Waldatlas
- Stefan Lefnaer
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Waldatlas
Vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft bzw. vom BfW gibt es nun einen "Waldatlas". Dieser könnte beim Kartieren und beim Auffinden von interessanten Waldbiotopen durchaus hilfreich sein. Im Folgenden ein Screenshot aus der Baumartenkarte, fokussiert auf den Hollabrunner Wald. Da bekomme ich aber ein bisserl Zweifel. Kann es wirklich sein, dass das BfW den Unterschied zwischen Fichte (die es dort praktisch nicht gibt) und aufgeforsteter Douglasie nicht kennt? Dass offensichtlich manche Leute glauben es gäbe nur eine "Eiche" und nicht vier heimische Arten mit ganz unterschiedlichen Habitatansprüchen, daran habe ich mich ja schon gewöhnt.
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Oliver Stöhr
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Re: Waldatlas
Danke für den Hinweis!
Angabe lt. Homepage: „Die Baumartenkarte basiert auf Vegetations-Index-Zeitreihen die aus Sentinel-2-Satellitenbildern, errechnet werden. Gemeinsam mit Gelände und Vegetationshöhenmodellen, wird mit Neuronalen Netzen (eine Methode des maschinellen Lernens bzw. der künstlichen Intelligenz) eine Baumartenkarte für die gesamte österreichische Waldfläche erstellt. Die Baumartenkarte mit 26 Klassen wird nach der Erstellung, für das vorliegende Produkt, auf 14 Klassen zusammengefasst. Die räumliche Auflösung beträgt 10-mal-10-Metern und entspricht der Auflösung der Sentinel-2 Satellitenbilder.“
Bei uns in Osttirol sind Buchen im unteren Defereggental und bei Matrei verzeichnet - dort gibt es aber keine …
Lg
Oliver
Angabe lt. Homepage: „Die Baumartenkarte basiert auf Vegetations-Index-Zeitreihen die aus Sentinel-2-Satellitenbildern, errechnet werden. Gemeinsam mit Gelände und Vegetationshöhenmodellen, wird mit Neuronalen Netzen (eine Methode des maschinellen Lernens bzw. der künstlichen Intelligenz) eine Baumartenkarte für die gesamte österreichische Waldfläche erstellt. Die Baumartenkarte mit 26 Klassen wird nach der Erstellung, für das vorliegende Produkt, auf 14 Klassen zusammengefasst. Die räumliche Auflösung beträgt 10-mal-10-Metern und entspricht der Auflösung der Sentinel-2 Satellitenbilder.“
Bei uns in Osttirol sind Buchen im unteren Defereggental und bei Matrei verzeichnet - dort gibt es aber keine …
Lg
Oliver
Re: Waldatlas
Ich glaube die Erstellung einer präzisen Karte für ganz Österreich durch blose menschliche Kartierung wäre eine imense Aufgabe. Zu wünschen wäre es.
- Stefan Lefnaer
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Re: Waldatlas
Ich hätte eigentlich gedacht, dass es von allen Wäldern in Österreich schon seit langem Forstoperate gibt. Das sind ja schließlich auch Vermögenswerte, die schon früh inventarisiert wurden.
Bezüglich KI-Einsatz: meiner Meinung spricht da nichts dagegen. Nur sollte man den Output nicht unhinterfragt veröffentlichen, sondern einer Plausibilitätskontrolle unterziehen.
Bezüglich KI-Einsatz: meiner Meinung spricht da nichts dagegen. Nur sollte man den Output nicht unhinterfragt veröffentlichen, sondern einer Plausibilitätskontrolle unterziehen.
- Hermann Falkner
- Beiträge: 1993
- Registriert: Sonntag 23. Oktober 2016, 20:16
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Re: Waldatlas
Ich hab ein paar mir bekannte Standorte von Douglasien gesucht, ganz leicht geht das im Hochleithenwald Wolkersdorf: da seh ich auch nur Fichten kartiert.
(Im Wald- und Mühlviertel bei dem hohen Fichtenanteil dagegen nicht ausmachbar ...).
Der Hochleithenwald ist zu grossen Teilen nicht öffentlich zugänglich, aber die Stellen, die ich kenne, sind ausschliesslich Douglasien - leicht erkennbar mit lauter Laubwald drumherum.
Trotzdem nützlich, wenn man in einem unbekannten Gebiet intressantes sucht.
Die Schwarzföhrenhänge kann man zB am Alpenostrand gut ausmachen - sehr schön zB in Flatz: Gösing Südhang (was die Karte natürlich nicht leistet ist ob nativ oder nicht, da muss man dann schon selbst hin.)
In der Lobau sieht man schön die Föhrenforste & insbes. auch deren Ausdehnung - abgesehen davon ist die Karte für die Au aber nicht sehr nützlich.
Im Leithagebirge gibts massiv Hainbuche, die noch nicht mal eine Farbe hat, ist bei sonstigem Laub dabei.
Also viele Ungenauigkeiten, trotzdem Überblicke, die man sonst nur hat, wenn man ein Gebiet sehr gut kennt.
(Im Wald- und Mühlviertel bei dem hohen Fichtenanteil dagegen nicht ausmachbar ...).
Der Hochleithenwald ist zu grossen Teilen nicht öffentlich zugänglich, aber die Stellen, die ich kenne, sind ausschliesslich Douglasien - leicht erkennbar mit lauter Laubwald drumherum.
Trotzdem nützlich, wenn man in einem unbekannten Gebiet intressantes sucht.
Die Schwarzföhrenhänge kann man zB am Alpenostrand gut ausmachen - sehr schön zB in Flatz: Gösing Südhang (was die Karte natürlich nicht leistet ist ob nativ oder nicht, da muss man dann schon selbst hin.)
In der Lobau sieht man schön die Föhrenforste & insbes. auch deren Ausdehnung - abgesehen davon ist die Karte für die Au aber nicht sehr nützlich.
Im Leithagebirge gibts massiv Hainbuche, die noch nicht mal eine Farbe hat, ist bei sonstigem Laub dabei.
Also viele Ungenauigkeiten, trotzdem Überblicke, die man sonst nur hat, wenn man ein Gebiet sehr gut kennt.
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