Hylotelephium maximum angesehen, erst durch den Beitrag von Stefan habe ich gesehen, das es hier noch eine weitere Art in Ö gibt. In der EXFL ist die Art ja als nicht in Ö vorkommend enthalten.
Leider sind meine Bilder bei weitem nicht so detailreich, weil ich aus Schutzgründen auch keine Pflanze entnommen habe, weil ich auch dachte, das es eh nur Hylotelephium maximum sein kann.
Lässt sich auf meinen Bilder eine Zuordnung zu H. maximum machen oder ist es auch die andere Art H. jullianum?
War nur in einem kleinen Bereich an 2 kleinen Stellen mit jeweils einigen Blühenden Pflanzen vorhanden.
Bitte um Anmerkung, Danke im Vor aus, LG Markus

Re: Hylotelephium - Spitzerberg

Verfasst: Dienstag 12. September 2023, 19:35
von Stefan Lefnaer
Ich würde H. maximum dazu sagen.

Re: Hylotelephium - Spitzerberg

Verfasst: Dienstag 12. September 2023, 23:14
von kurt nadler
In der Großregion gibt´s an H. nur maximum. Das ist praktisch.

Re: Hylotelephium - Spitzerberg

Verfasst: Mittwoch 13. September 2023, 06:27
von Stefan Lefnaer
Das sagt nicht wirklich was: bis vor einiger Zeit war nicht bekannt, dass H. jullianum überhaupt in Österreich vorkommt. Nun ist die Art für drei Naturgroßräume angegeben. Sicher, der Spitzerberg ist etwas weit weg von den bekannten Vorkommen. Aber im westlichen Weinviertel wäre ein Vorkommen denkbar. Daher sollte man immer genau hinsehen und sich nicht darauf verlassen, dass es nur etwas Bestimmtes sein kann.

Re: Hylotelephium - Spitzerberg

Verfasst: Mittwoch 13. September 2023, 12:48
von kurt nadler
wie gesagt, im no-leithagebirge und in den hh-bergen kann ich mich entspannt zurücklehnen. mehr behaupte ich nicht.
aber eins noch: maximum hier in dem erwähnten pannonischen gebiet verhält sich ökologisch doch wesentlich anders als im "mitteleuropäischen klimabereich" österrreichs: hier im osten ist sie saumpflanze, dort im nw ist sie felsspaltenpflanze. das impliziert für mich, dass einmal gscheite botaniker was finden könnten, die beiden sippen zu trennen.

Re: Hylotelephium - Spitzerberg

Verfasst: Mittwoch 13. September 2023, 17:24
von Hermann Falkner
kurt nadler hat geschrieben:wie gesagt, im no-leithagebirge und in den hh-bergen kann ich mich entspannt zurücklehnen. mehr behaupte ich nicht.
aber eins noch: maximum hier in dem erwähnten pannonischen gebiet verhält sich ökologisch doch wesentlich anders als im "mitteleuropäischen klimabereich" österrreichs: hier im osten ist sie saumpflanze, dort im nw ist sie felsspaltenpflanze. das impliziert für mich, dass einmal gscheite botaniker was finden könnten, die beiden sippen zu trennen.

Ich kenn diese Sippe zwar nicht so gut, aber der ökologische Unterschied könnt auch niederschlagsbedingt sein: unter 600 mm Niederschlag = am Saum trocken genug; deutlich darüber = "Mitteleuropa" = am Saum zu feucht, aber in Felsspalten ok - ?! nur so mal spekuliert.

Re: Hylotelephium - Spitzerberg

Verfasst: Mittwoch 13. September 2023, 18:28
von 2045
Danke für die interessanten Anmerkungen.
Bezüglich Standort ergänze ich hiermit noch etwas vom Spitzerberg, was vielleicht ganz interessant ist.
Wie schon im ersten Beitrag erwähnt waren die Pflanzen nur in einem kleinen Bereich an 2 kleinen Stellen mit jeweils einigen Blühenden Pflanzen vorhanden.
Der Bereich ist der Steinberg, der schon im Burgenland liegt. In der Nähe ist der sogenannte blaue Steinbruch.
Die eingestellten Bilder sind eindeutig am Saum gewachsen, dort bin ich auch relativ nahe hingegangen, allerdings waren die Pflanzen durch das hohe Gras stark verwachsen. Alle eingestellten Bilder stammen aus dieser Gruppe die am Gebüschsaum wächst.
Maximal 30 Meter entfernt war eine 2. Gruppe, dort habe ich nur 1 Bild gemacht, das ich erst heute miteinstelle. Da sieht man keine Pflanzendetails mehr, weil ich weiter weg war.
Dort wachsen die Pflanzen direkt aus einem kleinen Felswand heraus, direkt davor befindet sich eine Höhle (Kuhschellenloch). Der Höhlenbereich ist wiederum derzeit mit hohen Gras rundherum bewachsen, das ist auch der Grund warum ich dort nicht näher ran gegangen bin, dort geht es doch ein Stück hinunter, und man muss nicht alles ausprobieren. Die hängen dort z.T. frei in die Höhlenöffnung hinunter.
Ich habe keine Detailfotos von dieser Pflanzengruppe, würde jetzt aber schon annehmen, das beide Gruppen das gleiche sind. Einmal als schöne Saumpflanze und einmal als offensichtliche Felsspaltenpflanze. Ob im Steinbruch selbst auch welche vorkommen, kann ich nicht sagen, aufgefallen bei einer schnellen Sichtkontrolle ist mir aber nichts.

LG Markus