Kaltenleutgeben - Trockenrasen, 2017 und 2018
- Hermann Falkner
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Re: Kaltenleutgeben - Trockenrasen, 17.03.2017
Hallo Markus, so "streng" musst bzw sollst du bezüglich Einstellen unter Besondere Funde nicht sein - sonst gibts dort bald keine Beiträge mehr :-)
Zu diesem Fund möchte ich ergänzen - der Trockenrasen liegt sicherlich schon im Flysch-Wienerwald, Kaltenleutgeben hat nördlich der Liesing nur an der Wiener Stadtgrenze einen Anteil am Kalk-Wienerwald, der sonst grob gesprochen südlich der Liesing beginnt, dh der Fund war auf Sandstein und vermutlich kalkärmer; Pulsatilla pratensis subsp. nigricans "mag" nämlich kalkärmere Wiesen eher, Pulsatilla grandis dagegen ist stärker kalkliebend und meiner Erfahrung nach auf kalkärmeren Standorten selten, wenn überhaupt vorhanden :-) worauf ich hinaus will - womöglich ist an diesem (!) Standort sogar P. vulgaris der bemerkenswertere Fund, dazu müsste man aber Gebiet und Geologie etwas genauer kennen.
Auf den Wienerwaldwiesen sind übrigens die beiden Pulsatilla-Arten durchaus selten - wirklich häufig sind sie nur am Ostabfall, entlang der Thermenlinie, an den gut bekannten Standorten südlich von Kalksburg und Perchtoldsdorf.
"Tief" im Wienerwald sind aber Trocken- und Halbtrockenrasen wie dieser durchaus was ganz besonderes - und auch gefährdet, trotz Biosphärenpark Wienerwald!
Manche Wienerwaldwiesen werden auch kräftig gedüngt, dementsprechend uninteressant werden diese dann botanisch, aber zum Glück gibts auch viele, die im Sinn des Naturschutzes +- nachhaltig bewirtschaftet werden, wie offensichtlich auch diese :-)
Zu diesem Fund möchte ich ergänzen - der Trockenrasen liegt sicherlich schon im Flysch-Wienerwald, Kaltenleutgeben hat nördlich der Liesing nur an der Wiener Stadtgrenze einen Anteil am Kalk-Wienerwald, der sonst grob gesprochen südlich der Liesing beginnt, dh der Fund war auf Sandstein und vermutlich kalkärmer; Pulsatilla pratensis subsp. nigricans "mag" nämlich kalkärmere Wiesen eher, Pulsatilla grandis dagegen ist stärker kalkliebend und meiner Erfahrung nach auf kalkärmeren Standorten selten, wenn überhaupt vorhanden :-) worauf ich hinaus will - womöglich ist an diesem (!) Standort sogar P. vulgaris der bemerkenswertere Fund, dazu müsste man aber Gebiet und Geologie etwas genauer kennen.
Auf den Wienerwaldwiesen sind übrigens die beiden Pulsatilla-Arten durchaus selten - wirklich häufig sind sie nur am Ostabfall, entlang der Thermenlinie, an den gut bekannten Standorten südlich von Kalksburg und Perchtoldsdorf.
"Tief" im Wienerwald sind aber Trocken- und Halbtrockenrasen wie dieser durchaus was ganz besonderes - und auch gefährdet, trotz Biosphärenpark Wienerwald!
Manche Wienerwaldwiesen werden auch kräftig gedüngt, dementsprechend uninteressant werden diese dann botanisch, aber zum Glück gibts auch viele, die im Sinn des Naturschutzes +- nachhaltig bewirtschaftet werden, wie offensichtlich auch diese :-)
- Hermann Falkner
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Re: Kaltenleutgeben - Trockenrasen, 17.03.2017
... habe etwas nachgelesen und ich glaub, bezüglich Geologie wäre zu korrigieren: die Frankenfelser Decke = nördlichste Formation im Kalk-Wienerwald greift wohl doch noch knapp nördlich über die Dürre Liesing, und somit könnte dieser Standort doch noch "gut" auf Kalk liegen:
Demnach gibts da Dolomit = ein Kalkgestein, das weniger gut als zB Dachsteinkalk verwittert und kalkärmere Böden als auf Dachsteinkalk bringt, es könnte aber auch noch kalkärmere Sandsteine geben, dh ein Übergangsbereich zum Flysch-Gebiet, in letzterem wechseln geringer kalkhaltige Böden mit neutralen bis sogar sauren Sandsteinböden.
Demnach gibts da Dolomit = ein Kalkgestein, das weniger gut als zB Dachsteinkalk verwittert und kalkärmere Böden als auf Dachsteinkalk bringt, es könnte aber auch noch kalkärmere Sandsteine geben, dh ein Übergangsbereich zum Flysch-Gebiet, in letzterem wechseln geringer kalkhaltige Böden mit neutralen bis sogar sauren Sandsteinböden.
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OnlineStefan Lefnaer
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Re: Kaltenleutgeben - Trockenrasen, 17.03.2017
Pulsatilla grandis tritt auch am Ostrand des Waldviertels im Moravikum auf (z.B. NSG Fehhaube-Kogelsteine). Dort dürften die Böden, die über magmatischen Gesteinen entstanden sind, weitgehend kalkfrei sein.
Laut Rothmaler 21. Auflage ist der Reaktionszahl-Zeigerwert von P. vulgaris (die eng verwandte P. grandis gibt es in DE nicht) 7, d.h. "Schwachsäure- bis Schwachbasenzeiger, niemals auf stark sauren Böden".
Laut Rothmaler 21. Auflage ist der Reaktionszahl-Zeigerwert von P. vulgaris (die eng verwandte P. grandis gibt es in DE nicht) 7, d.h. "Schwachsäure- bis Schwachbasenzeiger, niemals auf stark sauren Böden".
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Re: Kaltenleutgeben - Trockenrasen, 17.03.2017
Hallo!
Als Ergänzung, weil ich jetzt noch im Internet etwas nach gesucht habe.
Die Wiese ist offenbar die Emmelwiese, obwohl das in keinen mir vorliegenden Karten eingetragen ist. Die Benennung erfolgt wohl aufgrund der am Gegenüber liegenden Hang befindlichen Emmelquelle.
Über die Kuhschellen gibt es eine interessante Arbeit.
http://www.bcbea.at/wp-content/uploads/2015/12/BCBEA_1-2_262-289_Sauberer_Panrok_20151221.pdf
LG Markus
Als Ergänzung, weil ich jetzt noch im Internet etwas nach gesucht habe.
Die Wiese ist offenbar die Emmelwiese, obwohl das in keinen mir vorliegenden Karten eingetragen ist. Die Benennung erfolgt wohl aufgrund der am Gegenüber liegenden Hang befindlichen Emmelquelle.
Über die Kuhschellen gibt es eine interessante Arbeit.
http://www.bcbea.at/wp-content/uploads/2015/12/BCBEA_1-2_262-289_Sauberer_Panrok_20151221.pdf
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Re: Kaltenleutgeben - Trockenrasen, 17.03.2017
Hallo!
Jetzt hätte ich noch Fotos von einer (oder zwei?) Kuhschelle von diesem Standort vom Vorjahr, 28.03.2016.
Ist das ein Hybrid zwischen Pulsatilla grandis und Pulsatilla pratensis subsp. nigricans???
Dunkelviolette Farbe, Blüte aber geöffnet, aber immer noch leicht nickend, Ggrößer als die Pulsatilla pratensis subsp. nigricans




LG Markus
Jetzt hätte ich noch Fotos von einer (oder zwei?) Kuhschelle von diesem Standort vom Vorjahr, 28.03.2016.
Ist das ein Hybrid zwischen Pulsatilla grandis und Pulsatilla pratensis subsp. nigricans???
Dunkelviolette Farbe, Blüte aber geöffnet, aber immer noch leicht nickend, Ggrößer als die Pulsatilla pratensis subsp. nigricans




LG Markus
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