Orobanche 2020

= Blütenpflanzen; Bestimmungsfragen
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Stefan Lefnaer
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Re: Orobanche 2020

Beitragvon Stefan Lefnaer » Sonntag 17. Mai 2020, 21:59

Heute haben wir auf einer kleinen Privatexkursion auf einem verbuschenden Halbtrockenrasen, früher wohl ein Weingarten, nächst Poysdorf zahlreich Orobanche alsatica vorgefunden. Es war zwar auf der Fläche auch Cervaria rivini vorhanden, aber zu weit weg um als Wirt zu dienen. Stattdessen wuchsen die Orobanchen immer in der Nähe von Peucedanum alsaticum, eine Art, die auch als möglicher -- wenn auch seltener -- Wirt angegeben wird. Hier noch Bilder:

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Joachim Brocks
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Re: Orobanche 2020

Beitragvon Joachim Brocks » Donnerstag 21. Mai 2020, 13:31

Liebe NaturforscherInnen,
Gestern habe ich wieder einmal die Alten Schanzen bei Stammersdorf besucht und ein Exemplar von Orobanche caryophyllacea entdeckt, das wirklich alles richtig gemacht hat: bei Galium wachsend, nach Gewürznelken duftend, mit tief entspringenden Staubfäden - bis zur Mitte drüsenlos behaart, dann oben drüsenhaarig, drüsenhaarigem Griffel und mit hellen Drüsenhaaren auf der Kron-Oberlippe.
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Danke und liebe Grüße
Jock

kurt nadler
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Re: Orobanche 2020

Beitragvon kurt nadler » Donnerstag 21. Mai 2020, 15:19

1.) weißliche, nahezu duftlose, dickstängelige, mäßig nieder bleibende an einem trockenruderalen verkehrsflächenrand an/mit centaurea. stängelblätter rel. lang, schmal, anliegend. an griffel und staubfäden vereinzelte, lokale winzige drüsen, die man auf den fotos wohl nicht erkennen kann. völlig unbestimmbar trotz fischadler mit dabei.
2.) kleine an/mit thymus am flugfeld spitzerberg, gewürznelkenähnlicher, wunderbarer geruch, narben für mich dunkel, aber vielleicht stimmt das ja nicht. damit und mit thymus kommt man auf abseits aller sonstigen, nicht berücksichtigten merkmale auf alba. das glauben wir aber nicht. vielleicht sitzt sie auch an astragalus onobrychis und ist doch gracilis.
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Stefan Lefnaer
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Re: Orobanche 2020

Beitragvon Stefan Lefnaer » Donnerstag 21. Mai 2020, 18:34

Auf Centaurea sollen nur Orobanche elatior und O. centaurina (= kochii) parasitieren. Aber die haben beide eine gelbe Narbe. Also muss der Wirt wohl eine andere Art sein.

Oliver Stöhr
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Re: Orobanche 2020

Beitragvon Oliver Stöhr » Donnerstag 21. Mai 2020, 21:45

Die zweite würde ich als O. alba bezeichnen. Spannend ist die erste: Wo sind die Staubfäden inseriert? (vgl. Schlüsselpunkt 3 der EFÖLS). Die schauen am Bild so aus, als wären sie noch 1-2 mm über dem Grund eingefügt, oder täusche ich mich da?
LG
Oliver


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