Goldsterne in den Wiener Grünstreifen
Verfasst: Mittwoch 28. März 2018, 16:41
servus miteinander,
zurzeit sind viele Rasenstreifen entlang der Straßen gelb gesprenkelt, häufig von Scharbockskraut, teilweise aber auch von Goldsternen. Nachdem ich schon vor einigen Jahren die behaarten Blütenstiele gesehen habe, war mir klar, das ist der Acker-Goldstern, Gagea villosa. Heute habe ich mir einmal den Bestand bei der Tramstation Schloss Schönbrunn genauer angesehen, und siehe da, bei der Mehrzahl der Pflanzen sind die Blütenstiele kahl, nur bei einigen dicht flaumig. Das sind also verschiedene Arten! Weiters fällt von oben die unterschiedliche Form der Sterne auf: Manche mit ganz schmalen Perigonblättern, andere mit breiten. Das korreliert aber nicht mit der Behaarung. Auch bei den eindeutig flaumigen G. villosa gibt es sowohl welche mit ganz schmalen und mit breiten Blütenblättern, bei den kahlen detto. Bei den letzteren hätte ich Gagea pratensis vermutet, aber die Stengelblätter sind gegenständig und überragen den Blütenstand kaum. Damit wäre ich bei der Unterart transversalis, die aber im Gebiet der Exkursionsflora fraglich ist? Irgendwo meine ich schon einmal gelesen zu haben, in Wien komme G. pratensis recht verbreitet vor. Hat jemand diese subruderalen Wiener Gagea-Vorkomme schon einmal untersucht? Für eine gute Bestimmung müsste ich wohl die Zwiebeln ausgraben, aber die Passanten haben sich wohl so schon genug gewundert, was ich da am Boden mit Kamera und Lupe suche. Weit weg ist es nicht, vielleicht wage ich mich ja am Abend oder morgen früh nochmals raus und nehme ein Grabwerkzeug mit :)
LG, michel
zurzeit sind viele Rasenstreifen entlang der Straßen gelb gesprenkelt, häufig von Scharbockskraut, teilweise aber auch von Goldsternen. Nachdem ich schon vor einigen Jahren die behaarten Blütenstiele gesehen habe, war mir klar, das ist der Acker-Goldstern, Gagea villosa. Heute habe ich mir einmal den Bestand bei der Tramstation Schloss Schönbrunn genauer angesehen, und siehe da, bei der Mehrzahl der Pflanzen sind die Blütenstiele kahl, nur bei einigen dicht flaumig. Das sind also verschiedene Arten! Weiters fällt von oben die unterschiedliche Form der Sterne auf: Manche mit ganz schmalen Perigonblättern, andere mit breiten. Das korreliert aber nicht mit der Behaarung. Auch bei den eindeutig flaumigen G. villosa gibt es sowohl welche mit ganz schmalen und mit breiten Blütenblättern, bei den kahlen detto. Bei den letzteren hätte ich Gagea pratensis vermutet, aber die Stengelblätter sind gegenständig und überragen den Blütenstand kaum. Damit wäre ich bei der Unterart transversalis, die aber im Gebiet der Exkursionsflora fraglich ist? Irgendwo meine ich schon einmal gelesen zu haben, in Wien komme G. pratensis recht verbreitet vor. Hat jemand diese subruderalen Wiener Gagea-Vorkomme schon einmal untersucht? Für eine gute Bestimmung müsste ich wohl die Zwiebeln ausgraben, aber die Passanten haben sich wohl so schon genug gewundert, was ich da am Boden mit Kamera und Lupe suche. Weit weg ist es nicht, vielleicht wage ich mich ja am Abend oder morgen früh nochmals raus und nehme ein Grabwerkzeug mit :)
LG, michel