Frankreich: Flora der Provence (plus Beobachtungen an west- und südeuropäischen Bahnstrecken sowie in Paris)
- Jürgen Baldinger
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Re: Flora der Provence (plus Beobachtungen an west- und südeuropäischen Bahnstrecken sowie in Paris)
Negativ. Kennst du Sarcocornia? Ich neige mittlerweile dazu, die Bestimmungsunsicherheit vom Gattungs- auf das Artniveau zurückzunehmen. Würdest du das unterstützen?
"(...) gib ihnen noch zwei südlichere Tage (...)"
- Stefan Lefnaer
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Re: Flora der Provence (plus Beobachtungen an west- und südeuropäischen Bahnstrecken sowie in Paris)
Sarcocornia ist ausdauernd, Salicornia einjährig. Ansonsten sind die Gattungen sehr ähnlich. In der neuen Krk-Flora werden sie unter Salicornia subsummiert. Allerdings ohne Angabe von Synonymen, was auch nicht gut ist. Was meist du genau mit "Bestimmungsunsicherheit vom Gattungs- auf das Artniveau zurückzunehmen"?
- Jürgen Baldinger
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Re: Flora der Provence (plus Beobachtungen an west- und südeuropäischen Bahnstrecken sowie in Paris)
Die Pflanzen oben habe ich für mich abgelegt unter "cf. Sarcocornia", weil ich mir zunächst nicht einmal sicher war, ob es überhaupt diese Gattung ist; ich tendiere nun aber dazu, sie als Sarcocornia sp. zu notieren, zumindest also die Gattung festzulegen. Nach der Flora Gallica gibt es im Land zwei Arten, S. fruticosa (u. a. Hauptstängel aufsteigend bis +/- aufrecht, nie wurzelbildend und S. perennis (u. a. Hauptstängel liegend, +/- an der Basis wurzelnd).
Noch allgemeine Ergänzungen: Sowohl beim Hinfahren über Dijon, durch die Region Bourgogne-Franche-Comté als auch beim Runterfahren von Paris nach Marseille durch die Region Auvergne-Rhône-Alpes fällt einem als Österreicher ein großer landschaftlicher Unterschied auf. Wo bei uns im Flachland so gut wie jede passende Fläche entweder Ackerland oder Nutzwald ist, nehmen hier Weiden einen gleich großen Anteil ein. Gefällt mir gut. Woher kommt das? Des milderen Klimas wegen können die Tiere hier ganzjährig im Freien sein? Hat die geringere Besiedlungsdichte etwas damit zu tun?
Ansonsten ist mir noch aufgefallen, dass ich punkto Setaria nur S. verticillata gesehen habe, dass auch in Marseille ruderal Parietaria judaica dominiert, dass Amaranthaceae s. l.-Arten auch hier viel seltener sind und Capparis spinosa ganz fehlen dürfte (die Verbreitungskarten bestätigen das), in der Toskana ist der Kapernstrauch viel häufiger; auch Hyoscyamus albus, den ich in Nizza nicht gesehen habe, bisher nur einmal in Venedig, ist ruderal hier allgegenwärtig und wächst aus allen Ritzen.
Noch allgemeine Ergänzungen: Sowohl beim Hinfahren über Dijon, durch die Region Bourgogne-Franche-Comté als auch beim Runterfahren von Paris nach Marseille durch die Region Auvergne-Rhône-Alpes fällt einem als Österreicher ein großer landschaftlicher Unterschied auf. Wo bei uns im Flachland so gut wie jede passende Fläche entweder Ackerland oder Nutzwald ist, nehmen hier Weiden einen gleich großen Anteil ein. Gefällt mir gut. Woher kommt das? Des milderen Klimas wegen können die Tiere hier ganzjährig im Freien sein? Hat die geringere Besiedlungsdichte etwas damit zu tun?
Ansonsten ist mir noch aufgefallen, dass ich punkto Setaria nur S. verticillata gesehen habe, dass auch in Marseille ruderal Parietaria judaica dominiert, dass Amaranthaceae s. l.-Arten auch hier viel seltener sind und Capparis spinosa ganz fehlen dürfte (die Verbreitungskarten bestätigen das), in der Toskana ist der Kapernstrauch viel häufiger; auch Hyoscyamus albus, den ich in Nizza nicht gesehen habe, bisher nur einmal in Venedig, ist ruderal hier allgegenwärtig und wächst aus allen Ritzen.
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- Jürgen Baldinger
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Re: Flora der Provence (plus Beobachtungen an west- und südeuropäischen Bahnstrecken sowie in Paris)
Übrigens war in Marseille auch Portulaca oleracea, bei uns nun so häufig, kaum zu sehen.
Schön, weil endlose, menschenleere Weiten, waren dann die Sandlandschaften um die Mündung der Rhône. Allein der Parkplatz, eine gigantische Sandfläche, ist etwa eineinhalb Kilometer lang. Platz ohne Ende, mitten im Sommer. Schön und lebensfeindlich: ohne Schatten-spendende Strukturen, trocken, windig.Cakile maritimaEchinospora spinosaElytrigia junceaEuphorbia paraliasKali tragusSporobolus pungenscf. Arthrocnemum macrostachyumDie Mündung der Rhône, im Französischen übrigens männlich le Rhône, war dann noch einmal ein Stück entfernt. Und es gab noch einmal deutlich mehr Müll als am Strand, auf ihren 800 km vom Gletschersee im Schweizer Kanton Wallis bis hierher in's Mittelmeer sammelt sich viel an. Links ist schon das Meer, von rechts, bei den Gebüschen, mündet der Fluss.die Rhône, direkt vor ihrer MündungAmorpha fruticosa am sandigen Flussufercf. Ammophila arenariaYucca gloriosa
Schön, weil endlose, menschenleere Weiten, waren dann die Sandlandschaften um die Mündung der Rhône. Allein der Parkplatz, eine gigantische Sandfläche, ist etwa eineinhalb Kilometer lang. Platz ohne Ende, mitten im Sommer. Schön und lebensfeindlich: ohne Schatten-spendende Strukturen, trocken, windig.Cakile maritimaEchinospora spinosaElytrigia junceaEuphorbia paraliasKali tragusSporobolus pungenscf. Arthrocnemum macrostachyumDie Mündung der Rhône, im Französischen übrigens männlich le Rhône, war dann noch einmal ein Stück entfernt. Und es gab noch einmal deutlich mehr Müll als am Strand, auf ihren 800 km vom Gletschersee im Schweizer Kanton Wallis bis hierher in's Mittelmeer sammelt sich viel an. Links ist schon das Meer, von rechts, bei den Gebüschen, mündet der Fluss.die Rhône, direkt vor ihrer MündungAmorpha fruticosa am sandigen Flussufercf. Ammophila arenariaYucca gloriosa
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- Jürgen Baldinger
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Re: Flora der Provence (plus Beobachtungen an west- und südeuropäischen Bahnstrecken sowie in Paris)
Bei diesen beiden Poales-Arten komme ich zu keinem Ergebnis. Wenn jemand dazu etwas weiß... Die erste Pflanze wuchs neben Salzflächen (aber ob schon salzbeeinflusst?), die zweite, Juncus?, auf +/- salzigem Sand neben der Mündung.
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