Seite 1 von 1

Viola kitaibeliana aus dem Wallis

Verfasst: Dienstag 10. März 2026, 21:25
von Jonas
Hallo zusammen

Gerne verlinke ich auf eine Anfrage von mir im Schweizer Nachbarsforum betreffend Viola kitaibeliana! Gerne würde ich eure Meinung zum Fund hören :-)

https://www.openflora.ch/de/forum/viola ... -3236.html

Beste Grüsse
Jonas

Re: Viola kitaibeliana aus dem Wallis

Verfasst: Mittwoch 11. März 2026, 17:46
von Hermann Falkner
Erscheint mir zu "wuchtig" & üppig, so zart es auch erscheinen mag, und die Laubblätter zu länglich, würde ich eher für arvensis halten, aber eine Diagnose ist da selbst am lebenden Objekt für mich schwierig und von der Ferne noch mehr.

Re: Viola kitaibeliana aus dem Wallis

Verfasst: Mittwoch 11. März 2026, 20:29
von Oliver Stöhr
Ich halte das auch noch für Viola arvensis ssp. arvensis und kenne solche zarten Formen auch aus Osttirol (tw als Hungerformen unter normalen Pflanzen), wo V. kitaibeliana nicht vorkommt
Lg
Oliver

Re: Viola kitaibeliana aus dem Wallis

Verfasst: Mittwoch 11. März 2026, 21:20
von Jonas
Oje mein Einstieg in die neue Saison scheint wieder von etlichen Fehlbestimmungen geprägt zu sein ;-) Habe die entsprechende Fundmeldung gleich wieder gelöscht... V. kitaibeliana ist für mich irgendwie immer noch eine Phantomart... Habt ihr Fotos von "einwandfreien" kitaibeliana? Auf welche Merkmale sollte man sich achten?

Re: Viola kitaibeliana aus dem Wallis

Verfasst: Mittwoch 11. März 2026, 21:27
von Stefan Lefnaer
Ich kann nur sagen, dass ich mir noch nie wirklich sicher war. Auch auf unseren Vereinsexkursionen waren die Bestimmungsversuche nie eindeutig. Einmal sahen wir im Burgenland auf einer Fläche zahlreiche Pflanzen: manche eindeutig V. arvensis. Direkt daneben solche, die man, wenn sie alleine gestanden wären, für V. kitaibeliana hätte halten wollen. Es nennt zudem jeder andere Merkmale und es ist nicht immer klar, ob in Arbeiten (z.B. der italientischen von Scoppola & Lattanzi) "unsere" V. kitaibeliana gemeint ist oder nicht doch eine andere Sippe. Aber vielleicht gibt es Leute die sich besser auskennen.

Re: Viola kitaibeliana aus dem Wallis

Verfasst: Mittwoch 11. März 2026, 21:56
von kurt nadler
Kitaibeliana scheint bloß eine Subspezies (oder noch niederrangiger) zu sein und mischt freimütig mit arvensis. Bspw. in Hundsheim und andernorts in den Hainburger Bergen gibt´s beide nebeneinander mit allen Übergangsformen - so meine Einschätzung ohne Referenz. Genauso gibt´s die erwähnten arvensis-Bestände von groß- bis winzigblütig.
Zu diesen Schweizern sag ich gleich einmal gar nix.
Wir neigen dazu, nur die extremsten Morphotypen als kitaibeliana anzusehen. So wird´s auch jedenfalls im iNat. von den Profis bestätigt.
Bin auf Ilses (Graz) Einschätzung der Merkmale und Verwandtschaft gespannt, die mir vielleicht in Bälde mitgeteilt wird.

Re: Viola kitaibeliana aus dem Wallis

Verfasst: Mittwoch 11. März 2026, 21:59
von Jonas
Abermals vielen Dank für die Rückmeldungen! Es tut gut zu wissen, dass man bei den Bestimmungsschwierigkeiten bzgl. Viola kitaibeliana nicht alleine ist….