Ja, breiten sich dort leider ziemlich aus, Samenanflugbgjbts wohl genug. Eigentlich sollte man was dagegen tun.
Genau dort bei der Panozzalacke ist übrigens die neue Dotierungsstelle und man merkt schon den Effekt der Vernässung recht stark - nicht an dieser Stelle, aber zwischen Panozzalacke + Josefsteg zB. Der Oberen Lobau gehts aktuell also etwas besser - der Unteren leider nicht, dort ist alles unverändert, weil die Stadt Wien keine Dotierung zulässt.
Die Lobau vertrocknet ...
- Hermann Falkner
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Re: Die Lobau vertrocknet ...
Gestern hat's die Schönauer Furt sogar in die ORF News geschafft - dort "fliesst" gar nix mehr, es sind nur mehr ein paar Tümpel übrig, die von Tag zu Tag schrumpfen.
Vorige Woche hab ich mal wieder eine Tour durch die Lobau gemacht, mir aber das Drama der "wirklich trockenen" Heissländen erspart - was ich am Damm entlang gesehen habe, hat mir gereicht, am Kreuzgrund muss wohl inzwischen fast alles braun sein ...
Hier ist normalerweise eine durchgehende Wasserfläche, nur bei sehr niedrigen Winter-Wasserständen hat man früher die Sandbank gesehen, die heute bereits dicht bewachsen ist, auch mit mehrjährigen - zB Lythrum salicaria:
Nuphar lutea zeichnet sich ja nicht grad durch Trockenheitstoleranz aus, dieser Bestand war schon die letzten Jahre im Niedrigwasser, heuer ist es hier gerade noch feucht genug für generative Vermehrung:
Lediglich in der Oberen Lobau gibt es noch "erträgliche" Zustände - bestversorgt ist die natürlich auch nicht; aber die neue Dotierung über die Panozzalacke zeigt durchaus Wirkung, an und um Altarme herum ist es hier deutlich grüner.
Hier am Beispiel des Hausgrabens unweit Forsthaus Obere Lobau - der ist vor rund 15-20 Jahren reaktiviert worden, war davor völlig trocken, ist nun je nach Dotierung mal mit Wasser gefüllt, mal trocken, und ich hab hier schon so manche Pflanzen "ein- und ausgehen" gesehen - die letzten Jahre hat es hier zB Utricularia vulgaris + australis gegeben - heuer jedoch nicht, mag sein, dass die letzten Jahre zu trocken waren, damit die Art hier auch überwintern kann.
Sagittaria sagittifolia hat sich hier schon seit einigen Jahren etabliert, und verträgt anscheinend zeitweiliges Trockenfallen ganz gut:
Hydrocharis morsus-ranae sehe ich dagegen hier zum ersten Mal, ist heuer wohl aufgrund der guten Wasserversorgung durch die stärkere Dotierung vom Mühlwasser her zugewandert:
Leider verweigert sich die Gemeinde Wien weiterhin einer Dotierung auch der Unteren Lobau - wobei die Trockenheit in der Unteren Lobau jetzt schon Ausmasse angenommen hat, dass selbst eine Dotierung über die Obere Lobau = verstärkte Zuleitung über die Panozzalacke auch nur mehr ein Tropfen auf dem heissen Stein wäre.
Immerhin können sich Naturschutz-NGOs jetzt wenigstens so viel Gehör verschaffen, dass die trockenen Altarme mit krepierenden Fischen und Muscheln in den Medien aufschlagen.
Vorige Woche hab ich mal wieder eine Tour durch die Lobau gemacht, mir aber das Drama der "wirklich trockenen" Heissländen erspart - was ich am Damm entlang gesehen habe, hat mir gereicht, am Kreuzgrund muss wohl inzwischen fast alles braun sein ...
Hier ist normalerweise eine durchgehende Wasserfläche, nur bei sehr niedrigen Winter-Wasserständen hat man früher die Sandbank gesehen, die heute bereits dicht bewachsen ist, auch mit mehrjährigen - zB Lythrum salicaria:
Nuphar lutea zeichnet sich ja nicht grad durch Trockenheitstoleranz aus, dieser Bestand war schon die letzten Jahre im Niedrigwasser, heuer ist es hier gerade noch feucht genug für generative Vermehrung:
Lediglich in der Oberen Lobau gibt es noch "erträgliche" Zustände - bestversorgt ist die natürlich auch nicht; aber die neue Dotierung über die Panozzalacke zeigt durchaus Wirkung, an und um Altarme herum ist es hier deutlich grüner.
Hier am Beispiel des Hausgrabens unweit Forsthaus Obere Lobau - der ist vor rund 15-20 Jahren reaktiviert worden, war davor völlig trocken, ist nun je nach Dotierung mal mit Wasser gefüllt, mal trocken, und ich hab hier schon so manche Pflanzen "ein- und ausgehen" gesehen - die letzten Jahre hat es hier zB Utricularia vulgaris + australis gegeben - heuer jedoch nicht, mag sein, dass die letzten Jahre zu trocken waren, damit die Art hier auch überwintern kann.
Sagittaria sagittifolia hat sich hier schon seit einigen Jahren etabliert, und verträgt anscheinend zeitweiliges Trockenfallen ganz gut:
Hydrocharis morsus-ranae sehe ich dagegen hier zum ersten Mal, ist heuer wohl aufgrund der guten Wasserversorgung durch die stärkere Dotierung vom Mühlwasser her zugewandert:
Leider verweigert sich die Gemeinde Wien weiterhin einer Dotierung auch der Unteren Lobau - wobei die Trockenheit in der Unteren Lobau jetzt schon Ausmasse angenommen hat, dass selbst eine Dotierung über die Obere Lobau = verstärkte Zuleitung über die Panozzalacke auch nur mehr ein Tropfen auf dem heissen Stein wäre.
Immerhin können sich Naturschutz-NGOs jetzt wenigstens so viel Gehör verschaffen, dass die trockenen Altarme mit krepierenden Fischen und Muscheln in den Medien aufschlagen.
- Hermann Falkner
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Re: Die Lobau vertrocknet ...
Siehe auch Fotos der Facebook-Gruppe "Lobauinfo".
War heute bei der Mühlleitner Furt - ein verendeter, riesiger Biber, dessen Damm hat bei der Mühlleitner Furt früher geholfen, den Wasserstand hochzuhalten - heute ist dort kein Wasser mehr bzw fast nix - nur ein paar Tümpel, Rest = Schlammlingsflur!
Der ganze, riesige Wasserkörper vom Eberschüttwasser über Mittelwasser bis Kühwörter Wasser ist weg!
Die Gemeinde Wien kann das Grundwasserwerk Untere Lobau, das als Grund für die Weigerung, die Untere Lobau zu dotieren, genannt worden ist, jetzt trotzdem schliessen, da is nix mehr zu holen.
War heute bei der Mühlleitner Furt - ein verendeter, riesiger Biber, dessen Damm hat bei der Mühlleitner Furt früher geholfen, den Wasserstand hochzuhalten - heute ist dort kein Wasser mehr bzw fast nix - nur ein paar Tümpel, Rest = Schlammlingsflur!
Der ganze, riesige Wasserkörper vom Eberschüttwasser über Mittelwasser bis Kühwörter Wasser ist weg!
Die Gemeinde Wien kann das Grundwasserwerk Untere Lobau, das als Grund für die Weigerung, die Untere Lobau zu dotieren, genannt worden ist, jetzt trotzdem schliessen, da is nix mehr zu holen.
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