Italien: Tieflandflora von Venetien und Friaul-Julisch Venetien
- Jürgen Baldinger
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Re: Flora in und um Grado, Friaul-Julisch Venetien
Nun zu einigen Arten der Isonzo-Mündung:
noch im Auwald Clematis viticellaSymphyotrichum squamatumBlackstonia perfoliata subsp. perfoliata ist schon kaum mehr zu sehen.auf (wechsel-?)feuchten Wiesen dieser Spargel, der unter anderem nach Abgleich mit der Artenliste des Schutzgebiets Asparagus maritimus sein könnteebenfalls auf diesen Wiesen einer der botanischen Höhepunkte dieser Reise, die endemische Centaurea jacea subsp. forojuliensisBesagte Artenliste weist für Melilotus nur M. altissimus aus, eine Art, die ich noch nicht kenne. Ich habe aber leider keine Fotos von Fruchtknoten und Frucht und bleibe daher bei M. cf. altissimus. Oder kann es jemand bestätigen? Auf Fotos im Netz scheinen die altissimus-Kelchzähne etwas kürzer zu sein als jene von officinalis, das würde also passen.Sonchus maritimusDie Brackwasser- und Gezeitentümpel haben es mir wieder besonders angetan.
Artemisia caerulescens subsp. caerulescensInula crithmoides bzw. nach der Flora Escursionistica dell'Italia Limbarda crithmoidesKali turgidumLimonium narbonenseSalicornia europaea agg.wüchsiger Samolus valerandiSchenkia spicata müsste das sein.
noch im Auwald Clematis viticellaSymphyotrichum squamatumBlackstonia perfoliata subsp. perfoliata ist schon kaum mehr zu sehen.auf (wechsel-?)feuchten Wiesen dieser Spargel, der unter anderem nach Abgleich mit der Artenliste des Schutzgebiets Asparagus maritimus sein könnteebenfalls auf diesen Wiesen einer der botanischen Höhepunkte dieser Reise, die endemische Centaurea jacea subsp. forojuliensisBesagte Artenliste weist für Melilotus nur M. altissimus aus, eine Art, die ich noch nicht kenne. Ich habe aber leider keine Fotos von Fruchtknoten und Frucht und bleibe daher bei M. cf. altissimus. Oder kann es jemand bestätigen? Auf Fotos im Netz scheinen die altissimus-Kelchzähne etwas kürzer zu sein als jene von officinalis, das würde also passen.Sonchus maritimusDie Brackwasser- und Gezeitentümpel haben es mir wieder besonders angetan.
Artemisia caerulescens subsp. caerulescensInula crithmoides bzw. nach der Flora Escursionistica dell'Italia Limbarda crithmoidesKali turgidumLimonium narbonenseSalicornia europaea agg.wüchsiger Samolus valerandiSchenkia spicata müsste das sein.
"(...) gib ihnen noch zwei südlichere Tage (...)"
- Jürgen Baldinger
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Re: Flora in und um Grado, Friaul-Julisch Venetien
Nun zu einigen Zweifelsfällen an der Isonzo-Mündung, vielleicht weiß jemand etwas dazu.
im Auwald: Allium carinatumauf trockenerem Standort: Allium oleraceumJuncus acutus, weil im Gegensatz zum einen ähnlichen Habitus aufweisenden J. maritimus überragendes Laubblatt eher kurz; bei acutus soll die Frucht die Perigonblätter im Unterschied zu maritimus deutlich überragen, es gibt aber davon keine Detailfotos.Was würdet ihr zu dieser Lonicera-Art sagen? Grundsätzlich sollen im Gebiet L. caprifolium, L. etrusca und die adventive L. japonica vorkommen.Auf Feuchtwiesen dieser Plantago: Es komme hier neben P. media, P. major, P. lanceolata und der zum P. maritima agg. gestellte P. holosteum auch P. altissima vor, den ich bisher noch nicht kenne. Der Schaft ist unter dem Blütenstand nicht sehr kantig; der Schaftschnitt, siehe Foto, stammt von etwa dessen Mitte. Die Länge der Früchte würde zwar passen, aber die Samen sind wieder zu kurz. Ich habe kein Rhizom ausgegraben.
im Auwald: Allium carinatumauf trockenerem Standort: Allium oleraceumJuncus acutus, weil im Gegensatz zum einen ähnlichen Habitus aufweisenden J. maritimus überragendes Laubblatt eher kurz; bei acutus soll die Frucht die Perigonblätter im Unterschied zu maritimus deutlich überragen, es gibt aber davon keine Detailfotos.Was würdet ihr zu dieser Lonicera-Art sagen? Grundsätzlich sollen im Gebiet L. caprifolium, L. etrusca und die adventive L. japonica vorkommen.Auf Feuchtwiesen dieser Plantago: Es komme hier neben P. media, P. major, P. lanceolata und der zum P. maritima agg. gestellte P. holosteum auch P. altissima vor, den ich bisher noch nicht kenne. Der Schaft ist unter dem Blütenstand nicht sehr kantig; der Schaftschnitt, siehe Foto, stammt von etwa dessen Mitte. Die Länge der Früchte würde zwar passen, aber die Samen sind wieder zu kurz. Ich habe kein Rhizom ausgegraben.
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- Jürgen Baldinger
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Re: Flora in und um Grado, Friaul-Julisch Venetien
Hat niemand Ideen zur Lonicera? Können die beiden Allium-Arten bestätigt werden?
"(...) gib ihnen noch zwei südlichere Tage (...)"
- Hermann Falkner
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Re: Flora in und um Grado, Friaul-Julisch Venetien
Ich kann die beiden Allium bestätigen! (Zum Rest kann ich leider nix beitragen.)
Wobei, zur Unterart: ich bilde mir ein, auch bulbillenlose A. carinatum zu sehen.
Grundsätzlich hab ich mich sowieso schon öfters gefragt, ob die subg. von carinatum wirklich auf dieser Ebene anzusiedeln sind oder nicht doch eher als Varietäten; insbes. da ich selten, aber doch immer wieder mal bulbillenlose Kümmerexemplare sehe (bei der Dürre heuer schon ein paar mal in der Lobau), aber womöglich gibts ja wirklich relevante genetische Unterschiede, egal.
Intressant jedenfalls, dass es dort subsp. carinatum gibt, auf Istrien dagegen hab ich bisher nur subsp. pulchellum gesehen.
Wobei, zur Unterart: ich bilde mir ein, auch bulbillenlose A. carinatum zu sehen.
Grundsätzlich hab ich mich sowieso schon öfters gefragt, ob die subg. von carinatum wirklich auf dieser Ebene anzusiedeln sind oder nicht doch eher als Varietäten; insbes. da ich selten, aber doch immer wieder mal bulbillenlose Kümmerexemplare sehe (bei der Dürre heuer schon ein paar mal in der Lobau), aber womöglich gibts ja wirklich relevante genetische Unterschiede, egal.
Intressant jedenfalls, dass es dort subsp. carinatum gibt, auf Istrien dagegen hab ich bisher nur subsp. pulchellum gesehen.
- Jürgen Baldinger
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Re: Flora in und um Grado, Friaul-Julisch Venetien
Danke, Hermann. – Am Lido in Grado befindet sich östlich der Stadt ein an den Strand grenzender, xerothermer Föhrenwald über Sand.
dort mächtige Horste von Juncus acutus......und immer wieder im Sand Schoenus nigricansScirpoides holoschoenusOxyris albaRubia peregrina ist fertig für heuer.Pistacia terebinthus müsste das sein.Pinus pinasterLagurus ovatusAm Strand davor habe ich versucht, mir die Seegräser anzusehen.Nach Drozdowski und Mrkvicka gibt es von Posidonia oceanica, dem Neptungras, an der Oberen Adria, im italienischen Teil des Golfs von Triest, nur mehr ein Reliktvorkommen von knapp einem Kilometer Länge und etwa 50 Metern Breite, zwischen Koper und Izola, alle anderen Vorkommen gelten als zerstört. Was hier in Grado angeschwemmt wird, sollen Cymodocea nodosa (Kleines Neptungras), Zostera marina (Gewöhnliches Seegras) und Zostera noltii (Kleines Seegras) sein. Meine Fotos dazu sind jedoch nicht gut genug geworden, deshalb stelle ich sie hier nicht rein. Interessant: An einer Stelle hat ein Ortsansässiger aus den zusammengerechten Seegräsern über Jahre förmlich einen erhöhten Liegeplatz mit kleinem Wall herum gebaut und daneben auf Seegräsermatten einen Gemüsegarten angelegt. cf. Suada maritima nimmt die Wallwände jedenfalls an.auf einer kleinen Insel auf Pionierstandorten die therophytische Salicornia europaea agg.Auch das ausdauernde Arthrocnemum fruticosum ist hier schön entwickelt.Salicornia europaea agg. und Arthrocnemum fruticosum nebeneinanderHalimione portulacoides (synonym mit Atriplex portulacoides) würde ich dazu meinen.Ein weiterer botanischer Höhepunkt der Reise, den ich dem "Naturführer Obere Adria" verdanke, ist das weltweit nur hier vorkommende, pharmazeutisch genutzte Hundsgiftgewächs Apocynum venetum. Ein paar Blüten gab es noch.kultivierte Magnolia kobus
dort mächtige Horste von Juncus acutus......und immer wieder im Sand Schoenus nigricansScirpoides holoschoenusOxyris albaRubia peregrina ist fertig für heuer.Pistacia terebinthus müsste das sein.Pinus pinasterLagurus ovatusAm Strand davor habe ich versucht, mir die Seegräser anzusehen.Nach Drozdowski und Mrkvicka gibt es von Posidonia oceanica, dem Neptungras, an der Oberen Adria, im italienischen Teil des Golfs von Triest, nur mehr ein Reliktvorkommen von knapp einem Kilometer Länge und etwa 50 Metern Breite, zwischen Koper und Izola, alle anderen Vorkommen gelten als zerstört. Was hier in Grado angeschwemmt wird, sollen Cymodocea nodosa (Kleines Neptungras), Zostera marina (Gewöhnliches Seegras) und Zostera noltii (Kleines Seegras) sein. Meine Fotos dazu sind jedoch nicht gut genug geworden, deshalb stelle ich sie hier nicht rein. Interessant: An einer Stelle hat ein Ortsansässiger aus den zusammengerechten Seegräsern über Jahre förmlich einen erhöhten Liegeplatz mit kleinem Wall herum gebaut und daneben auf Seegräsermatten einen Gemüsegarten angelegt. cf. Suada maritima nimmt die Wallwände jedenfalls an.auf einer kleinen Insel auf Pionierstandorten die therophytische Salicornia europaea agg.Auch das ausdauernde Arthrocnemum fruticosum ist hier schön entwickelt.Salicornia europaea agg. und Arthrocnemum fruticosum nebeneinanderHalimione portulacoides (synonym mit Atriplex portulacoides) würde ich dazu meinen.Ein weiterer botanischer Höhepunkt der Reise, den ich dem "Naturführer Obere Adria" verdanke, ist das weltweit nur hier vorkommende, pharmazeutisch genutzte Hundsgiftgewächs Apocynum venetum. Ein paar Blüten gab es noch.kultivierte Magnolia kobus
"(...) gib ihnen noch zwei südlichere Tage (...)"
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