Viola spp. 2022
- Stefan Lefnaer
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Re: Viola spp. 2022
Bei Viola (eigentlich bei allen Arten) verhält sich nichts schlüsselkonform. Darum ist es ja ein Fehler bei jeder einzelnen Merkmalsabweichung Hybriden zu wittern, wie das Wiesbaur tat und viele nach ihm. Was zählt ist die Gesamtkombination.
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kurt nadler
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Re: Viola spp. 2022
die fransen sind ja lehrbuchartig collinös; der kelch hat mir zu wenig haare für collina, die vorblätter sind hirtös, und die zentralblattstiele weisen die extrem hirta-typische längere, runterstehende behaarung auf. mit dem blattschnitt hielte ich dir mir bekannte hirta und die mir nicht bekannte collina für möglich. gibts betreffen blühstängelbehaarung ein differenzialmerkmal?
alles in allem: wie bzw. nach welcher literatur soll sich da collina ausgehen? ich würde eher hirta als collina bestimmen, zumindest was intermediäres.
es wird höchste zeit, dass wer "echte" collinas und zwar in sämtlichen details hier im forum präsentiert (hermann und ich würdens danken!), die wirds doch wohl geben. hat da nicht oliver schon was aus den alpen wenigstens grob gezeigt?
alles in allem: wie bzw. nach welcher literatur soll sich da collina ausgehen? ich würde eher hirta als collina bestimmen, zumindest was intermediäres.
es wird höchste zeit, dass wer "echte" collinas und zwar in sämtlichen details hier im forum präsentiert (hermann und ich würdens danken!), die wirds doch wohl geben. hat da nicht oliver schon was aus den alpen wenigstens grob gezeigt?
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kurt nadler
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Re: Viola spp. 2022
ich verlinke nochmals zu oliver download/file.php?id=7784: wenn dies wirklich hirta ist, dann ist der kelch verdammt haarig.
weiters zu stingl, meiner zusammen mit http://www.blumeninschwaben.de/Zweikeim ... 20Veilchen bislang einzigen referenz zu collina: download/file.php?id=7784. beide zeigen haarige blühstängel bei collina (sind die typisch??) und nichthaarige (ist dies durchgehend so?), blumeninschwaben aber auch extrem haarige bei hirta.
ungünstig wäre, wenn auch collinas spätlaub am stiel länger und nach unten weisend behaart wäre. dann fiele das allgegenwärtige alleinstellungsmerkmal für hirta.
wie gut sind die spornformmerkmale: dass collina breit rückwärts "spornt" und hirta schmäler raufgebogen?
ad luises spornfarbaussage: dann bräuchten wir aus hirta-freien oder besser andersveilchenfreien gebieten ein breites spektrum an collina-spornfarbbelegen! vordergründig ist zu mutmaßen, dass es sich um introgressionen handeln könnte, wenn collina-sporne nicht "weißlich" sind.
collina laut blumen in schwaben schaut hirta insgesamt nicht besonders ähnlich.
es ist doch komisch, dass man angesichts der weiten verbreitung von collina (im pannon) diese nicht findet, auch wenn man noch so veilchenspezifisch agiert. ich glaub eher, dass da was faul ist und ich nicht collina-blind bin. ich sollte einmal die fransen an jenen typischen hirtas prüfen, an denen keinerlei bestimmungszweifel bestehen...
weiters zu stingl, meiner zusammen mit http://www.blumeninschwaben.de/Zweikeim ... 20Veilchen bislang einzigen referenz zu collina: download/file.php?id=7784. beide zeigen haarige blühstängel bei collina (sind die typisch??) und nichthaarige (ist dies durchgehend so?), blumeninschwaben aber auch extrem haarige bei hirta.
ungünstig wäre, wenn auch collinas spätlaub am stiel länger und nach unten weisend behaart wäre. dann fiele das allgegenwärtige alleinstellungsmerkmal für hirta.
wie gut sind die spornformmerkmale: dass collina breit rückwärts "spornt" und hirta schmäler raufgebogen?
ad luises spornfarbaussage: dann bräuchten wir aus hirta-freien oder besser andersveilchenfreien gebieten ein breites spektrum an collina-spornfarbbelegen! vordergründig ist zu mutmaßen, dass es sich um introgressionen handeln könnte, wenn collina-sporne nicht "weißlich" sind.
collina laut blumen in schwaben schaut hirta insgesamt nicht besonders ähnlich.
es ist doch komisch, dass man angesichts der weiten verbreitung von collina (im pannon) diese nicht findet, auch wenn man noch so veilchenspezifisch agiert. ich glaub eher, dass da was faul ist und ich nicht collina-blind bin. ich sollte einmal die fransen an jenen typischen hirtas prüfen, an denen keinerlei bestimmungszweifel bestehen...
- Hermann Falkner
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Re: Viola spp. 2022
Naja, Kurt, wenn ich mir die Verbreitungskarte so anschaue, dann ist Viola collina im Pannonikum offensichtlich eben nicht so weit verbreitet bzw. überwiegend auf hügelige Gebiete beschränkt (Leithagebirge, Hainburger Berge, vor allem aber entlang der Thermenlinie, bzw. im zentralen Weinviertel).
V. hirta fehlt dagegen kaum in einem Quadranten. Wenn schon, dann ist Viola ambigua pannonisch verbreitet, ebenso +/- Viola suavis (sowie mit Einschränkungen V. mirabilis, im Pannonikum in den meisten Quadranten vorhanden und ausserhalb davon etwas weniger häufig).
Grundsätzlich gefällt mir der Ansatz von Stefan, wie er ihn von der Viola-Exkursion mitgenommen hat, sehr gut - dh nicht gleich bei jeder kleinsten Abweichung sofort Hybriden vermuten. Ausserdem würde jede Viola-Feldbotanik rasch in die "Beliebigkeit" abgleiten, wenn man von 100 gefundenen Veilchen 70 oder gar 90 als Hybriden anspricht, was ja laut den Veilchen-Experten, die die Exkursion geführt haben, wohl auch nicht der Fall ist.
Wenn ich nicht bald eine Viola collina finde, dann wird's für heuer für mich wohl wieder zu spät - 2023 dann halt auf ein Neues ;-) (ich müsst ja eigentlich nur wieder mal zur Thermenlinie fahren, dort sollte man wohl ja fündig werden können).
V. hirta fehlt dagegen kaum in einem Quadranten. Wenn schon, dann ist Viola ambigua pannonisch verbreitet, ebenso +/- Viola suavis (sowie mit Einschränkungen V. mirabilis, im Pannonikum in den meisten Quadranten vorhanden und ausserhalb davon etwas weniger häufig).
Grundsätzlich gefällt mir der Ansatz von Stefan, wie er ihn von der Viola-Exkursion mitgenommen hat, sehr gut - dh nicht gleich bei jeder kleinsten Abweichung sofort Hybriden vermuten. Ausserdem würde jede Viola-Feldbotanik rasch in die "Beliebigkeit" abgleiten, wenn man von 100 gefundenen Veilchen 70 oder gar 90 als Hybriden anspricht, was ja laut den Veilchen-Experten, die die Exkursion geführt haben, wohl auch nicht der Fall ist.
Wenn ich nicht bald eine Viola collina finde, dann wird's für heuer für mich wohl wieder zu spät - 2023 dann halt auf ein Neues ;-) (ich müsst ja eigentlich nur wieder mal zur Thermenlinie fahren, dort sollte man wohl ja fündig werden können).
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kurt nadler
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Re: Viola spp. 2022
was ich meine, ist, dass wir zwei (laut atlasentwurf) O wien, in den hainburger bergen und im leithagebirge eigentlich längst collina gefunden haben müssten.
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