Orchideen 2022
- Stefan Lefnaer
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Re: Orchideen 2022
Mangels Vergleich kann ich dazu nicht direkt etwas sagen. O. purpurea wächst im Weinviertel auf Brachen, (verbuschenden) Halbtrockenrasen und in lichten Wäldern. Ich glaube, dass periodischen Störungen, also Mahd, Entbuschung oder Nieder-/Mittelwaldnutzung jedenfalls nötig sind um geeignete Habitate für die Art zu erhalten. Ein kompletter Kahlschlag ohne nachfolgende Störungen dürfte aber nicht ideal sein.
- Hermann Falkner
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Re: Orchideen 2022
Ich kann leider auch keine Langzeit-Beobachtungen beisteuern, aber Stefan hat's glaub ich eh sehr gut beschrieben: Störung ja, sicher positiv, aber möglichst nicht grossflächig.
Früher ist in Eichenwäldern im Pannonikum - gerade auch im Burgenland! - oft kleinteilige Niederholzwirtschaft betrieben worden, ich glaub mich zu erinnern, irgendwo was von sehr kurzen Umtriebszeiten von ca 30 Jahren gelesen zu haben: dh Kahlschlag alle rund 30 Jahre, aber auf kleiner Fläche. Sowas wäre für O. purpurea wohl günstig.
Leider sieht man bei vielen Niederholz-Flächen heutzutage Übergang zu grossflächiger Bewirtschaftung, im Leithagebirge zB sieht man oft mehrere Hektare abgeholzten Wald, von dem man nur ein paar Übersteher stehen lässt.
Der Waldschlag wird natürlich rasch von konkurrenzfähigeren Sippen wieder zugemacht, nicht nur von Neophyten, auch zB von Brombeeren, und für O. purpurea wirds wieder ungemütlich.
Den "Kahlschlag" mit dieser Orchidee, den ich hier mal gepostet habe, war nur ein ganz kleiner, nur eine Schneise mit wenigen 100 m2; dort war sie auch im dichten Wald vorhanden, jedoch teils vegetativ und üppig blühend nur, wenn sie mehr Licht gekriegt hat.
Trottzdem sehe ich die Art überwiegend in Eichenwäldern und eher nur sporadisch auf Trockenrasen, sie mag also womöglich schon den Wald (bzw den Saum) mehr als (ständig) offene Flächen.
Ich bin aber kein besonderer Kenner dieser Art - ich seh sie eigentlich ziemlich selten ;-) (und hauptsächlich im Weinviertel).
Früher ist in Eichenwäldern im Pannonikum - gerade auch im Burgenland! - oft kleinteilige Niederholzwirtschaft betrieben worden, ich glaub mich zu erinnern, irgendwo was von sehr kurzen Umtriebszeiten von ca 30 Jahren gelesen zu haben: dh Kahlschlag alle rund 30 Jahre, aber auf kleiner Fläche. Sowas wäre für O. purpurea wohl günstig.
Leider sieht man bei vielen Niederholz-Flächen heutzutage Übergang zu grossflächiger Bewirtschaftung, im Leithagebirge zB sieht man oft mehrere Hektare abgeholzten Wald, von dem man nur ein paar Übersteher stehen lässt.
Der Waldschlag wird natürlich rasch von konkurrenzfähigeren Sippen wieder zugemacht, nicht nur von Neophyten, auch zB von Brombeeren, und für O. purpurea wirds wieder ungemütlich.
Den "Kahlschlag" mit dieser Orchidee, den ich hier mal gepostet habe, war nur ein ganz kleiner, nur eine Schneise mit wenigen 100 m2; dort war sie auch im dichten Wald vorhanden, jedoch teils vegetativ und üppig blühend nur, wenn sie mehr Licht gekriegt hat.
Trottzdem sehe ich die Art überwiegend in Eichenwäldern und eher nur sporadisch auf Trockenrasen, sie mag also womöglich schon den Wald (bzw den Saum) mehr als (ständig) offene Flächen.
Ich bin aber kein besonderer Kenner dieser Art - ich seh sie eigentlich ziemlich selten ;-) (und hauptsächlich im Weinviertel).
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Re: Orchideen 2022
Am 06.05.2022 in einem Trockenrasen im Burgenland, Bez. Eisenstadt Umgebung.
Große Anzahl von Anacamptis morio, Ophrys sphegodes und Neotinea ustulata und viele weitere Trockenrasenarten.
Die Ophrys sphegodes haben Höhen von bis knapp 40 cm erreicht, und die Dichte an Ophrys hat an Orchideenwiesen erinnert, die Ende der 1990 Jahre in Sardinien besucht wurden.
LG Markus
Große Anzahl von Anacamptis morio, Ophrys sphegodes und Neotinea ustulata und viele weitere Trockenrasenarten.
Die Ophrys sphegodes haben Höhen von bis knapp 40 cm erreicht, und die Dichte an Ophrys hat an Orchideenwiesen erinnert, die Ende der 1990 Jahre in Sardinien besucht wurden.
LG Markus
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Re: Orchideen 2022
Am 08.05.2022 in NÖ, Bez. Bruck an derLeitha:
Anacamptis morio in größerer Menge und ein ebenfalls verschwundener Eichenwald /seit Herbst 2021), dort waren aber (vermutlich) keine O. purpurea vorhanden, zumindest haben mehrere Nachschauen in den letzten Jahren keine sichtungen gebracht.
LG Markus
Anacamptis morio in größerer Menge und ein ebenfalls verschwundener Eichenwald /seit Herbst 2021), dort waren aber (vermutlich) keine O. purpurea vorhanden, zumindest haben mehrere Nachschauen in den letzten Jahren keine sichtungen gebracht.
LG Markus
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Re: Orchideen 2022
Nochmals Orchis purpurea aus dem Weinviertel, heute auf einer kleineren geschlägerten Fläche:
Wächst dort in der Umgebung auch im dichten Wald und auf Brachflächen, ich kann es bestätigen: ist in der Gegend wirklich nicht selten.
LG, michl
Wächst dort in der Umgebung auch im dichten Wald und auf Brachflächen, ich kann es bestätigen: ist in der Gegend wirklich nicht selten.
LG, michl
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