nachdem mir klar geworden ist, dass ich mir bei Utricularia vulgaris & australis eigentlich recht schwer tue (siehe hier ;-), hab ich mich heute auf die Suche gemacht und tatsächlich in der Lobau, im Grossenzersdorfer Arm, eine Population gefunden, die doch ziemlich sicher Utricularia vulgaris sein sollte: insbes. gibt es einige fruchtende Individuen, und auch die Blütenmerkmale passen so einigermassen.
Ein Beispiel für Utricularia australis habe ich im oben verlinkten Beitrag gepostet, hier das Bild eingebettet (Untere Lobau, Donau-Oder-Kanal, 28.06.2011; ich habe bei der dortigen Population später nochmals geprüft, ob Früchte entwickelt worden sind - die Population war anscheinend steril, also passend zum Schlüsselmerkmal):
Grundsätzlich tu ich mir aber mit den Schlüsselmerkmalen schon ziemlich schwer; oft habe ich den Eindruck, dass Populationen nicht oder nur spärlich fruchten, die eher wie vulgaris ausschauen (australis sollte regelmässig steril sein), und das australis-Merkmal der ausgebreiteten Kron-Unterlippe ist auch nicht immer so schön zu erkennen wie hier.
In der Lobau sind diese Utricularia-Arten in fast jedem geeigneten Gewässer vorhanden (dh stille Gewässer, oder sehr langsam fliessende), teils auch in grösseren Populationen, da diese nicht wurzeln, werden sie aber oft von Strömung oder Wind in bestimmte Winkel vertragen und bilden daher keine flächendeckenden Bestände.
Viele Bestände erreicht man am besten schwimmend - und schwimmend sind sie dann auch am schwersten zu bestimmen.
Ich lade alle ein, ihre Erfahrungen mit Utricularia hier zu posten, bzw. bin ich für sachdienliche Hinweise dankbar, wie ich die Arten selbst dann halbwegs sicher unterscheiden kann, wenn ich mit beiden Händen Brustschwimmtempo mache und keinen festen Boden unter den Füssen habe ;-)
Übrigens, auch die andren, selteneren Utricularia-Arten sind hier natürlich willkommen ;-)