Burgstall bei Haslach
Re: Burgstall bei Haslach
Am 20.5.23 wurde der Bockstallberg von den 2 Freikäufern einer gut 1,2 HA großen Fläche besucht um die dort dzt. blühende Orchideenflora zu entdecken:
Unerwartet viele Orchis militaris und auch Orchis purpurea und gut 10 Cypripedium calceolus :-)
Unerwartet viele Orchis militaris und auch Orchis purpurea und gut 10 Cypripedium calceolus :-)
LG Reini BR
Re: Burgstall bei Haslach
Gestern haben 5 fleißige Helferlein die neu zugekaufte Fläche am Bockstallberg gemäht(oben) und weiter unten ausgelichtet. Bei trockenem und nicht allzu heißen Wetter ging ordentlich etwas weiter :-)
Ein paar Impressionen von gestern - auf der GE Aufnahme in der schwarzen Ellipse ein Teil der neuen Fläche:
Ein paar Impressionen von gestern - auf der GE Aufnahme in der schwarzen Ellipse ein Teil der neuen Fläche:
LG Reini BR
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scheuchzeria
- Beiträge: 39
- Registriert: Sonntag 2. August 2020, 15:12
Re: Burgstall bei Haslach
Hallo,
rein Interesse halber. Ich selber arbeite im Naturschutz in NRW. Da können wir solche Maßnahmen (Flächenankauf, Erstpflege) über Fördermittel der EU und des Bundeslandes zu 100% finanzieren lassen. Die dauerhafte Pflege wird über das Förderinstrument des Vertragsnaturschutzes (auch das Bundesland und EU) finanziert, führen in der Regel dann Landwirte aus. In diesem Beispiel: Mahd Magerrasen per Hand wären das in NRW:
Mahd Sonderbiotop: 595€/ha + Zuschlag für Handmahd (muss auf 50% der Fläche zutreffen) 1290€/ha + Erschwernis für Hanglage, Gehölze, Räumen per Hand: 300€/ha machen insgesamt 2185€/ha...hinzu kommt die Grundförderung ca. 160€/ha, aus der Ökoregelung 5 wegen artenreichem Grünland gibt es 240€/ha on top. Macht dann 2585€/ha Förderung pro Jahr. Die Art der Pflege stellt hier natürlich körperlich die schwierigste Arbeit dar, gibt es bei uns für Beweidung mit Nachpflege und und und...ist recht komplex und unüberschaubar und aufgrund des Förderalismus Ländersache. In den Bundesländern mit Grünland deluxe bis zum Horizont (Brandenburg, Mecklenburg) hat das Land entschieden kein großes Geld in die Hand zu nehmen. Folge: deluxe liegt brach. Bei uns gibt es die höchsten Sätze, da schaut der Söder schön blöd drein :)
Gibt es etwas vergleichbares in Österreich? Obwohl das müsste z. B. die Grundpflege sein: https://www.oerok.gv.at/eu-fonds-2021-2027/eler
Kennt sich da jemand von Euch aus? Wenn ich nicht weiter weiß, frage ich mich meist: Wie machen das bloß die Griechen? Sorry für die Tapete, aber mich interessieren die Förderinstrumente in anderen Mitgliedsstaaten...die Agrarlobby arbeitet weltweit, wir im Naturschutz gefühlt im Dorf.
schöne Grüße
René
rein Interesse halber. Ich selber arbeite im Naturschutz in NRW. Da können wir solche Maßnahmen (Flächenankauf, Erstpflege) über Fördermittel der EU und des Bundeslandes zu 100% finanzieren lassen. Die dauerhafte Pflege wird über das Förderinstrument des Vertragsnaturschutzes (auch das Bundesland und EU) finanziert, führen in der Regel dann Landwirte aus. In diesem Beispiel: Mahd Magerrasen per Hand wären das in NRW:
Mahd Sonderbiotop: 595€/ha + Zuschlag für Handmahd (muss auf 50% der Fläche zutreffen) 1290€/ha + Erschwernis für Hanglage, Gehölze, Räumen per Hand: 300€/ha machen insgesamt 2185€/ha...hinzu kommt die Grundförderung ca. 160€/ha, aus der Ökoregelung 5 wegen artenreichem Grünland gibt es 240€/ha on top. Macht dann 2585€/ha Förderung pro Jahr. Die Art der Pflege stellt hier natürlich körperlich die schwierigste Arbeit dar, gibt es bei uns für Beweidung mit Nachpflege und und und...ist recht komplex und unüberschaubar und aufgrund des Förderalismus Ländersache. In den Bundesländern mit Grünland deluxe bis zum Horizont (Brandenburg, Mecklenburg) hat das Land entschieden kein großes Geld in die Hand zu nehmen. Folge: deluxe liegt brach. Bei uns gibt es die höchsten Sätze, da schaut der Söder schön blöd drein :)
Gibt es etwas vergleichbares in Österreich? Obwohl das müsste z. B. die Grundpflege sein: https://www.oerok.gv.at/eu-fonds-2021-2027/eler
Kennt sich da jemand von Euch aus? Wenn ich nicht weiter weiß, frage ich mich meist: Wie machen das bloß die Griechen? Sorry für die Tapete, aber mich interessieren die Förderinstrumente in anderen Mitgliedsstaaten...die Agrarlobby arbeitet weltweit, wir im Naturschutz gefühlt im Dorf.
schöne Grüße
René
- Jürgen Baldinger
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- Registriert: Montag 19. September 2016, 19:47
- Wohnort: Wien
Re: Burgstall bei Haslach
Margit Gross vom Naturschutzbund NÖ hat mir heute dazu erzählt, dass Pflegemaßnahmen bei passenden Umständen auch hier in Ostösterreich von Landwirten übernommen würden, diese aber oft nicht gegeben seien. Da es kaum mehr Wiesen und Weiden gibt, fehle unseren Bauern vielfach schlicht das Mähwerkzeug. Zum anderen sind unsere Schutzgebiete meist klein, was es zusätzlich erschwere, jemanden zu finden. Falls die Pflege von externen Leuten durchgeführt wird, ist eine aufwändige, engmaschige Kontrolle wichtig, damit nicht mehr kaputtgemacht als erhalten wird.
"(...) gib ihnen noch zwei südlichere Tage (...)"
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