Phänologie 2023
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kurt nadler
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Re: Phänologie 2023
von krokusblüten im jänner hab ich glaub ich noch nie gehört.
unsre phänologie in prellenkirchen ist nicht sonderlich fortgeschritten.
nun, in wien, konkret am biberhaufen in wien-aspern, in nicht mikroklimatisch begünstigter lage, tut sich schon einiges an der geophytenfront: eranthis blüht los, galanthus nivalis zeigt zwischen den blättern bereits die blütenhüllen, ornithogalum umbellatum s.l. hat bereits mehrzentimetrig ausgetrieben, detto tulipa sylvestris, alles wild bzw. längerjährige verwilderungen. weiters sind die blütenknospen von taxus x media beträchtlich angeschwollen.
am wiener biberhaufenweg blüht corylus colurna voll; einzelne blühende corylus avellana gibts seit tagen auch schon weit im osten, etwa bei der flugschule spitzerberg bei hundsheim / hainburger berge.
unsre phänologie in prellenkirchen ist nicht sonderlich fortgeschritten.
nun, in wien, konkret am biberhaufen in wien-aspern, in nicht mikroklimatisch begünstigter lage, tut sich schon einiges an der geophytenfront: eranthis blüht los, galanthus nivalis zeigt zwischen den blättern bereits die blütenhüllen, ornithogalum umbellatum s.l. hat bereits mehrzentimetrig ausgetrieben, detto tulipa sylvestris, alles wild bzw. längerjährige verwilderungen. weiters sind die blütenknospen von taxus x media beträchtlich angeschwollen.
am wiener biberhaufenweg blüht corylus colurna voll; einzelne blühende corylus avellana gibts seit tagen auch schon weit im osten, etwa bei der flugschule spitzerberg bei hundsheim / hainburger berge.
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Zuletzt geändert von kurt nadler am Sonntag 15. Januar 2023, 12:18, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Phänologie 2023
ein paar Bilder der vergangen Tage - die Schneerosenblüte ist nur auf begünstigten Stellen des Triestingtales in vollen Gang, Galanthus elwesii von der Thermenlinie blüht ebenfalls (teilweise aber auch erst im kommen), Galanthus nivalis analog den Bildern von Kurt aus der Triestingau (ohne Abb.), Helleborus foetidus vom Steinfeld des Wr. Beckens zeigt allererste offene Blüten und eine vorwitzige Vinca minor war auch dabei.
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kurt nadler
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Re: Phänologie 2023
und jetzt fährt prelli auch los:
mit dick angeschwollenen prunus cerasifera-knospen - so wie die letzten jahre, aber damals später im jahr: viewtopic.php?f=38&t=2731&hilit=Ph%C3%A4nologie&start=20#p15278 und viewtopic.php?f=38&t=3332&hilit=Ph%C3%A4nologie&start=80#p19647. man verzeihe das schlechte foto.
dazu heute erster sehr kurzer, aber lauter amselgesang bei nur 6 grad plus, vgl. viewtopic.php?f=38&t=3332&hilit=Ph%C3%A4nologie&start=60#p19583.
zu den viechern noch: wie in andren mittwintern knoblauch- oder wechselkröte, war vor tagen ein springfrosch des nächtens in prell.-mitte unterwegs; igeln sind seit ein paar tagen jede nacht unterwegs. auf den straßen der ostregion gibt es auch entsprechende verkehrsopfer. flugaktive großschmetterlinge haben wir aber kaum; es gibt nicht so wirklich sonnig-warme tage.
mit dick angeschwollenen prunus cerasifera-knospen - so wie die letzten jahre, aber damals später im jahr: viewtopic.php?f=38&t=2731&hilit=Ph%C3%A4nologie&start=20#p15278 und viewtopic.php?f=38&t=3332&hilit=Ph%C3%A4nologie&start=80#p19647. man verzeihe das schlechte foto.
dazu heute erster sehr kurzer, aber lauter amselgesang bei nur 6 grad plus, vgl. viewtopic.php?f=38&t=3332&hilit=Ph%C3%A4nologie&start=60#p19583.
zu den viechern noch: wie in andren mittwintern knoblauch- oder wechselkröte, war vor tagen ein springfrosch des nächtens in prell.-mitte unterwegs; igeln sind seit ein paar tagen jede nacht unterwegs. auf den straßen der ostregion gibt es auch entsprechende verkehrsopfer. flugaktive großschmetterlinge haben wir aber kaum; es gibt nicht so wirklich sonnig-warme tage.
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- Hermann Falkner
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Re: Phänologie 2023
Habe heute die Winterling-Plätze in Essling und in der Lobau gecheckt, unter der Woche hab ich zwar die Augen auch immer offen, aber keine Tagesfreizeit - und in der Dämmerung sind allenfalls vorhandene Winterling-Blüten sowieso geschlossen und kaum auszunehmen.
Aber selbst bei dem prächtigen Sonnenschein heute kein Erfolg, oder nur ein "halber":
3 Stellen in Essling gecheckt - 2 davon in Gärten (spricht ohne Möglichkeit, Laub zur Seite zu räumen), der 3. auf den Feldern ist windexponiert und nie besonders früh dran - alle Fehlanzeige, weder Blüten noch Jungtriebe kurz vor der Blüte.
In der Lobau dann ebenfalls 3 Stellen gecheckt, eine liegt sehr schattig und ist immer spät dran - ohne Treffer; die beiden anderen sind durchaus +/- besonnt, mikroklimatisch nicht besonders begünstigt, aber auch nicht benachteiligt: an einer dieser Stellen Fehlanzeige, auf der zweiten hab ich dann aber doch Jungpflanzen gefunden - unter dem Laub, ohne die Stelle genau zu kennen, hätte ich die die finden können: ganz wenige Individuen stehen sehr kurz vor Blühbeginn (würden evtl morgen blühen, wenn denn die Sonne scheinen würde, was wohl nicht der Fall sein wird); einige weitere kommen grad raus, der insgesamt wohl 3-4 qm grosse Fleck ist aber überwiegend noch "winterlinglos" (wobei ich das Laub nur an wenigen Stellen weggeräumt habe:
... die meisten schauen aber noch so aus:
Abgesehen davon ist nur zu berichten, dass Gagea lutea nicht nur schon Triebspitzen hat, sondern vereinzelt auch schon Blühknospen: das war schon im Winter 2021/22 so, auch da hat Gagea lutea sehr zeitig ausgetrieben - nach Galanthus nivalis, selbstredend, aber deutlich vor Scilla vindobonensis. Sonst, also in "normalen" Wintern (in denen es doch tatsächlich länger als wenige Tage Schnee gibt), ist Scilla vindobonensis viel früher dran als Gagea lutea:
Bei Galanthus nivalis hat sich der Status zur vorigen Woche kaum verändert, die Spitzerln sind ein bisserl länger geworden, das war's aber auch schon.
Und ein mykologischer Ausflug - Sarcoscypha austriaca od. coccinea ist schon da, in schon recht stattlichen Exemplaren (mikroskopische Merkmale nicht überprüft; ich hab das mal bei dieser Artengruppe probiert - es kommt auch noch eine 3., seltenere Art vor, S. jurana --> Direktlink zum pdf Pidlich-Aigner H. (1999): Sarcoscypha austriaca (Beck ex Sacc.) Boud. und S. coccinea (Scop.: Fr.) Lamb. (Sarcoscyphaceae) in der Steiermark: Joannea Bot. 1: 5-26.
Die ist (sind) ein typische Pilz des Spätwinters und damit sozusagen "auch" ein "Frühlingsbote":
Aber selbst bei dem prächtigen Sonnenschein heute kein Erfolg, oder nur ein "halber":
3 Stellen in Essling gecheckt - 2 davon in Gärten (spricht ohne Möglichkeit, Laub zur Seite zu räumen), der 3. auf den Feldern ist windexponiert und nie besonders früh dran - alle Fehlanzeige, weder Blüten noch Jungtriebe kurz vor der Blüte.
In der Lobau dann ebenfalls 3 Stellen gecheckt, eine liegt sehr schattig und ist immer spät dran - ohne Treffer; die beiden anderen sind durchaus +/- besonnt, mikroklimatisch nicht besonders begünstigt, aber auch nicht benachteiligt: an einer dieser Stellen Fehlanzeige, auf der zweiten hab ich dann aber doch Jungpflanzen gefunden - unter dem Laub, ohne die Stelle genau zu kennen, hätte ich die die finden können: ganz wenige Individuen stehen sehr kurz vor Blühbeginn (würden evtl morgen blühen, wenn denn die Sonne scheinen würde, was wohl nicht der Fall sein wird); einige weitere kommen grad raus, der insgesamt wohl 3-4 qm grosse Fleck ist aber überwiegend noch "winterlinglos" (wobei ich das Laub nur an wenigen Stellen weggeräumt habe:
... die meisten schauen aber noch so aus:
Abgesehen davon ist nur zu berichten, dass Gagea lutea nicht nur schon Triebspitzen hat, sondern vereinzelt auch schon Blühknospen: das war schon im Winter 2021/22 so, auch da hat Gagea lutea sehr zeitig ausgetrieben - nach Galanthus nivalis, selbstredend, aber deutlich vor Scilla vindobonensis. Sonst, also in "normalen" Wintern (in denen es doch tatsächlich länger als wenige Tage Schnee gibt), ist Scilla vindobonensis viel früher dran als Gagea lutea:
Bei Galanthus nivalis hat sich der Status zur vorigen Woche kaum verändert, die Spitzerln sind ein bisserl länger geworden, das war's aber auch schon.
Und ein mykologischer Ausflug - Sarcoscypha austriaca od. coccinea ist schon da, in schon recht stattlichen Exemplaren (mikroskopische Merkmale nicht überprüft; ich hab das mal bei dieser Artengruppe probiert - es kommt auch noch eine 3., seltenere Art vor, S. jurana --> Direktlink zum pdf Pidlich-Aigner H. (1999): Sarcoscypha austriaca (Beck ex Sacc.) Boud. und S. coccinea (Scop.: Fr.) Lamb. (Sarcoscyphaceae) in der Steiermark: Joannea Bot. 1: 5-26.
Die ist (sind) ein typische Pilz des Spätwinters und damit sozusagen "auch" ein "Frühlingsbote":
- Jürgen Baldinger
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Re: Phänologie 2023
Daphne laureola öffnet erstmals die Blüten, dazu Potentilla cf. sterilis. Gestern, Frauenwart bei Untertullnerbach, Wienerwald über Flysch, südseitig, etwa 450 msm.
"(...) gib ihnen noch zwei südlichere Tage (...)"
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