Yucca sp., angesalbt in der oberen Lobau?
- Jürgen Baldinger
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Yucca sp., angesalbt in der oberen Lobau?
Ich war heute mit unserem Vierjährigen Quitten ernten, beim Schafflerhof in Wien-Donaustadt stehen ein paar Sträucher. Ein paar waren noch verwertbar.Übrigens habe ich beim Heimfahren auch unter Bäumen neben dem Arsenal am Boden Früchte liegen sehen, die eigentlich nur zu Cydonia oblonga gehören können. Ich schaue mir das morgen noch einmal an. Wir sind dann noch auf einen Abstecher zum Kleinen Schilloch in der Oberen Lobau gefahren, dort noch eine letzte Aufrechte, Marke Verbascum cf. phlomoides.Und die beiden hier:Eine Yucca-Art? Aber nicht filamentosa, oder? In "Neobiota in Österreich" (Essl, 2002) werden B, W, N genannt. Der Platz passt auch zu Ansalbungen: Er wirkt einigermaßen naturnah, ist aber dennoch leicht erreichbar. Was meint Ihr dazu?
"(...) gib ihnen noch zwei südlichere Tage (...)"
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Oliver Stöhr
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Re: Yucca sp., angesalbt in der oberen Lobau?
Hallo Jürgen,
ich bin wahrlich kein Spezialist in Sachen Yucca, aber ev. (mit vielen Fragezeichen!) ist das Yucca glauca, da die Blätter wohl weniger als 2 cm breit sind und tw. glauk wirken. Schau mal in den Rothmaler Bd. 5 S. 755ff, da ist diese Art verschlüsselt. Die Blätter von Yucca filamentosa sind dort mit 2-4 cm Breite angegeben und diese Dimension erreichen die von dir abgebildeten Pflanzen wohl nicht, oder?
Viele Grüße
Oliver
ich bin wahrlich kein Spezialist in Sachen Yucca, aber ev. (mit vielen Fragezeichen!) ist das Yucca glauca, da die Blätter wohl weniger als 2 cm breit sind und tw. glauk wirken. Schau mal in den Rothmaler Bd. 5 S. 755ff, da ist diese Art verschlüsselt. Die Blätter von Yucca filamentosa sind dort mit 2-4 cm Breite angegeben und diese Dimension erreichen die von dir abgebildeten Pflanzen wohl nicht, oder?
Viele Grüße
Oliver
- Jürgen Baldinger
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Re: Yucca sp., angesalbt in der oberen Lobau?
Danke, Oliver, wie immer fein, deine Hilfe zu haben! Die Blätter dürften tatsächlich schmäler sein, und es fehlen natürlich die typischen Fasern an den Laubblatträndern. Ich hab' den Rothmaler leider nicht, aber bei der Beschreibung auf Flora of North America finde ich zumindest vorerst nichts Unpassendes. Wenn es sich um glauca handelt würde, hätten wir eine bis -18° C frosttolerante Art, die nächstes Jahr auch fruchten sollte. Ich bin öfter an der Stelle und habe die Pflanzen bislang nicht gesehen; könnten also heuer ausgebracht worden sein.
Übrigens: Die vermeintlichen Quitten beim Arsenal......waren keine, sondern mir zunächst unbekannte Früchte, die sich nun als Maclura pomifera herausgestellt haben, der Milchorangenbaum aus dem östlichen Texas, der als lebender Weidezaun eingesetzt wurde und dem offensichtlich die amerikanische Megafauna wie Präriemammut, Mastodon und Riesenfaultier als Endozoochorie-Vektoren davongestorben ist. Nach der Flora Wien als Park- und Zierbaum selten gepflanzt.
Übrigens: Die vermeintlichen Quitten beim Arsenal......waren keine, sondern mir zunächst unbekannte Früchte, die sich nun als Maclura pomifera herausgestellt haben, der Milchorangenbaum aus dem östlichen Texas, der als lebender Weidezaun eingesetzt wurde und dem offensichtlich die amerikanische Megafauna wie Präriemammut, Mastodon und Riesenfaultier als Endozoochorie-Vektoren davongestorben ist. Nach der Flora Wien als Park- und Zierbaum selten gepflanzt.
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