Forum-Umfrage: Kooperation mit Medien
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kurt nadler
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Re: Forum-Umfrage: Kooperation mit Medien
keine ahnung zu alledem, aber die ganze woche ist mit ziemlicher sicherheit für so was zu haben, sicher nicht regelmäßig, aber mit einem einmalartikel mit entsprechender aufmachung, am besten einem konkreten anlass. zuletzt hatte es grad das naturschädliche tiroler gletscherschi-horrorprojekt reingeschafft - von der widerstandsseite transportiert.
- Jürgen Baldinger
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Re: Forum-Umfrage: Kooperation mit Medien
Bei der "ganzen Woche" bin ich es, der aussteigen würde. Das ist für mich der gegenaufklärerische Tiefpunkt unserer Medienlandschaft, wo hingebungsvoll Bachblütentherapie und g'sunder Watschen gehuldigt wird.
"(...) gib ihnen noch zwei südlichere Tage (...)"
- Stefan Lefnaer
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Re: Forum-Umfrage: Kooperation mit Medien
Ich hab die schon seit Jahrzehnten nicht mehr gelesen. Damals, kann ich mich erinnern, haben sie eine Wahrsagerin befragt, die die Anzahl der Sterne in der EU-Flagge als ganz furchtbares Omen für den geplanten EU-Beitritt Österreichs interpretiert hat. So wie ich Jürgen verstehe, haben sie sich ja vielleicht sogar zwischenzeitlich etwas gebessert... :-)
Andererseits müssten wir ja überhaupt erst eine Zeitung finden, die das bringt. Da können wir vielleicht gar nicht so wählerisch sein. Drum wäre es aus meiner Sicht sinnvoll eine abgerundete, interessante und auch wissenschaftlich fundierte Story zu haben, nämlich z.B. Artensterben/neue RL, in die wir das verpacken. Von so einem undifferenzierten "ach wie schön und toll sind unsere (!?) Pflanzenarten" halte ich nicht so viel.
Und außerdem: gibt es noch weitere Leute hier im Forum, die eine Meinung dazu haben und diese äußern wollen? Es ist ja nicht gscheit, wenn immer nur diesselben 3, 4 Leute posten...
Andererseits müssten wir ja überhaupt erst eine Zeitung finden, die das bringt. Da können wir vielleicht gar nicht so wählerisch sein. Drum wäre es aus meiner Sicht sinnvoll eine abgerundete, interessante und auch wissenschaftlich fundierte Story zu haben, nämlich z.B. Artensterben/neue RL, in die wir das verpacken. Von so einem undifferenzierten "ach wie schön und toll sind unsere (!?) Pflanzenarten" halte ich nicht so viel.
Und außerdem: gibt es noch weitere Leute hier im Forum, die eine Meinung dazu haben und diese äußern wollen? Es ist ja nicht gscheit, wenn immer nur diesselben 3, 4 Leute posten...
- 2045
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Re: Forum-Umfrage: Kooperation mit Medien
Liebe Forumskollegen!
Auch auf die Gefahr hin, teilweise etwas stärker vom ursprünglichen Thema abzuweichen, meine Anmerkungen. Zu aller erst bewundere ich Jürgen, für seine immer wieder aufflammenden Aktivitäten zur „Verbreitung der Botanik in der Öffentlichkeit“.
Für mich stellt sich aber hier die Hauptfrage - welcher konkrete Zweck soll damit erfüllt werden?
Aufspringen auf den aktuell populären Klimaschutzzug?
Bewerbung des Forums?
Bewerbung der Botanik allgemein? (das wird sicher mit einer regelmäßigen Artvorstellung nicht gelingen).
Heute sind zwar alle für Klimaschutz, und damit indirekt auch für Naturschutz. Nur wenn man dann damit selbst beginnen soll, ist alles vorbei. Da geht es gar nicht um das „böse“ Auto oder Flugzeug.
Das beginnt schon bei Gartenbesitzern damit, das eben kein mehrfach gedüngter Rasen der wöchentlich vom Rasenroboter gemäht wird, unbedingt notwendig sind, geht über diverse Spritzmitteln die zwar effektiv und schnell wirken, aber doch nicht ganz so harmlos sind,….
Bei uns im Wienerwald ist in weiten Kreisen bis heute nicht bekannt, das dies ein Biosphärenpark ist, wo halt auch Kernzonen eingerichtet wurden, für die halt ein Betretungsverbot gilt. Bei örtlichen Pflegeterminen zeigt sich dann auch sehr schnell die Begeisterungsfähigkeit für die Natur....
Der Naturgedanke ist heute sehr flexibel angesetzt, grün in der Natur ist gut, und da ist für fast alle eine saftig grüne intensiv gepflegte Wiese (Privat oder Landwirtschaft) wesentlich schöner als irgendein struppiger, braunvertrockneter Trockenrasen.
Diese Meinungen /Einstellungen wird man mit Artvorstellungen sicher nicht beeinflussen können.
Insofern kann ich mir nicht vorstellen, dass aus Leserkreisen an regelmäßigen Art Porträts großes Interesse besteht. So etwas hat es vor langer Zeit in diversen Gartenzeitschriften als Sammelkärtchen gegeben.
Ganz besonders dann, wenn die Pflanzen unscheinbar sind, keinen „ Zweck“ erfüllen (nicht essbar, kein Heilkraut) und vielerorts sogar als unerwünschte Unkräuter mit großem finanziellen und Zeitaufwand bekämpft werden.
Wie man an den wenigen Meldungen sieht, ist alleine schon die Meinung welche Medien hierzu geeignet sind oder nicht, schon sehr unterschiedlich.
Welche Medien würden jetzt überhaupt noch überbleiben?
Die Grundsatzfrage ist aber eher, welches dieser überbleibenden Medium hätte an so einem Beitrag überhaupt Interesse, bzw. würde einen Platz dafür anbieten. Persönlich glaube ich keines, vor allem mit regelmäßigen (wöchentlichen) Beiträgen.
Das hängt wohl auch ganz stark vom Inhalt an.
Vielleicht einmal hier im Forum einen Beitrag erstellen, wie man sich das vorstellt und mit dem man die Medien kontaktieren will.
Ist er zu wissenschaftlich, wird wohl überhaupt niemand Interesse haben, ist er sehr „einfach“ aufgebaut und geschrieben, gibt es vielleicht irgendwo ein Plätzchen, nur wird dann überhaupt der ursprüngliche Zweck erreicht?
Ganz gefährlich wird es, wenn Redakteure ins Spiel kommen, die den zugesendeten Text dann beliebig verändern können und niemand mehr vor dem Druck eine Möglichkeit hat, die Stopptaste zu drücken.
LG Markus
Auch auf die Gefahr hin, teilweise etwas stärker vom ursprünglichen Thema abzuweichen, meine Anmerkungen. Zu aller erst bewundere ich Jürgen, für seine immer wieder aufflammenden Aktivitäten zur „Verbreitung der Botanik in der Öffentlichkeit“.
Für mich stellt sich aber hier die Hauptfrage - welcher konkrete Zweck soll damit erfüllt werden?
Aufspringen auf den aktuell populären Klimaschutzzug?
Bewerbung des Forums?
Bewerbung der Botanik allgemein? (das wird sicher mit einer regelmäßigen Artvorstellung nicht gelingen).
Heute sind zwar alle für Klimaschutz, und damit indirekt auch für Naturschutz. Nur wenn man dann damit selbst beginnen soll, ist alles vorbei. Da geht es gar nicht um das „böse“ Auto oder Flugzeug.
Das beginnt schon bei Gartenbesitzern damit, das eben kein mehrfach gedüngter Rasen der wöchentlich vom Rasenroboter gemäht wird, unbedingt notwendig sind, geht über diverse Spritzmitteln die zwar effektiv und schnell wirken, aber doch nicht ganz so harmlos sind,….
Bei uns im Wienerwald ist in weiten Kreisen bis heute nicht bekannt, das dies ein Biosphärenpark ist, wo halt auch Kernzonen eingerichtet wurden, für die halt ein Betretungsverbot gilt. Bei örtlichen Pflegeterminen zeigt sich dann auch sehr schnell die Begeisterungsfähigkeit für die Natur....
Der Naturgedanke ist heute sehr flexibel angesetzt, grün in der Natur ist gut, und da ist für fast alle eine saftig grüne intensiv gepflegte Wiese (Privat oder Landwirtschaft) wesentlich schöner als irgendein struppiger, braunvertrockneter Trockenrasen.
Diese Meinungen /Einstellungen wird man mit Artvorstellungen sicher nicht beeinflussen können.
Insofern kann ich mir nicht vorstellen, dass aus Leserkreisen an regelmäßigen Art Porträts großes Interesse besteht. So etwas hat es vor langer Zeit in diversen Gartenzeitschriften als Sammelkärtchen gegeben.
Ganz besonders dann, wenn die Pflanzen unscheinbar sind, keinen „ Zweck“ erfüllen (nicht essbar, kein Heilkraut) und vielerorts sogar als unerwünschte Unkräuter mit großem finanziellen und Zeitaufwand bekämpft werden.
Wie man an den wenigen Meldungen sieht, ist alleine schon die Meinung welche Medien hierzu geeignet sind oder nicht, schon sehr unterschiedlich.
Welche Medien würden jetzt überhaupt noch überbleiben?
Die Grundsatzfrage ist aber eher, welches dieser überbleibenden Medium hätte an so einem Beitrag überhaupt Interesse, bzw. würde einen Platz dafür anbieten. Persönlich glaube ich keines, vor allem mit regelmäßigen (wöchentlichen) Beiträgen.
Das hängt wohl auch ganz stark vom Inhalt an.
Vielleicht einmal hier im Forum einen Beitrag erstellen, wie man sich das vorstellt und mit dem man die Medien kontaktieren will.
Ist er zu wissenschaftlich, wird wohl überhaupt niemand Interesse haben, ist er sehr „einfach“ aufgebaut und geschrieben, gibt es vielleicht irgendwo ein Plätzchen, nur wird dann überhaupt der ursprüngliche Zweck erreicht?
Ganz gefährlich wird es, wenn Redakteure ins Spiel kommen, die den zugesendeten Text dann beliebig verändern können und niemand mehr vor dem Druck eine Möglichkeit hat, die Stopptaste zu drücken.
LG Markus
- Stefan Lefnaer
- Beiträge: 4649
- Registriert: Sonntag 18. September 2016, 21:41
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Re: Forum-Umfrage: Kooperation mit Medien
Es geht hier nicht um Klimaschutz, sondern um das Artensterben (das aber wohl vom Klimawandel verstärkt wird). Die planetare Grenze ist hier vermutlich sogar schon deutlich stärker überschritten, als beim Klima, siehe hier, daher ist es wohl sinnvoll darauf aufmerksam zu machen. Und es ist auch durchaus sinnvoll den Menschen klarzumachen, dass dies nicht nur Gorillas und Tiger irgendwo am anderen Ende der Welt betrifft, sondern auch die heimische Flora. Die konkreten Gefährdungen wie Bodenversiegelung, Herbizideinsatz, oftmalige Mahd usw. sollten jeweils angeführt werden, um dafür ein Bewusstsein zu schaffen.
Und ich glaube auch durchaus, dass da Interesse dafür besteht. Wenn ich z.B. heute in die Wissenschaftsseite vom Standard schaue, dann lese ich u.a. etwas von einer in Bernstein konservierten Raupe, gefiederten Dinosauriern, Archäologie und Bodenmikroorganismen als Überlebenskünstler. Also lauter "nutzlose" Dinge, die aber anscheinend sehr wohl jemanden interessieren. Dass das nicht in allen Zeitungen gleichermaßen der Fall ist, das habe ich ja schon mehrfach betont und darum meine ich, dass man sich nur an ein Publikum wenden sollte, das ein gewisses Verständnis und Interesse mitbringt.
Und ich glaube auch durchaus, dass da Interesse dafür besteht. Wenn ich z.B. heute in die Wissenschaftsseite vom Standard schaue, dann lese ich u.a. etwas von einer in Bernstein konservierten Raupe, gefiederten Dinosauriern, Archäologie und Bodenmikroorganismen als Überlebenskünstler. Also lauter "nutzlose" Dinge, die aber anscheinend sehr wohl jemanden interessieren. Dass das nicht in allen Zeitungen gleichermaßen der Fall ist, das habe ich ja schon mehrfach betont und darum meine ich, dass man sich nur an ein Publikum wenden sollte, das ein gewisses Verständnis und Interesse mitbringt.
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