Potamogeton pusillus agg.
- Stefan Lefnaer
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Potamogeton pusillus agg.
Liebe Leute,
hier jetzt das "versprochene" Potamogeton pusillus agg.! Aufgesammelt gestern in einem Tümpel innerhalb eines Retentionsraums im Bezirk Mistelbach. Zuerst einmal Fotos, Habitus:
Nebenblätter:
Laubblatt-Oberseite:
Laubblatt-Unterseite:
Laubblatt-Nerven:
Aufgrund der Merkmale kommen für mich grundsätzlich nur P. pusillus s. str. und P. berchtoldii in Frage. Ich würde die Nebenblätter für offen halten. Da die verwachsenen aber später wie im Schlüssel beschrieben aufreißen können, ist das schwierig zu entscheiden. Das entscheidende Merkmal, die Seitennerven der Laubblätter, verhält sich vogelwild: manche münden spitz ein, manche rechtwinkelig, andere machen sogar eine Rückwärtsschleife! Auch an ein- und derselben Pflanze, wie im dritten Nerven-Foto sichtbar (sonst könnte man ja noch die eher unwahrscheinliche Vermutung aufstellen, dass die zwei Arten direkt nebeneinander wachsen). Wenn ich mir den Schlüssel hier ansehen, bin ich mir auch nicht sicher. Solche durchsichtigen Zellen kann ich nicht erkennen, zumindest nicht deutlich. Kennt sich da jemand gut aus und kann mir weiterhelfen?
Schöne Grüße
Stefan
hier jetzt das "versprochene" Potamogeton pusillus agg.! Aufgesammelt gestern in einem Tümpel innerhalb eines Retentionsraums im Bezirk Mistelbach. Zuerst einmal Fotos, Habitus:
Nebenblätter:
Laubblatt-Oberseite:
Laubblatt-Unterseite:
Laubblatt-Nerven:
Aufgrund der Merkmale kommen für mich grundsätzlich nur P. pusillus s. str. und P. berchtoldii in Frage. Ich würde die Nebenblätter für offen halten. Da die verwachsenen aber später wie im Schlüssel beschrieben aufreißen können, ist das schwierig zu entscheiden. Das entscheidende Merkmal, die Seitennerven der Laubblätter, verhält sich vogelwild: manche münden spitz ein, manche rechtwinkelig, andere machen sogar eine Rückwärtsschleife! Auch an ein- und derselben Pflanze, wie im dritten Nerven-Foto sichtbar (sonst könnte man ja noch die eher unwahrscheinliche Vermutung aufstellen, dass die zwei Arten direkt nebeneinander wachsen). Wenn ich mir den Schlüssel hier ansehen, bin ich mir auch nicht sicher. Solche durchsichtigen Zellen kann ich nicht erkennen, zumindest nicht deutlich. Kennt sich da jemand gut aus und kann mir weiterhelfen?
Schöne Grüße
Stefan
- Jürgen Baldinger
- Beiträge: 3960
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Re: Potamogeton pusillus agg.
Bei den Maßstäben der ersten Bilder ist etwas durcheinandergekommen, oder?
"(...) gib ihnen noch zwei südlichere Tage (...)"
- Stefan Lefnaer
- Beiträge: 4364
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Re: Potamogeton pusillus agg.
Ja sicher, hab die Beschriftung korrigiert. Danke für den Hinweis!
- Hermann Falkner
- Beiträge: 1993
- Registriert: Sonntag 23. Oktober 2016, 20:16
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Re: Potamogeton pusillus agg.
Ich kenn mich bei pusillus agg. zwar nicht aus, aber beim 2. Bild sieht man an der Triebspitze ein doch noch recht eng anliegendes Nebenblatt: evtl also doch verwachsen, und alle andren schon aufgerissen. Und dann würde pusillus s. str. passen.
Der Schlüssel ist offenbar nicht optimal bzw hast du ja gezeigt, dass das Blattnervenmerkmal nicht funktioniert.
(Andrerseits offenbar wirlich schwierig zu schlüsseln, wie ja auch bei Blumeninschwaben angeführt)
Der Schlüssel ist offenbar nicht optimal bzw hast du ja gezeigt, dass das Blattnervenmerkmal nicht funktioniert.
(Andrerseits offenbar wirlich schwierig zu schlüsseln, wie ja auch bei Blumeninschwaben angeführt)
-
Oliver Stöhr
- Beiträge: 3501
- Registriert: Freitag 25. November 2016, 20:05
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Re: Potamogeton pusillus agg.
Liebe alle,
ich würde dies eher auch als P. pusillus s.str. ansprechen, da offenbar keine Lumenzellen entlang der Blattmittelrippe vorhanden sind, zumindest einzelne Nerven spitzwinkelig deutlich unterhalb der Blattspitze einmünden und ich keine Drüsenhöcker am Blattgrund erkennen kann. Hier dazu eine Literaturempfehlung:
https://www.bbgev.de/berichte/076_2006/ ... ogeton.pdf
Beste Grüße
Oliver
ich würde dies eher auch als P. pusillus s.str. ansprechen, da offenbar keine Lumenzellen entlang der Blattmittelrippe vorhanden sind, zumindest einzelne Nerven spitzwinkelig deutlich unterhalb der Blattspitze einmünden und ich keine Drüsenhöcker am Blattgrund erkennen kann. Hier dazu eine Literaturempfehlung:
https://www.bbgev.de/berichte/076_2006/ ... ogeton.pdf
Beste Grüße
Oliver
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