Die Wälder der Hollabrunn-Mistelbach-Formation
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kurt nadler
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Re: Die Wälder der Hollabrunn-Mistelbach-Formation
Hast Du nicht vielleicht auch Veronica dillenii dort? Im lichten Leithaberg-Silikat-Eichenwald steht sie in rohbodigen Lichtungen in Begleitung von viel Calluna vulgaris; und nette Lactuca-Sippe(n) gibt´s auch.
Südwestlich von Hollabrunn fand ich in meiner Jugend (muss dazusagen, dass meine Großeltern ein paar Jahrzehnte im Pulkautal in Peigarten wohnten und ich hier sehr viel rumradelte, oder es gab Autoausflüge) in so einem Großwald Pulsatilla pratensis nigricans, was mich damals sehr faszinierte.
Südwestlich von Hollabrunn fand ich in meiner Jugend (muss dazusagen, dass meine Großeltern ein paar Jahrzehnte im Pulkautal in Peigarten wohnten und ich hier sehr viel rumradelte, oder es gab Autoausflüge) in so einem Großwald Pulsatilla pratensis nigricans, was mich damals sehr faszinierte.
- Stefan Lefnaer
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Re: Die Wälder der Hollabrunn-Mistelbach-Formation
Nein, Veronica dillenii ist mir noch nicht untergekommen. Calluna vulgaris gibt es im Weinviertel nur an zwei Fundpunkten. Einer liegt im Rohrwald über völlig kalkfreien Sandsteinen (Ausläufer der Greifenstein-Formation der Flyschzone nördlich der Donau). Die HMF ist für C. vulgaris sicher nicht kalkfrei genug, möglicherweise auch nicht für V. dillenii.
- Jürgen Baldinger
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Re: Die Wälder der Hollabrunn-Mistelbach-Formation
Was für ein wunderbarer Wald. Danke für Deine Fotos.
"(...) gib ihnen noch zwei südlichere Tage (...)"
- Stefan Lefnaer
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Re: Die Wälder der Hollabrunn-Mistelbach-Formation
Heute ging es im Westen der HMF weiter. Der Wald zwischen Kiblitz, Wolfsbrunn und Ober-/Unterthern hat auf den Karten keinen Namen. Ich nenne ihn daher kurzerhand Kiblitz-Therner-Wald. Hier wieder eine Karte mit Markierung:
Auch hier herrschen xerotherme Eichenwälder vor. Die meisten sind recht schön...
...nur ein ausgedehntes Gatter, wohl für Damwild, trübt den Eindruck. Dort fehlt dann die Krautschicht fast komplett (Sagina procumbens kann sich aber behaupten!):
Hier ein Vergleich ohne und mit den eingesperrten Viechern:
Interessant ist das Auftreten von Cotoneaster integerrimus, eine Art die ich im östlichen Weinviertel noch nicht gefunden habe:
Am Waldrand dann ein schönes Vorkommen von Euphorbia seguieriana...
...und Cytisus procumbens:
Auch hier herrschen xerotherme Eichenwälder vor. Die meisten sind recht schön...
...nur ein ausgedehntes Gatter, wohl für Damwild, trübt den Eindruck. Dort fehlt dann die Krautschicht fast komplett (Sagina procumbens kann sich aber behaupten!):
Hier ein Vergleich ohne und mit den eingesperrten Viechern:
Interessant ist das Auftreten von Cotoneaster integerrimus, eine Art die ich im östlichen Weinviertel noch nicht gefunden habe:
Am Waldrand dann ein schönes Vorkommen von Euphorbia seguieriana...
...und Cytisus procumbens:
- Stefan Lefnaer
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Re: Die Wälder der Hollabrunn-Mistelbach-Formation
Im Kiblitz-Therner-Wald fand ich dann einen wunderschönen Schotterrücken:
Neben Lactuca viminea
fanden sich die üblichen Säurezeiger wie Anthoxanthum odoratum
Myosotis stricta
und Veronica officinalis
Das Highlight und neu für mich war Antennaria dioica. Jurasky gibt die Art an, aber ich habe sie noch nie und auch heute nur an dieser Stelle gesehen. Häufig scheint sie also hier nicht zu sein.
Wird die von Fliegen bestäubt, weil die ständig zu Gange waren?
Jurasky nennt das Katzenpfötchen für Föhren-Aufforstungen. Eine solche gibt es hier tatsächlich, allerdings sind die meisten Bäume durch die heißen Sommer bereits abgestorben. Man kann nur hoffen, dass die Art auch ohne Föhren weiterleben kann.
Neben Lactuca viminea
fanden sich die üblichen Säurezeiger wie Anthoxanthum odoratum
Myosotis stricta
und Veronica officinalis
Das Highlight und neu für mich war Antennaria dioica. Jurasky gibt die Art an, aber ich habe sie noch nie und auch heute nur an dieser Stelle gesehen. Häufig scheint sie also hier nicht zu sein.
Wird die von Fliegen bestäubt, weil die ständig zu Gange waren?
Jurasky nennt das Katzenpfötchen für Föhren-Aufforstungen. Eine solche gibt es hier tatsächlich, allerdings sind die meisten Bäume durch die heißen Sommer bereits abgestorben. Man kann nur hoffen, dass die Art auch ohne Föhren weiterleben kann.
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