Welch ein Skandal, das Wiener Mühlwasser wird nicht gemäht ...

Wie das Kostbare erhalten? Gefährdungen, Schutzmaßnahmen und Interviews
Oliver Stöhr
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Re: Welch ein Skandal, das Wiener Mühlwasser wird nicht gemäht ...

Beitragvon Oliver Stöhr » Dienstag 10. September 2019, 19:59

Interessantes Wasserpest-Foto - das ist Qualitätsjournalismus ;-)
Hoffe es ist nicht Callitriche hamulata, die hier niedergemäht wird, denn die wäre wohl neu für Kärnten ...
LG
Oliver

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Hermann Falkner
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Re: Welch ein Skandal, das Wiener Mühlwasser wird nicht gemäht ...

Beitragvon Hermann Falkner » Mittwoch 26. August 2020, 21:50

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Die Mühlwasser-Lobby gibt nicht auf! - Top-Aktuelle Meldung aus der Bezirkszeitung Donaustadt vom 19./20.08.: Das Mühlwasser werde noch immer nicht gemäht!!!

Stimmt nicht, sagt die bz - es werde eh gemäht, im Bereich westlich vom Biberhaufen und beim Strandbad Stadlau; nicht aber am Oberen Mühlwasser, da das ein Naturdenkmal ist.
Ob nun gemäht wird oder nicht - ich hab mir das Mühlwasser anlässlich des Artikels wieder mal etwas genauer angeschaut: es stimmt tatsächlich, dass Ceratophyllum demersum dort in manchen Bereichen grössere Bestände bildet, die Mühlwasser-Anwohner sind aber offensichtlich sehr fleissige Badegäste, die sich bemühen, ihre Buchten von dem lästigen Zeug frei zu halten. Myriophyllum sp. (überwiegend sicherlich M. spicatum) ist allerdings auch eine dieser bösen "Schlingpflanzen", und Nymphaea alba ist gerade im Oberen Mühlwasser definitiv nicht verschwunden, sondern auch daran beteiligt, dass sich Badegäste nicht frei im Wasser bewegen können.
Immerhin "wirbt" die bz um Verständnis für das "Nicht-Mähen", was ja schon ein Fortschritt zum Artikel aus dem Jahr 2019 ist.

Gerade das Obere Mühlwasser ist übrigens nur an sehr wenigen Stellen wirklich frei zugänglich; es gibt eine öffentliche Badestelle, die offenbar auch ihre Stammgäste hat (ich war dort), auch Angler treiben sich dort herum (das Fischerei-Revier Oberes Mühlwasser - und damit wohl auch das Naturdenkmal?? - beginnt lt Ausschilderung unterhalb der Autobahnbrücke) - der Grossteil seines Ufers ist aber entweder Privatbesitz (Kleingartenhäuser) oder, entlang der Donaustadtstrasse, durch Blockwurfufer und einen schmalen Schilfgürtel als Badeplatz unattraktiv. Hier baden sicher sehr viel weniger Leute als im Unteren Mühlwasser.

Ausserdem - wenn schon, dann wäre Nuphar lutea zu schützen und nicht Nymphaea alba, die hier ein Kulturflüchtling ist.

Sei es, wie es sei - Raritäten habe ich bei meiner Stipvisite nicht ausmachen können, weder am Oberen noch am Unteren Mühlwasser; insbes. Utricularia hab ich keine gefunden, die wären um diese Jahreszeit nicht leicht übersehbar, ausser wenn es nur sehr kleine und verborgene Bestände geben würde. Verborgenes könnte sicherlich entdeckt werden, dazu müsste man das Gewässer aber entweder durchschwimmen oder per Boot erkunden.


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