Am Rand zwischen einem Fahrweg und den Weingärten gibt es bei Pfaffstätten, NÖ einen eindrucksvollen Bestand von Aristolochia clematitis - Osterluzei, der derzeit in Vollblüte ist.
LG Markus
Aristolochia clematitis - Pfaffstätten
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Aristolochia clematitis - Pfaffstätten
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- Jürgen Baldinger
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Re: Aristolochia clematitis - Pfaffstätten
Gefinkelte Ökologie - die Bestäuber werden zwei Tage in den Blüten gefangen gehalten, dann aber lebend entlassen:
Blütenökologisch handelt es sich um Kesselfallen vom Typ der "Gleitfallenblumen", sie sind vorweiblich und haben einen widerlichen Geruch. Das Perigon besteht aus dem basalen Kessel, der unter der Röhre steht und der oberseits eine durch Wachs glatte Lippe trägt. Besucher sind besonders kleine Zweiflügler, vor allem Zuckmücken der Gattung Ceratopogon, die abrutschen und über die nach unten gerichteten Reusenhaare in den Kessel fallen. Die Reusen welken erst nach Bestäubung der Narben, etwa nach zwei Tagen. Bis dahin werden die Insekten durch bereitgestellten Nektar am Leben gehalten. Auch spontane Selbstbestäubung ist möglich.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gewöhnliche_Osterluzei, abgerufen 26. Mai 2017
Der Osterluzeifalter lebt in Mitteleuropa übrigens nur von Aristolochia clematitis.
Blütenökologisch handelt es sich um Kesselfallen vom Typ der "Gleitfallenblumen", sie sind vorweiblich und haben einen widerlichen Geruch. Das Perigon besteht aus dem basalen Kessel, der unter der Röhre steht und der oberseits eine durch Wachs glatte Lippe trägt. Besucher sind besonders kleine Zweiflügler, vor allem Zuckmücken der Gattung Ceratopogon, die abrutschen und über die nach unten gerichteten Reusenhaare in den Kessel fallen. Die Reusen welken erst nach Bestäubung der Narben, etwa nach zwei Tagen. Bis dahin werden die Insekten durch bereitgestellten Nektar am Leben gehalten. Auch spontane Selbstbestäubung ist möglich.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gewöhnliche_Osterluzei, abgerufen 26. Mai 2017
Der Osterluzeifalter lebt in Mitteleuropa übrigens nur von Aristolochia clematitis.
"(...) gib ihnen noch zwei südlichere Tage (...)"
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Re: Aristolochia clematitis - Pfaffstätten
Hallo Jürgen!
Vielen Dank für die interessanten ergänzenden Erläuterungen. Der Geruch ist zwar eigenartig und nicht wirklich beschreibbar, aber widerlich würde ich nicht meinen.
Haben uns sehr über diesen prächtigen Bestand in unserer Nähe gefreut. Kennengelernt voriges Jahr bei einer Führung des Biosphärenparkes, da war der Bestand aber nicht mehr blühend.
Der Bestand wird laut Aussage Biosphärenpark nach Vereinbarung mit den Grundbesitzern und der Gemeinde entsprechend "gepflegt", d.h. im wesentlichen nicht niedergemäht, wenn die Randstreifen gemäht werden.
LG Markus
Vielen Dank für die interessanten ergänzenden Erläuterungen. Der Geruch ist zwar eigenartig und nicht wirklich beschreibbar, aber widerlich würde ich nicht meinen.
Haben uns sehr über diesen prächtigen Bestand in unserer Nähe gefreut. Kennengelernt voriges Jahr bei einer Führung des Biosphärenparkes, da war der Bestand aber nicht mehr blühend.
Der Bestand wird laut Aussage Biosphärenpark nach Vereinbarung mit den Grundbesitzern und der Gemeinde entsprechend "gepflegt", d.h. im wesentlichen nicht niedergemäht, wenn die Randstreifen gemäht werden.
LG Markus
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