Frühe Erstblüten 2020
- Jürgen Baldinger
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Re: Frühe Erstblüten 2020
Auf der letzten verbliebenen Gstättn (jene mit dem bereits dokumentierten Clematis tangutica-Vorkommen) beim Wiener Hauptbahnhof – und auch sie ist dem Untergang geweiht – fruchtet nun Holosteum umbellatum bereits. Wunderschön anzusehen die dicht-roten Flecken von Saxifraga tridactylites. Riesige Flächen nehmen Holosteum umbellatum und Draba verna agg. hier ein. Noch.
Einen eher ungewöhnlichen Standort hat hier übrigens Viola suavis gewählt, nämlich Fugen einer Sandsteinmauer.
Einen eher ungewöhnlichen Standort hat hier übrigens Viola suavis gewählt, nämlich Fugen einer Sandsteinmauer.
"(...) gib ihnen noch zwei südlichere Tage (...)"
- Jürgen Baldinger
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Re: Frühe Erstblüten 2020
Heute, Schotterufer eines Au-Altwassers am Kleinen Schilloch in der Oberen Lobau: Salix purpurea
"(...) gib ihnen noch zwei südlichere Tage (...)"
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kurt nadler
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Re: Frühe Erstblüten 2020
Nachtrag nach technischen Problemen:
Aktuelle phänologische Angaben, wenn auch nicht mehr "Frühe Erstblüten 2020":
5.3.2020: Wien 22, Stadlau, Langobardenstraße bei U2 Donauspital: Vollblüte von Draba verna agg.
8.3.2020: Draba verna-Blüte in Prellenkirchen, Hauptstraße, begonnen.
11.3.: Hauptstraße Prellenkirchen Tulpenblüte, ich kann aber die frühe Sippe nicht benennen. Im Ort seit wenigen Tagen Prunus cerasifera langsam aufblühend. Noch lang keine Zwetschken; heute erste Bittermandel-Aufblüte (späte Sorte) im Ort.
Wien allgemein Vollblüte von Prunus dulcis, Bezirke 22, 21 und 19 Prunus spinosa im Regelfall noch keine Vollblüte.
12.3. Viola odorata in Prellenkirchen und Breitenbrunn Vollblüte, Forsythia-Kultivare unmittelbar vor Vollblüte, die bei Cornus mas noch anhält, dies aber außerhalb der Ortschaften beobachtet. Im Grenzbereich der Bezirke BL und ND Ficaria calthifolia Vollblüte.
13.3. im schattigen Breitenbrunner Hof bei voller odorata-Blüte allererste Viola hirta Knospen etwas öffnend.
Und noch ein kleiner Aufsatz:
Wie weit repräsentieren lokale Klimadaten (gemessen in 2 m Höhe, luftig und sonnenabgeschirmt, weitab der krautschichtrelevantesten Faktoren) die tatsächlichen lokalen Wuchsbedingungen?
Hierzu ein paar Abfragen vom 7.3.2020 aus wetter.orf.at für die vergangenen 4 Wochen für Orte, die in diesem Thema behandelt werden:
Lienz: Passt als kühles inneralpines Tal mit offensichtlicher nächtlicher Inversionsprägung gar nicht zu den phänologischen Befunden; eine repräsentative Klimaaufzeichnung für Olivers wärmegetönte Hanglagen scheint übers offizielle Messnetz nicht greifbar zu sein. Hierzu gäbe es eindeutigen wissenschaftlichen Bedarf nach neuen Messstationen in Hanglagen.
Wien Donaufeld: Offenes Ebenenklima nur durch Verstädterung mikroklimatisch ins Positive beeinflusst; repräsentiert halboffene Lagen des 21. und 22. Bezirks.
Wien Innenstadt: Leider kenne ich die Lage der Messstation (wie in den meisten Fällen) nicht. Sie müsste aber die extrem geschützten Häuserschluchten der Innenstadt ziemlich gut repräsentieren. (Es gibt hier grundsätzlich wenig Frostereignisse, die Nächte werden im Sommer sehr (dauer)warm, aber bei größeren hochsommerlichen Hitzewellen werden nicht so hohe Temperaturspitzen erreicht wie außerhalb der Innenstadt. Im Langfristmittel weitaus wärmste Lokalität Österreichs/seiner Messstellen, übrigens abseits Wien meist gefolgt von wechselnd Bodenseegebiet und Umgebung Neusiedlersee.)
Bad Deutsch-Altenburg: Repräsentiert die warme Abhangzone der letzten Karpatenausläufer (so auch den Spitzerberg), Messstelle in Halbtrockenrasenfragment innerhalb einer Thermophilgehölzlichtung, in etwa westlich exponiert. Halter des aktuellen österr. Hitzerekords und eine der wärmeren Stationen Österreichs, mikroklimatisch hoch begünstigt - abseits von nächtlichen Inversionen liegend.
Zum Vergleich Podersdorf: Offenes Ebenenklima, durch Seeeinfluss, der oftmals Tagestemperaturspitzen niederdrückt und nächtliche Abkühlung - bei fehlendem Seeeis - deutlich reduziert, und - erwärmend - durch "Verortschaftung" mikroklimatisch beeinflusst.
Zum Vergleich Hohenau an der March: Die wohl kontinentalste Messstelle Österreichs, ganzjährig mit starkem Nachtinversionseinfluss, im Sommer eine der tagsüber warmen Stationen, aber selbst dann praktisch immer mit kühlen Nächten um 15 Grad.
Aktuelle phänologische Angaben, wenn auch nicht mehr "Frühe Erstblüten 2020":
5.3.2020: Wien 22, Stadlau, Langobardenstraße bei U2 Donauspital: Vollblüte von Draba verna agg.
8.3.2020: Draba verna-Blüte in Prellenkirchen, Hauptstraße, begonnen.
11.3.: Hauptstraße Prellenkirchen Tulpenblüte, ich kann aber die frühe Sippe nicht benennen. Im Ort seit wenigen Tagen Prunus cerasifera langsam aufblühend. Noch lang keine Zwetschken; heute erste Bittermandel-Aufblüte (späte Sorte) im Ort.
Wien allgemein Vollblüte von Prunus dulcis, Bezirke 22, 21 und 19 Prunus spinosa im Regelfall noch keine Vollblüte.
12.3. Viola odorata in Prellenkirchen und Breitenbrunn Vollblüte, Forsythia-Kultivare unmittelbar vor Vollblüte, die bei Cornus mas noch anhält, dies aber außerhalb der Ortschaften beobachtet. Im Grenzbereich der Bezirke BL und ND Ficaria calthifolia Vollblüte.
13.3. im schattigen Breitenbrunner Hof bei voller odorata-Blüte allererste Viola hirta Knospen etwas öffnend.
Und noch ein kleiner Aufsatz:
Wie weit repräsentieren lokale Klimadaten (gemessen in 2 m Höhe, luftig und sonnenabgeschirmt, weitab der krautschichtrelevantesten Faktoren) die tatsächlichen lokalen Wuchsbedingungen?
Hierzu ein paar Abfragen vom 7.3.2020 aus wetter.orf.at für die vergangenen 4 Wochen für Orte, die in diesem Thema behandelt werden:
Lienz: Passt als kühles inneralpines Tal mit offensichtlicher nächtlicher Inversionsprägung gar nicht zu den phänologischen Befunden; eine repräsentative Klimaaufzeichnung für Olivers wärmegetönte Hanglagen scheint übers offizielle Messnetz nicht greifbar zu sein. Hierzu gäbe es eindeutigen wissenschaftlichen Bedarf nach neuen Messstationen in Hanglagen.
Wien Donaufeld: Offenes Ebenenklima nur durch Verstädterung mikroklimatisch ins Positive beeinflusst; repräsentiert halboffene Lagen des 21. und 22. Bezirks.
Wien Innenstadt: Leider kenne ich die Lage der Messstation (wie in den meisten Fällen) nicht. Sie müsste aber die extrem geschützten Häuserschluchten der Innenstadt ziemlich gut repräsentieren. (Es gibt hier grundsätzlich wenig Frostereignisse, die Nächte werden im Sommer sehr (dauer)warm, aber bei größeren hochsommerlichen Hitzewellen werden nicht so hohe Temperaturspitzen erreicht wie außerhalb der Innenstadt. Im Langfristmittel weitaus wärmste Lokalität Österreichs/seiner Messstellen, übrigens abseits Wien meist gefolgt von wechselnd Bodenseegebiet und Umgebung Neusiedlersee.)
Bad Deutsch-Altenburg: Repräsentiert die warme Abhangzone der letzten Karpatenausläufer (so auch den Spitzerberg), Messstelle in Halbtrockenrasenfragment innerhalb einer Thermophilgehölzlichtung, in etwa westlich exponiert. Halter des aktuellen österr. Hitzerekords und eine der wärmeren Stationen Österreichs, mikroklimatisch hoch begünstigt - abseits von nächtlichen Inversionen liegend.
Zum Vergleich Podersdorf: Offenes Ebenenklima, durch Seeeinfluss, der oftmals Tagestemperaturspitzen niederdrückt und nächtliche Abkühlung - bei fehlendem Seeeis - deutlich reduziert, und - erwärmend - durch "Verortschaftung" mikroklimatisch beeinflusst.
Zum Vergleich Hohenau an der March: Die wohl kontinentalste Messstelle Österreichs, ganzjährig mit starkem Nachtinversionseinfluss, im Sommer eine der tagsüber warmen Stationen, aber selbst dann praktisch immer mit kühlen Nächten um 15 Grad.
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- Jürgen Baldinger
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Re: Frühe Erstblüten 2020
Von mir noch einmal drei Beobachtungen von heute aus Trautmannsdorf/Leitha, bevor ich mich nun von diesem Beitrag "Frühe Erstblüten" abmelde, die Vegetationsperiode nimmt ihren Lauf.
Ficaria calthifolia am Hang des Hochwasserdamms und Microthlaspi perfoliatum an dessen lückigen StellenSalix cinerea in Sumpf (Niedermoor?) beim LeithakanalGeblüht hat auch Viola reichenbachiana.
Ficaria calthifolia am Hang des Hochwasserdamms und Microthlaspi perfoliatum an dessen lückigen StellenSalix cinerea in Sumpf (Niedermoor?) beim LeithakanalGeblüht hat auch Viola reichenbachiana.
"(...) gib ihnen noch zwei südlichere Tage (...)"
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Oliver Stöhr
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Re: Frühe Erstblüten 2020
Heute Nussdorf (Osttirol) auf rd. 700 msm blühend:
Luzula campestris
Scleranthus polycarpos
Anthoxanthum odoratum
Plantago lanceolata
Draba nemorosa
Symphytum tuberosum
Lathraea squamaria
Crocus albiflorus (Vollblüte)
Zudem gabs schon junge Blütenstände von Rumex acetosella.
Weiters Blattaustrieb von Prunus padus, Rosa canina, Lonicera xylosteum, Sambus nigra, Sambucus racemosa, Evonymus europaeus.
In Gärten blühen u.a. schon Forsythia x intermedia (tw. Vollblüte) und Muscari armeniacum.
Viele Grüße
Oliver
Luzula campestris
Scleranthus polycarpos
Anthoxanthum odoratum
Plantago lanceolata
Draba nemorosa
Symphytum tuberosum
Lathraea squamaria
Crocus albiflorus (Vollblüte)
Zudem gabs schon junge Blütenstände von Rumex acetosella.
Weiters Blattaustrieb von Prunus padus, Rosa canina, Lonicera xylosteum, Sambus nigra, Sambucus racemosa, Evonymus europaeus.
In Gärten blühen u.a. schon Forsythia x intermedia (tw. Vollblüte) und Muscari armeniacum.
Viele Grüße
Oliver
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