Löss-Hohlweg am Johannesberg in Unterlaa (Wien-Favoriten)
- Jürgen Baldinger
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Löss-Hohlweg am Johannesberg in Unterlaa (Wien-Favoriten)
Ich habe heute beim Hohlweg am 20 m hohen Johannesberg (alle Nicht-Flachland-Tiroler mögen verzeihen), einem floristischen Löss-Kleinod und Naturdenkmal in Wien (viewtopic.php?f=6&t=23)gesehen, dass in diesem Jahr nicht nur die oberen Flächen, die sich floristisch wunderbar entwickelt haben und als Puffer zu den Äckern dienen, gemäht wurden, sondern auch die schon leicht verbuschten Flächen am Beginn des Wegs.
Der strauchförmige Chamaecytisus austriacus mit allerersten Blühknospen, oben auf den Magerflächen der oft niederliegende bis aufsteigende Ch. ratisbonensis natürlich schon blühend. Euphorbia glareosa, hier mit einem von zwei Fundpunkten im Raum Wien (der zweite auf der Perchtoldsdorfer Heide) sprießt,auch Linum austriacum; Nonea pulla blühend. Die weißfilzigen Grundblätter von Salvia aethiopis (im Gebiet schon bei Neilreich genannt: "gegen Kledering"), die sich zum runden Steppenroller entwickeln wird,während Salvia austriacaeinen schlanken Habitus bekommen wird, hier mit ihrer dem Boden angepressen und zentral oft violett überlaufenen Grundblattrosette (im Vergleich mit S. nemorosa), die oft schon entwickelte Blühsprosse hat).Taraxacum serotinum ist im Hohlweg unverändert gut vorhanden. Der Löss-Löwenzahn gedeiht hier teilweise an den zum Teil senkrechten Lösswänden, sowie am südlichen, weniger wüchsigen Ende des Wegs auch mitten am Weg; dort auch Verbascum speciosa und Thesium dollineri.Astragalus asper, sonst hauptsächlich im Seewinkel, mit unverholztem, aufrechtem Stängel, anliegend (!) zweistrahligen Kompasshaaren und 8 - 15 Fiedernpaaren, wird bald gelblich erblühen.Onosma arenaria, angesalbt, mit wenigen sehr kurzen, sternförmig angeordneten Borstenhaaren an den Höckern der langen Borstenhaare der Grundblattoberseite.Von Astragalus austriacus habe ich noch nichts gesehen, und Cephalaria transsylvanica, ebenfalls dort, kommt ohnehin erst sehr viel später.
Gegenüber dem nördlichen Beginn des Wegs im Gebüsch Tulipa sylvestris.
Der strauchförmige Chamaecytisus austriacus mit allerersten Blühknospen, oben auf den Magerflächen der oft niederliegende bis aufsteigende Ch. ratisbonensis natürlich schon blühend. Euphorbia glareosa, hier mit einem von zwei Fundpunkten im Raum Wien (der zweite auf der Perchtoldsdorfer Heide) sprießt,auch Linum austriacum; Nonea pulla blühend. Die weißfilzigen Grundblätter von Salvia aethiopis (im Gebiet schon bei Neilreich genannt: "gegen Kledering"), die sich zum runden Steppenroller entwickeln wird,während Salvia austriacaeinen schlanken Habitus bekommen wird, hier mit ihrer dem Boden angepressen und zentral oft violett überlaufenen Grundblattrosette (im Vergleich mit S. nemorosa), die oft schon entwickelte Blühsprosse hat).Taraxacum serotinum ist im Hohlweg unverändert gut vorhanden. Der Löss-Löwenzahn gedeiht hier teilweise an den zum Teil senkrechten Lösswänden, sowie am südlichen, weniger wüchsigen Ende des Wegs auch mitten am Weg; dort auch Verbascum speciosa und Thesium dollineri.Astragalus asper, sonst hauptsächlich im Seewinkel, mit unverholztem, aufrechtem Stängel, anliegend (!) zweistrahligen Kompasshaaren und 8 - 15 Fiedernpaaren, wird bald gelblich erblühen.Onosma arenaria, angesalbt, mit wenigen sehr kurzen, sternförmig angeordneten Borstenhaaren an den Höckern der langen Borstenhaare der Grundblattoberseite.Von Astragalus austriacus habe ich noch nichts gesehen, und Cephalaria transsylvanica, ebenfalls dort, kommt ohnehin erst sehr viel später.
Gegenüber dem nördlichen Beginn des Wegs im Gebüsch Tulipa sylvestris.
"(...) gib ihnen noch zwei südlichere Tage (...)"
- Jürgen Baldinger
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Re: Löss-Hohlweg am Johannesberg in Unterlaa (Wien-Favoriten)
Vermutlich habe ich mich eh getäuscht, aber die Taraxacum-Rosetten noch vor dem nördlichen Beginn des Hohlwegs (etwa am Eck des benachbarten Ackers) haben eine auffallend ledrige Konsistenz und sind unterseits auch etwas filzig, entwickelten Schaft gab es auch noch keinen. Allerdings haben die Spreiten schon einen gezähnelten, buchtigen Rand. Sind Hybride unter serotinum-Beteiligung denkbar? Werde später im Jahr wieder hinschauen, wenn Schaft und Früchte vorhanden sind.
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- Hermann Falkner
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Re: Löss-Hohlweg am Johannesberg in Unterlaa (Wien-Favoriten)
Hallo Jürgen,
ich war jetzt schon einige Jahre nicht mehr im Hohlweg, aber bei meinem letzten Besuch war Taraxacum serotinum nur im Hohlweg selbst (sprich: im "Graben") vorhanden und da nur auf der ostexponierten Seite. Mein letzter Besuch war kurz nach der letzten Pflege (die Hohlwegwände sind dabei angerissen worden), es könnte daher also durchaus sein, dass sich die Art als Folge davon stärker ausgebreitet hat. Von Hybriden mit andren Taraxacum-Arten hab ich aber noch nichts gehört (bzw. sind die sonst in der Umgebung vorkommenden Taraxacum-Arten vermutlich alle - oder zumindest überwiegend - nicht sexuelle Sippen). T.-serotinum-Rosetten sind aber eigentlich eh sehr charakteristisch - ein Bild anbei (das ist übrigens vom Hohlweg am Johannesberg, 09.04.2011).
LG
Hermann
ich war jetzt schon einige Jahre nicht mehr im Hohlweg, aber bei meinem letzten Besuch war Taraxacum serotinum nur im Hohlweg selbst (sprich: im "Graben") vorhanden und da nur auf der ostexponierten Seite. Mein letzter Besuch war kurz nach der letzten Pflege (die Hohlwegwände sind dabei angerissen worden), es könnte daher also durchaus sein, dass sich die Art als Folge davon stärker ausgebreitet hat. Von Hybriden mit andren Taraxacum-Arten hab ich aber noch nichts gehört (bzw. sind die sonst in der Umgebung vorkommenden Taraxacum-Arten vermutlich alle - oder zumindest überwiegend - nicht sexuelle Sippen). T.-serotinum-Rosetten sind aber eigentlich eh sehr charakteristisch - ein Bild anbei (das ist übrigens vom Hohlweg am Johannesberg, 09.04.2011).
LG
Hermann
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- Jürgen Baldinger
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Re: Löss-Hohlweg am Johannesberg in Unterlaa (Wien-Favoriten)
Genau, habe sie eh auch fotografiert, man erkennt sie um diese Zeit tatsächlich gut (weiter südlich im Hohlweg kommt Taraxacum serotinum wie gesagt auch auf dem Hohlwegboden selbst vor). Aber auch bei den asexuellen Arten kommt es ja zu seltenen Fortpflanzungen auf geschlechtlichem Weg. Wie auch immer, so gut kann ich mögliche Hybride hier ohnehin nicht beurteilen.
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