lieber hermann
nö, viel besser auskennen ist nicht!
es ist ein mühsames zusammenerinnern von fakten, die tw. nicht systematisch geprüft wurden, aber wo wir im forum relativ nah an der "endlösung" sind. die gruppe der ostinteressierten moncotylen-vegetativ-interessierten wird das packen, das können wir (früher oder später).
danke für die neuen bilder! zu eins und zwei sag ich gar nix (??). es sind aber schlüssige argumente.
könnte man bei muscari sagen, dass die bei starker rinnigkeit einen äutz dünkler und weniger glauk sind als die cf. orn. pannon.? und wie beschrieben gleichbleibend schmal.
hier auch noch einmal zum einstandsfoto von maria:
der verweis ist:
viewtopic.php?t=1304damit scheinen jürgen - 29.3.2018 und maria - 3.3.2019 dieselbe pflanzenart zu zeigen. tipps waren muscari und gagea, die hinweise haben sich auf ornithogalum pannonicum verdichtet. da in beiden fällen noch keine blütenstände kommen, deutet dies auf eine relativ späte blüte hin.
nun, gestern waren wir oberränder neusiedl/see erkunden, und hier beginnt die ornithogalum kochii-vollblüte, d.h. wiederum, da die beiden (kochii und pannon.) zu recht verschiednen zeiten blühen und kochii die schmalen, grünen, aufrecht stehenden (gestern nur sehr schwach weißlich rinnigen) blätter hat, dass weitere indizien für pannonicum betreffend die 2 forumsfragefotos bestehen.
übrigens ist das laub von kochii so weit entwickelt oder schon im rückzug wirkend, dass, wie dies im fischadler beschrieben ist, von herbstlichem austrieb ausgegangen werden kann/muss, was für großblütige und recht üppig belaubte wiener "echte" umbellatums, die ich in prellenkirchen kultiviere, wie oben beschrieben, definitiv
nicht der fall ist.
zwischenzeitlich hab ich das laub von muscari comosum weiter verfolgt: nach dem heftig seitwärts spreizenden neuaustrieb hat sich der blattwinkel zumindest scheinbar deutlich versteilt, auch auf konkurrenzschwachem standort ein wenig, trotzdem müssten auch blattform und -farbe deutlich von honorius boucheanus, den ich heuer noch nicht besucht habe, unterscheidbar sein.
eine frage ist noch, ob es in den "untersuchten" trockenlebensräumen - ja nicht so nah verwandte - gageas gibt, die schon im herbst austreiben: glaub ich nicht, weiß ich aber nicht. wer weiß da was?
und die schmalen, "unspreitigen" einzelblätter der gagea-jungpflanzen werden sicherlich auch im zwischen
gattungsvergleich - mindestens auf den ersten blick - schwierig sein.
herzliche grüße
kurt
p.s.: und danke für deine veilcheninitiativen. schön langsam taste ich mich einmal an die arten heran und bin von den hybriden meist noch weit entfernt. die tieflandsvorkommen rupestris hab ich erst heuer kennengelernt, zuerst basenreicher lössrasen spitzerbergfuß - zusammen mit ambigua, dann hinterster kalvarienberg neusiedl gestern auf wohl leicht säuerlichem schottergrund, zusammen mit hirta. die sind tw. ja sowas von winzig.